Horst Wehner

Zu Gast bei der Elterninitiative – Hilfe für Behinderte und ihre Familien – Vogtland e. V. in Plauen

18. Januar 2017  |  Abgelegt in Allgemein

Vielerorts haben sich irgendwann aus unterschiedlichen Gründen Menschen zusammen gefunden und Initiativen und Vereine gegründet, um anderen Menschen zu helfen. Die Hilfe für Menschen mit Beeinträchtigungen nimmt dabei eine besondere Rolle ein, denn die benötigten Unterstützungen sind ebenso vielfältig und individuell wie es die Beeinträchtigungen sind. All diese Initiativen und Vereine leben vom Engagement ihrer Mitglieder, von ihrer Leidenschaft für die Herausforderungen und die Liebe zu den Menschen.

mit MdL Janina Pfau und Frau Roth

Einen dieser Vereine durfte ich heute gemeinsam mit meiner Fraktionskollegin Janina Pfau persönlich kennenlernen, die Elterninitiative – Hilfe für Behinderte und ihre Familien – Vogtland e. V. in Plauen, deren Leiterin Frau Petra Roth uns einen Einblick in ihre Arbeit und ihre Einrichtung gab.
Die Elterninitiative – Hilfe für Behinderte und ihre Familien – Vogtland e. V. wurde 1991 von Müttern mit behinderten Kindern gegründet als ein Verein, der unparteiisch und konfessionell unabhängig agiert. Ziel ist dabei, Menschen mit Beeinträchtigungen und ihren Familien die benötigte Unterstützung in verschiedenen Lebensbereichen zu geben. Gleichzeitig sollen die Belange und Herausforderungen von und für Menschen mit Beeinträchtigungen mehr öffentliche Beachtung erfahren, weshalb der Verein mit Fachleuten, Schulen, Behörden und weiteren Institutionen des öffentlichen Lebens eng zusammenarbeitet. Als Mitglied im Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e. V. und im Paritätischen Wohlfahrtsverband kann der Verein dabei auf die Unterstützung anderer bauen.

Das Angebot des Vereins ist vielfältig und reicht von Beratung sowohl zu rechtlichen Themen als auch zu Fragen der finanziellen Unterstützung bis hin zu Betreuungsangeboten. Wer schon mal Angehörige zu Hause gepflegt hat, weiß, dass das mit der Zeit sehr kräftezehrend ist. Hier ist es auch für die Pflegenden wichtig, sich regelmäßig Freiräume zu schaffen, um neue Kraft zu tanken. Hier unterstützt der Verein durch das Angebot der stunden-, tage- oder auch wochenweisen Betreuungsmöglichkeit in einer angemieteten Wohnung. Neben diesen kurzeitigen Betreuungsangeboten unterhält der Verein fünf Wohngemeinschaften, die eine gute Alternative sowohl zur stationären Unterbringung in einem Wohnheim als auch zum Wohnen bei den Eltern darstellen. Zweckmäßige Ausstattung, ein eigenes Zimmer für jeden Bewohner und individuelle Betreuungsleistungen, die sich nach dem tatsächlichen Bedarf des Einzelnen richtet, sind Kern dieser Wohngemeinschaften.

Dazu gibt es ein umfangreiches Angebot zur Freizeitgestaltung. Angefangen von täglichen Nachmittagsangeboten, Tanzcaffee, Disco über Tagesauflügen und Konzertbesuchen bis hin zu Familienfesten und Urlaubsreisen ist alles dabei. Es ist wirklich beeindruckend, was Frau Roth und ihr Team hier alles auf die Beine stellen. Wer sich engagieren möchte oder eine neue berufliche Herausforderung sucht, sollte hier einfach mal vorbeischauen.
Ich kann mich nur ganz herzlich für dieses großartige Engagement bedanken und wünsche weiterhin gutes Gelingen bei den zahlreichen Projekten. Vielen Dank auch an meine Kollegin Janina Pfau, die mir diese Initiative vorgestellt hat.

