Horst Wehner

Festakt zum 25jährigen Bestehen des Zwickauer SOS-Kinderdorf

23. August 2016  |  Abgelegt in Allgemein

1949 gründete Hermann Gmeiner in Österreich das erste SOS Kinderdorf. Von dort aus trat dieses Konzept seinen Siegeszug in die Welt an. Der Dachverband SOS Kinderdorf International ist weltweit in 130 Ländern tätig. Ihm zugehörig ist der SOS Kinderdorf e. V. als einer der großen Fördervereine, durch die das internationale Engagement finanziell unterstützt und aktiv mitgestaltet  wird. Seit 1955 gibt es SOS Kinderdorf e. V. in Deutschland und weitete sein Engagement nach 1990 auch auf die neuen Bundesländer aus. 1991 nahm der Kinderdorf-Verein das Zwickauer Mütterzentrum in seiner Mitte auf und begann mit dem Bau des Dorfes, welches drei Jahre später eröffnet wurde. Der Kinderdorfverein ist Mitglied des Paritätischen Wohlfahrtsverband und anerkannt als Träger der freien Jugendhilfe.

Hier im Zwickauer Kinderdorf finden Kinder und Jugendliche ein neues Zuhause und erfahren – teils erstmalig in ihrem Leben – die Geborgenheit einer Familie.  Dieses spezielle Konzept der Jugendhilfe stellt gleichzeitig das emotional intensivste Angebot der Jugendhilfe dar. Gleichzeitig ist es den Kinderdorfmüttern wichtig, dass der Kontakt zu den leiblichen Eltern erhalten bleibt. Nicht jedes Kind, jeder Jugendliche hält diese familiäre Nähe aus, manche fühlen sich in einer Wohngruppe besser aufgehoben.

Foto: Gerald Otto

Im Zwickauer Kinderdorf stehen 80 Plätze zur Verfügung und wenn nötig finden die Kinder hier familiäre Geborgenheit bis ins Erwachsenenalter. In den zurückliegenden 25 Jahren haben über 200 junge Menschen hier ein Zuhause auf Zeit gefunden. Und zu vielen blieb der Kontakt auch danach erhalten.

Daneben ist mit dem Mütterzentrum in der Stadt Zwickau auch eine Anlaufstelle vorhanden für Opfer häuslicher Gewalt. Eine wichtige Hilfestellung für vorwiegend Frauen, die in ihrer Partnerschaft Gewalt erfahren und Unterstützung brauchen, hier Veränderungen herbeizuführen, sich aus dieser ausweglos scheinenden Situation zu befreien.

Foto: Gerald Otto

All das ist Grund und Anlass genug, das 25jährige Bestehen des SOS Kinderdorfs Zwickau gebührend zu feiern.  Dem Anlass angemessen waren auch zahlreiche Vertreter der Politik erschienen, darunter Staatsministerin Barbara Klepsch, OB’in Dr. Pia Findeiß,die Mitglieder des Sächsischen Landtags Kerstin Nicolaus (CDU), Gerald Otto (CDU), Mario Pecher (SPD) und Hartmut Mann vom Paritätischen Wohlfahrtsverband. Die Jubiläumsveranstaltung wurde kulturell gestaltet von Kindern der Kita des Dorfes und Studentinnen und Studenten der Berufsfachschule für Sozialwesen Wildenfels. Sie alle gratulierten dem Leiter des Dorfes, Heico Engelhardt stellvertretend für alle im Kinderdorf tätigen, zum Jubiläum. Allen Beteiligten, auch dem Caterer Polster und der Moderatorin Freddy Holzapfel von Radio PSR herzlichen Dank. Ich war sehr gern beim Fest dabei.

Chemnitz und der olympische Gedanke

22. August 2016  |  Abgelegt in Allgemein

Dabei sein ist alles – so der olympische Gedanke. Vier Jahre lang trainieren die Sportlerinnen und Sportler in den verschiedensten Sportarten um bei diesem sportlichen Höhepunkt dabei sein zu können. Das gilt auch für jene, die in Chemnitz trainieren, ist doch Chemnitz Olympiastützpunkt. Was liegt also näher, als Olympia in die Sportstadt zu holen, dachte sich auch das smac, das Städtische Museum für Archäologie Chemnitz und zeigt sei dem 5. August 2016 im Foyer die Ausstellung „Chemnitz in Olympia – Olympia in Chemnitz“ bestehend aus 30 Olympischen Fackelläufern. Diese Porzellanfiguren wurden von den Chemnitzer Künstlerinnen und Künstlern Rüdiger Philipp Bruhn, Anke Kampe, Mica Kempe, Frank Maibier, Osmar Osten, Uwe Schaarschmidt, Klaus Süß, Steffen Volme gestaltet. Besonderer Reiz dieser Fackelläufer sind die Signaturen Chemnitzer Sportlerinnen und Sportler.

