Horst Wehner

Interkulturelles Fest – Die Zweite!

6. Oktober 2017  |  Abgelegt in Allgemein

Zum Zweiten Mal luden Vereine, Sozialverbände, Einrichtungen und die Stadtverwaltung Zwickau am 30. September 2017 zum Interkulturellen Fest auf dem Hauptmarkt in Zwickau ein. Von Hüpfburg bis zur kleinen Rodelbahn, Kinderschminken und der Origami-Faltkunst war alles geboten. Die Westsächsische Hochschule lud zu einem kleinen Exkurs in die arabische Sprachwelt ein, das Gasometer wartete mit einem Länder-Memory auf und auch sonst wurde einiges geboten.

Zahlreiche Gäste beim Interkulturellen  Fest

Der Deutsch-Polnische Verein und der Verein der Vietnamesen wirkten ebenso am Bühnenprogramm mit wie Radio Zwickau sowie die Gruppe Saitenspiel, die zum Abschluss des gelungenen Festes begleiteten. Höhepunkt war zweifelsfrei die Tombola, an der sich viele der umliegenden Geschäfte beteiligten. Wer einen der gestifteten Preise gewinnen wollte, musste die teilnehmenden Geschäfte aufsuchen und dann einen Fragebogen ausfüllen. Nur wer alle Fragen richtig beantworten konnte, landeten zum Schluss auch in der Lostrommel.

Tanzgruppe des Deutsch-Polnischen Vereins

Wie schon im Vorjahr war es ein gelungenes Fest, welches Einblick in verschiedene Kulturen und Traditionen gewährte und auch internationale, meist süße Köstlichkeiten bereit hielt. Die Schirmherrin und Ausländerbeauftragte der Stadt Zwickau, Ulrike Lehmann, erklärte, dass es auch im nächsten Jahr ein solches Fest geben wird, so es von den beteiligten Akteuren gewünscht ist.

Gefaltete Kunstwerke

Das ist wünschenswert, denn wo kommt man einfacher über scheinbare kulturelle Grenzen hinweg miteinander ins Gespräch als bei einem solchen Fest. Und genau aus diesem Grund haben meine Fraktion und auch der Spendenverein der LINKEN Bundestagsfraktion das Fest mit je einer Spende unterstützt, welche am Samstag übergeben wurden.

Übergabe des Spendenchecks meiner Fraktion

Innenstadtbelebung, Unterhaltung, Kultur und Begegnung – all das steckt in einem solchen Fest, dessen Besuch jedem nur empfohlen werden kann.

140 Jahre Männerchor – Herzlichen Glückwunsch!

17. September 2017  |  Abgelegt in Allgemein

Man stelle sich einmal vor: Im örtlichen Gemeindesaal oder vielleicht auch der Vereinsstube einer örtlichen Kneipe sitzen Handwerker, Förster, Lehrer und Gewerbetreibende zusammen und ihre sangesfreudigen Stimmen dringen nach außen und begeistert heimliche Zuhörer. Aus einer Anfangs vielleicht noch spontanen, geselligen Runde entsteht eine Idee, die im Juni 1877 zur Gründung des Chores führte. So oder ähnlich könnte es sich zugetragen haben und ist nun 140 Jahre her.

Seither hat der Chor viele historische Ereignisse und gesellschaftlichen Veränderungen er- und auch überlebt. 1948 vereinigten sich die Sangesfreunde mit dem Männerchor Werminghoff (Knappenrode) zum Werksmännerchor des Braunkohlewerkes „Glück Auf“ und führte fortan den Namen „Männerchor Lohsa/Knappenrode“. Seit dem 6. Dezember 1994 sind die sangesfreudigen Herren als Männerchor Lohsa e. V. unterwegs und erfreuen ihre Zuhörerinnen und Zuhörer mit ihrer Sangeskunst.

Heute nun hatte ich das Vergnügen in Vertretung des Landtagspräsidenten, Dr. Matthias Rößler die Glückwünsche der Abgeordneten des Sächsischen Landtags zu überbringen. Auch die Grüße des Sächsischen Chorverbandes, dessen Mitglied der Männerchor Lohsa ist, durfte ich übermitteln. Natürlich ließen sich die Jubilare nicht lange bitten und erfreuten die zahlreichen Gratulanten und Gäste mit ihren Stimmen. Unterstützt wurden sie dabei unter anderem durch den Männerchor Bad Muskau, den Chor Wiednitz, den Kirchenchor Lohsa sowie den Männerchor Uhyst.