Jahresauftakt im politiKKontor in Kirchberg

13. Januar 2017  |  Abgelegt in Allgemein

Traditionell ist der Januar jener Monat im Jahr, in dem es allerorts Neujahrsempfänge zu besuchen gilt. Neujahrsempfänge und Jahresauftaktveranstaltungen bilden sozusagen den Start ins politische Kalenderjahr. Dieser Tradition wollten wir uns in unserem politiKKontor natürlich nicht verschließen, zumal es gleichzeitig unser einjähriges Bürojubiläum in Kirchberg gebührend zu würdigen galt.

Eines vorweg. In den zurückliegenden zwölf Monaten gab es viele Veranstaltungen in Kirchberg, Wilkau-Haßlau und auch in Zwickau und viele weitere große und kleinere Aktionen, mit denen wir in der Region unterwegs waren. Ohne die große Unterstützung des Ortsverbandes, aber auch der Aufgeschlossenheit von Kommunalpolitik, dem Familienzentrum und der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde wären viele dieser Aktionen und Veranstaltungen zumindest nicht so möglich gewesen. Hierfür herzlichen Dank und ich freue mich auf eine weitere gute Zusammenarbeit.

Mit einem via Diashow visualisierten Jahresrückblick starteten wir in unseren Jahresauftakt. Höhepunkte des vergangenen Jahres waren zweifelsohne der Rundgang in Kirchberg auf den Spuren der Barrierefreiheit. Und noch immer bin ich begeistert von der Aufgeschlossenheit von Frau Bürgermeisterin Dorothee Obst, der Verwaltung und den Vertretern der Kommunalpolitik. Das ist nicht überall so. Und dann natürlich die Ausstellungstour „Häusliche Gewalt – hinter verschlossenen Türen“, die uns von Kirchberg nach Wildenfels, auf den Robert-Schumann-Platz in Zwickau, nach Limbach-Oberfrohna und Lichtenstein, nach Wilkau-Haßlau, ins Zwickauer Rathaus und zurück nach Kirchberg führte, wo die Abschlussveranstaltung der Tour in der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde stattfand. Diese Erfahrungen unseres ersten Jahres in Kirchberg motiviert für das vor uns liegende Jahr, in dem wir ebenfalls eine ganze Menge vorhaben. Dazu gehören etwa die Diskussion zum Thema „Das muss drin sein: bezahlbares und gutes Wohnen!“ am 3. Februar im politiKKontor in Kirchberg, der drogenpolitische Tag am 7. Februar in Zwickau, der 4. Mai mit einem Rundgang in Wilkau-Haßlau zum Thema Barrierefreiheit mit Auswertung und abschließender Abendveranstaltung zum Thema sowie dem Kinderfest in Wilkau-Haßlau am 20. Mai. Und natürlich gibt es weitere Themen, an deren Terminierung wir gerade arbeiten, etwa zu den Themen Rentenpolitik und Gesundheitspolitik.

Im Anschluss gab es einen interessanten und regen Gedankenaustausch zu aktuellen Themen und Problemen. Dabei ging es um Fragen wie: Warum gibt es in Deutschland keine Untersuchung auf resistente Keime, wenn man ins Krankenhaus kommt, wie in anderen europäischen Ländern? Gibt es überhaupt noch Demokratie, wenn Mitsprache nicht gewollt ist? DIE LINKE – was denn nun Opposition oder Regierung? Warum braucht es so viele Krankenkassen und warum sind in Deutschland Medikamente und Leistungen oft teurer als im Ausland? Welchen Themen und wie sollten wir uns im bevorstehenden Bundestagswahlkampf stellen? – Die Aufzählung könnte noch fortgeführt werden. Für unsere Arbeit ergeben sich aus der Diskussion Anregungen für Themen, die wir mit Veranstaltungen untersetzen wollen und werden, auch wenn wir vielleicht nicht alles in diesem Jahr schaffen werden. Wir waren uns einig, wir müssen mehr miteinander reden und uns treffen, nicht nur organisiert zu bestimmten Themen, sondern weil wir uns sehen und einfach miteinander reden wollen. Klasse! Das machen wir!