Neben den Niners Chemnitz, dem Chemnitzer Fußballclub e. V. Saison 2015/2016 und dem Chemcats Chemnitz e. V. haben auch die Kunstturnerinnen Sophie Scheder und Pauline Schäfer vom TuS 1861 Chemnitz Altendorf e. V., Bahnradsportler Joachim Eilers, die Eisschnellläufer Nico Ihle und Alexej Baumgärtner sowie Kugelstoßerin Christine Schwanitz ihre Signatur auf den Fackelläufern hinterlassen.

Höhepunkt der Ausstellung ist die Versteigerung der 30 olympischen Fackelläufer am 21. August 2016, die Ullf Kallscheidt leitete. Der Erlös der Versteigerung kommt drei Chemnitzer Initiativen und Vereinen zu Gute. Das sind das Toi Projekt „Ein Projekt von Menschen, mit Menschen, für Menschen“, das SFZ Förderzentrum gGmbH Blindenfußball und Goalball und das Rollstuhl-Basketball-Team Niners. Alle drei Initiativen und Vereine engagieren sich für und mit Menschen mit verschiedenen Beeinträchtigungen und sind ein Beispiel für Inklusion (das Basketball-Team gewann den sächsischen Inklusionspreis) und lebendiges Beispiel für den Olympischen Gedanken „Dabei sein ist alles“. Somit war die, übrigens sehr unterhaltsame, Versteigerung ein toller Erfolg und wichtige Unterstützung für die genannten Projekte. Den Veranstaltern wünsche ich weiter viele kreative Ideen und allen Beteiligten viel Erfolg bei ihren Aktivitäten.

Behindern verhindern – Zeit für barrierefreies Handeln

22. August 2016  |  Abgelegt in Allgemein

So lautet der Titel der Kampagne, für die Staatsministerin Barbara Klepsch am 18. August 2018 eine Präsentationsveranstaltung gab. Die Kampagne ist dabei Teil des Aktionsplans der Staatsregierung um in Sachsen die UN-Behindertenrechtskonvention umzusetzen und so allen Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen eine selbstbestimmte Teilhabe am Leben zu gewährleisten. Über 400 000 Menschen mit Beeinträchtigungen leben in Sachsen und sind täglich damit konfrontiert, Barrieren verschiedenster Art überwinden zu müssen. Das soll, das muss sich ändern. Dabei ist meine Sicht geprägt durch die Erfahrung, plötzlich auf den Rollstuhl angewiesen zu sein. Das Motiv, das mich antreibt, ist die selbstbestimmte Teilhabe aller Menschen mit Behinderungen am gesellschaftlichen Leben. Geht nicht gibt es nicht! Wichtig sind für mich eigene Erlebnisse als aktiver Rollstuhltänzer, auch in vielen Wettkämpfen – Sport macht nicht nur gesund, sondern auch glücklich! Nicht zu vergessen meine Beteiligung am Traumkonzert Chemnitz (Engagement, Liebe und Lebensfreude der Teilnehmer).

Die BotschafterInnen der Kampagne

Mein tägliches Bemühen gilt einer Barrierefreiheit, die kein Wunschtraum ist! Es geht um den Weg der kleinen Schritte in Richtung zur Barrierefreiheit und die ständige Aufforderung diesen mitzugehen. Es ist leicht, von anderen etwas zu fordern. Von sich selbst etwas zu fordern, ist ungleich schwieriger. Der Aktionsplan der Sächsischen Staatsregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention ist wichtig, weil er Maßnahmen für die Schaffung einer inklusiven Gesellschaft im Freistaat Sachsen festlegt und dazu beiträgt, dass Menschen mit körperlichen, geistigen, seelischen oder/und Sinnesbeeinträchtigungen ihre Menschenrechte wahrnehmen können.

Auch ich habe vielfältige Erlebnisse eingeschränkter Mobilität hinter mir. Als Landtagsvizepräsident nehme ich viele Termine wahr und reise viel durch das Land. Erlebnisse, bei denen man als Rollstuhlfahrer nicht weiterkommt, gibt es da häufig. Ich beteilige mich an dieser Kampagne, weil sie eine gute Möglichkeit bietet, noch bestehende Barrieren abzubauen, damit alle gleichberechtigt am Leben teilnehmen können.