Für alle einschließlich Bürgermeister Leberecht war das ein wundervoller Nachmittag, der immer wieder dazu einlud, einfach mitzusingen. Herzlichen Glückwunsch, lieber Männerchor und noch viele Jahre Freude an der Musik und am Singen!

Ostsächsische Chöre bei Federweißerfest auf Schloss Wackerbarth

10. September 2017  |  Abgelegt in Allgemein

Bereits zum 13. Mal verbinden sich zwei Höhepunkte zu einer klangvollen Einheit: Das Fedwerweißerfest und ein Treffen Ostsächsischer Chöre auf Schloss Wackerbarth. Einmal mehr durfte ich in Vertretung des Schirmherren, Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler, diesem großartigen Zusammentreffen beiwohnen. Der Garten des Schlosses lädt Jahr für Jahr zahlreiche Gäste zum Federweißerfest zum Verweilen ein. Die musikalische Unterhaltung organisiert bereits seit 13 Jahren der Ostsächsische Chorverband e. V., dessen Mitglieder stimmgewaltig nicht nur für stimmungsvolle Unterhaltung sorgen sondern gleichermaßen zum Mitsingen einladen.

In Vertretung des Landtagspräsidenten kam ich nicht nur in den Genuss, den hervorragenden Sängerinnen und Sängern zu lauschen. Gleichzeitig durfte ich auch die Grüße der Abgeordneten des Sächsischen Landtags überbringen. Diese Aufgabe übernehme ich Jahr für Jahr sehr gern, ist es doch auch ein Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung des ehrenamtlichen Engagements und der künstlerischen Leistungen der zahlreichen Sängerinnen und Sänger, die sich in Sachsen in den zahlreichen Chören zusammengefunden haben.

Ich hoffe und wünsche sehr, dass die Tradition des Federweißerfest in Ergänzung mit dem Chortreffen noch viele Jahre fortgesetzt wird. Für heute kann ich nur sagen, dass es wieder ein wunderschönes Erlebnis bei herrlichstem Spätsommerwetter war. Ich kann jedem nur empfehlen, sich nächstes Jahr aufzumachen selbst dabei zu sein. Es lohnt sich!

Tag der Sachsen – Höhepunkt im sächsischen Veranstaltungskalender

7. September 2017  |  Abgelegt in Allgemein

Über 12 Monate bereiten Veranstalter, Organisatoren, Akteure und Aussteller ihn vor: den alljährlichen Tag der Sachsen, der in diesem Jahr bereits zum 25. Mal stattfand. Diesjähriger Gastgeber war Löbau, Große Kreisstadt im Landkreis Görlitz. Auf der Homepage heißt es unter anderem: „…Unsere, zentral im Dreiländereck Deutschland – Tschechien – Polen gelegene, Stadt kann auf eine nunmehr fast 800jährige Geschichte zurückblicken. Handwerk, Architektur und Kultur haben in Löbau daher Tradition und sind heute mit dem modernen Leben der Stadt eng verflochten. Die zentrale Lage war entscheidend dafür, dass Löbau Gründungs- und Konventort für den 1346 mit den Städten Bautzen, Görlitz, Kamenz, Lauban und Zittau gegründeten Sechsstädtebund war…“

Die handwerklichen und kulturellen der gastgebenden Stadt Löbau waren allgegenwärtig und die zahlreichen Künstlerinnen und Künstler auf den verschiedenen Bühnen unterstrichen eindrucksvoll, was Löbau und ganz Sachsen an künstlerischer Vielfältigkeit zu bieten haben. Für mich persönlicher Höhepunkt der künstlerischen Darbietungen, wer mich kennt wird’s nicht verwundern, waren zweifelsohne die Auftritte der Sächsischen Chöre.