Es war ein gelungener Auftakt in das schon mehrere Tage alte, politisch spannende 2017. Mein Team und ich freuen sich auf das Miteinander, auf die zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen und die Gespräche, die dabei entstehen. Auf geht’s! Glück Auf!

„…alle Menschen werden Brüder…“

2. Januar 2017  |  Abgelegt in Allgemein

So heißt es in der Ode an die Freude, Schlusschoral der 9. Sinfonie von Beethoven, die traditionell vielerorts zum Jahreswechsel gespielt wird. In Gedanken füge ich „… und Schwestern“ an und hoffe, wie jedes Jahr, auf eine friedlichere Welt. Doch noch in der Silvesternacht wird dieser Wunsch, diese Hoffnung zerstört mit dem Anschlag in Ankara, der über 35 Todesopfer forderte. Es macht mich traurig und auch wütend, dass das neue Jahr erneut mit Gewalt und mit Opfern beginnt.

Was ich mir für 2017 wünsche? Ich wünsche mir, dass wir einander eine Chance geben uns kennenzulernen. Ich wünsche mir mehr Respekt vor- und Verständnis füreinander gleich ob mit oder ohne Beeinträchtigungen, gleich welcher Religion oder nationaler Herkunft, gleich ob arm oder reich. Ich wünsche mir, dass wir Meinungsverschiedenheiten auf der Sachebene austragen und nicht beleidigend, ja verletzend werden. Ich wünsche, dass wir Vorurteile abbauen und lernen, einander offen und  unvoreingenommen zu begegnen.

Wenn das gelingt, bleiben die Zeilen aus Schillers „Ode an die Freude“ vielleicht nicht nur ein Wunsch: „… alle Menschen werden Brüder…“. In diesem Sinne wünsche ich uns allen mehr Freude als Verdruss und Ängste in diesem Jahr 2017!

Ja, das geschieht nicht im Selbstlauf! Wir müssen uns kümmern!

Fröhliche Weihnachten und ein glückliches 2017!

22. Dezember 2016  |  Abgelegt in Allgemein

Liebe Leserin, lieber Leser,

das Jahr 2016 neigt sich dem Ende zu und es ist wieder mal Zeit, Bilanz zu ziehen. Die wird wohl für jeden etwas anders ausfallen, aber irgendwie hat man das Gefühl, dass das Jahr besonders schnell vergangen ist!

Das Jahr 2017 wird auch wieder einige Überraschungen parat haben.

Ich werde weiter für soziale Gerechtigkeit streiten und dafür, dass alle Menschen gleichberechtigt am Leben teilhaben haben können. Ein wichtiger Beitrag wird sein, nach und nach noch vorhandene Barrieren zu beseitigen. Das möchte ich gern mit Dir,  mit Ihnen gemeinsam tun. Darauf freue ich mich schon jetzt.

Nun ist es  Zeit für Besinnung, für Erholung und Entspannung.
Fröhliche Weihnachten Ihnen allen und ein großartiges Jahr 2017! Eine Portion Glück! Die Erfüllung aller Wünsche! Zeit für schöne Dinge! Spaß und Gesundheit! Und Frieden auf unserer Erde!

Ihr Horst Wehner, MdL

Fröhliche Weihnacht überall – überall?