So vielfältig wie die musikalischen Darbietungen so vielfältig präsentierte sich auch das sächsische Handwerk. So konnte man beispielsweise erzgebirgische Schnitzkunst bewundern oder ein Stück weiter erleben, wie ein Seiler vor den neugierigen Augen der Zuschauer ein Springseil drehte. Gerade in Zeiten, wo immer mehr Arbeiten von Maschinen übernommen werden, sind solche Momente echtes Handwerk zu erleben unbezahlbar und wir alle tun gut daran, diese alten Fertigkeiten zu schätzen und zu pflegen.

Wichtigster Termin eines jeden Tags der Sachsen ist die Kuratoriumssitzung, die darüber entscheidet, welche der sich beworbenen Städte den Tag der Sachsen 2019 ausrichten darf.  Die Wahl der 52. Kuratoriumssitzung, die im Berg-Gasthof Honigbrunnen stattfand, fiel auf Riesa.

Die Große Kreisstadt ist vor allem als Stahl- und Sportstadt bekannt geworden. Man darf gespannt sein, wie Riesa seine Gäste 2019 empfangen wird. Zuvor freue ich mich jedoch auf den Tag der Sachsen 2018 in Torgau, welches seine Gäste mit Sicherheit nicht weniger herzlich empfangen wird, wie es die Gastgebenden bisher taten.

Zum 24. Mal „Eigen-Art“ – Das besondere Straßenfest

5. September 2017  |  Abgelegt in Allgemein

Am 2. September 2017 fand auf dem Zwickauer Hauptmarkt die 24. Auflage des Straßenfestes EigenArt statt, welches in seiner Art einmalig ist in ganz Deutschland. Das Besondere dieses Gemeinschaftsprojekts von Stadtmission Zwickau, Christliches Sozialwerk, Lebenshilfe Westsachsen und Diakoniewerk Westsachsen liegt in der Tatsache, dass das Fest von und für Menschen mit Behinderungen gestaltet wird. Das heißt konkret, dass Menschen mit Beeinträchtigung – gleich ob Körper- oder Sinnesbeeinträchtigung, psychische Störung oder kognitive Beeinträchtigung – selbst aktiv an der Gestaltung der vielfältigen Angebote und Darbietungen beteiligt sind. Besser kann man Inklusion kaum sichtbar machen.

Wie in den zurückliegenden Jahren war das Angebot wieder sehr vielfältig. Ein Rollstuhl-Hindernisparcours bot die Möglichkeit, sich selber zu erproben. Daneben gab es weitere Mitmachangebote für Groß und Klein, Kulinarisches und natürlich informierten verschiedene Vereine und Verbände über ihre Arbeit.

Beeindruckend, wie die Beschäftigten der Zwickauer Lukaswerkstatt, des Mondstaubtheaters und der Mauritiuswerkstätten die Idee der Künstlerin Ramona Markstein umsetzten und so den Zwickauer Hauptmarkt in eine große Zirkusmanege verwandelte. Seit Juni liefen in den Einrichtungen die Vorbereitungen. So entstanden beispielsweise in der Werdauer Wohnstätte „Max Schubert“ selbstgefertigte Masken, und es gab Hilfe bei der Beschaffung von Kostümen und andere Requisiten.
Das bunte Programm auf der Bühne sorgte nicht nur für viel Spaß und Freude bei den Künstlerinnen und Künstlern selbst sondern auch beim Publikum, das sich mit kräftigem Applaus bedankte. Für mich immer wieder besonders beeindruckend: Die Gebärdendolmetscher, die auch musikalische Darbietungen mit Gesten eindrucksvoll wiederzugeben vermögen. Respekt!

Berührend die Ausstellung von Handycap International „Barriere: Zonen“, die Bilder von Menschen mit Beeinträchtigungen weltweit zeigt und einen kleinen Einblick gewährt, wie Menschen mit Behinderungen in anderen Ländern leben und überleben.

Der Zwickauer Hauptmarkt war gut gefüllt und von buntem, vielfältigem Treiben beherrscht. Alle Gäste – Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen, hier geboren oder kürzlich erst angekommen – verbrachten einen tollen Tag im gemeinsamen Tun und Erleben und Genießen der kulinarischen Angebote. So wünsche ich mir dieses Land – nicht nur an solchen besonderen Nachmittagen sondern an jedem einzelnen Tag!