9. Dezember 2016  |  Abgelegt in Allgemein

Bereits im Frühjahr war die Idee entstanden, die Einladung zum Jahresauftakt im politiKKontor in Kirchberg nicht nur auf den herkömmlichen Wegen öffentlich zu machen sondern am Nikolaustag zusammen mit einer kleinen süßen Aufmerksamkeit unter die Leute zu bringen. Gesagt, geplant und auf den Wochenmärkten in Kirchberg und Wilkau-Haßlau umgesetzt und dabei die Frage, wie wird die Aktion wohl aufgenommen.

Bei der Verteilung

Die Reaktionen waren unterschiedlich. Einige ganz wenige wollten die Aufmerksamkeit nicht annehmen, auch ihnen galt natürlich unser Wunsch für eine besinnliche Adventszeit. Mit einigen entspann sich ein intensives Gespräch zur aktuellen Politik. Doch die Mehrheit war einfach total überrascht und schaute uns ungläubig an. Wie bekamen Sätze wie “das hab ich ja noch nie erlebt” oder “wie komme ich denn dazu” zu hören. Die Überraschung war gelungen und brachte Augen zum Strahlen und ein Lächeln auf die Lippen der Menschen. Doch es gab auch die nachdenklichen Momente. Etwa die Seniorin die sich freute, so doch noch eine Kleinigkeit zum Nikolaus für den Enkel zu haben. Oder die Seniorin, die in wenigen Worten ihre Geschichte schilderte und damit berührt und nachdenklich macht.

Vorder- und Rückansicht unserer kleinen Aufmerksamkeit

Die alte Dame hatte völlig ungläubig auf die Überraschung geschaut und gestammelt: wie komm ich denn dazu? Schließlich nahm sie die kleine Aufmerksamkeit an und es verging ein wenig Zeit – ein oder zwei Minuten vielleicht. Dann kam sie uns nach und hielt uns zurück und bedankte sich noch einmal. Sie erzählte, dass sie schon lange keine Geschenke mehr bekommen habe. Der Mann sei viele Jahre Tod, die Kinder berufsbedingt weit weggezogen. Die Gesundheit sei auch nicht mehr zum Besten und so käme sie kaum noch raus, im Winter noch weniger. Und Besuche der Kinder gäbe es nicht. Sie verdienen zu wenig für die Reise und Hotel, denn ihre Wohnung sei zu klein für Übernachtungsgäste. Nach einer kleinen Pause bedankte sie sich nochmals und meinte: Werden Sie bloß nicht alt. Das Alter macht krank und einsam!
Wie vielen mag es wohl ähnlich gehen wie dieser alten Dame? Wie viele, egal ob jung oder alt, sitzen allein zu Hause in Gedanken bei Angehörigen, die nicht mehr da sind oder weit weg wohnen? Wie viele werden auch in diesem Jahr alleine Weihnachten feiern, weil der Partner nicht mehr lebt, Freunde und Familie weit weg sind oder der Kontakt einfach nicht mehr besteht? Sie alle vermissen nicht teure Geschenke, wie uns die Werbeindustrie mit ihren Angeboten für die neusten Computerspiele oder teure Unterhaltungstechnik suggerieren will. Sie vermissen die Menschen, die ihnen im Herzen wichtig sind. Sie vermissen, dass mal jemand fragt wie es geht oder – auch aus der Ferne – mit kleinen Gesten zeigen, dass man an sie denkt. Ein Foto, vielleicht gerahmt, selbstgebackene Plätzchen oder auch die Lieblingspralinen vermag bei anderen, egal ob räumlich nah oder weit entfernt, ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.
Wir alle kennen den einen oder anderen Menschen in unserer Nachbarschaft, der allein ist – gerade in der Weihnachtszeit. Wie wäre es mit einem freundlichen Gruß zu den Feiertagen, einer kleinen Aufmerksamkeit persönlich überbracht oder auch an der Tür hinterlassen? Eine kleine Aufmerksamkeit, die ein Lächeln zurückbringt und in dieser kalten Zeit ein wenig Wärme verbreitet.
In diesem Sinne wünsche ich uns allen eine besinnliche Adventzeit!