Hindernisparkour beim Kampagnenstart

Ich freue mich sehr, dass neben mir ein weiterer LINKER als Botschafter für diese Kampagne erwählt wurden. Uwe Adamczyk, früherer Abgeordneter meiner Fraktion und Vorsitzender des Kreisverbandes Zwickau des VdK vertritt als Botschafter jene, die ohne Arme zurechtkommen müssen ganz nach dem Motto: „Ohne Hände den Stier bei den Hörnern packen!“ Die weiteren Botschafter und ihre Statements finden sich auf der Kampagnenseite.

Zum Kampagnenstart gab die Möglichkeit, selber zum Beispiel im Rollstuhl einen Hindernisparkour zu bewältigen, was nicht nur für ungeübte eine Herausforderung war. Es freut mich, dass sich auch Staatsministerin Klepsch dieser Herausforderung stellte und so einen kleinen Einblick darin gewinnen konnte, welche Herausforderungen unterschiedliche Untergründe für Rollstuhlfahrer bedeuten.

Staatsministerin Klepsch mit dem Rolli auf dem Hindernisparkour

Ich hoffe und wünsche mir eine breite  Öffentlichkeit und eine breite Sensibilisierung für das Thema der Barrierefreiheit und der Inklusion im täglichen Leben und in allen Lebensbereichen. Gleichzeitig möchte ich die Gelegenheit nutzen, nochmals auf die seit Jahresbeginne laufende Kampagne des VdK „Weg mit den Barrieren“ zu verweisen. Auch hier können immer noch Barrieren im Wohn- und Arbeitsumfeld eingetragen werden und so für mehr Sichtbarkeit eben dieser Barrieren erreicht werden.

Seniorennachmittag im Kirchberger Familienzentrum

22. August 2016  |  Abgelegt in Allgemein

Am 18. August 2016 war ich zu Gast beim SeniorInnennachmittag im Familienzentrum / Mehrgenerationenhaus im Haus der Parität in Kirchberg. Vierzehntägig treffen sich hier junggebliebene Seniorinnen und Senioren zum gemeinsamen Kaffeetrinken und Austausch zu den verschiedensten Themen. Organisiert werden die Nachmittage von Elke Hein, die gleichzeitig die Vorsitzende des Frauenchor Kirchberg e. V. ist, der in diesem Jahr sein 45 jähriges Bestehen feiert.

Der interessierten Gruppe konnte ich einen kleinen Einblick in meine vielfältigen Aufgaben als Abgeordneter, als zweiter Vizepräsident und meine Tätigkeit bei VdK und dem Paritätischen Wohlfahrtsverband geben. Auch Persönliches spielte eine Rolle, etwa seit wann ich im Rollstuhl sitze und mein Hobby der Rollstuhltanz. Ein kurzweiliger Nachmittag, der einem ersten Kennenlernen diente und sicher wird es auch zukünftig gemeinsame Veranstaltungen geben – sowohl mit den Seniorinnen und Senioren im speziellen wie auch mit dem Frauenzentrum im Allgemeinen. Denn die Seniorennachmittage sind nicht das einzige Angebot im Mehrgenerationenhaus, welches seinem Namen alle Ehre macht. Von der Krabbelgruppe bis zum Second hand für Kinderkleidung, Sozialberatung, verschiedenen Bastel- und Sportkursen bis hin zu offenen Treffs wird alles geboten. Wöchentlich trifft sich zudem die Frauengruppe, in der sich vor allem jene zusammengefunden haben, die ehrenamtlich die verschiedenen Angebote im Haus ausgestalten. Kurz, das Familienzentrum bietet ein vielfältiges Angebot für jung und alt und ist definitiv einen Besuch wert. Eine Kooperation zu einzelnen Veranstaltungen meines Büros ist ebenfalls angedacht.

Tour „Hier leben, hier bleiben. Regionen der Zukunft“ kommende Woche im Landkreis Zwickau: Glauchau, Werdau, Lichtenstein

18. August 2016  |  Abgelegt in Allgemein

Die Tour „Hier leben, hier bleiben. Regionen der Zukunft“ der Linksfraktion im Sächsischen Landtag macht in der kommenden Woche Station im Landkreis Zwickau. Der Auftakt im Landkreis findet am 23.08.2016 in Glauchau statt. Der regionale Landtagsabgeordnete Horst Wehner besucht gemeinsam mit der Sprecherin für ländliche Räume der Linksfraktion, Kathrin Kagelmann, um 11.00 Uhr die Freiwillige Feuerwehr Glauchau. Anschließend wird es um 13.00 Uhr ein Gespräch mit dem Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Glauchau geben. Um 15.00 Uhr findet ein Treffen mit dem Geschäftsführer sowie dem stellvertretenden Vorsitzenden des Regionalverbandes Werdau/Glauchau des Vereins Gartenfreunde e.V. statt. Auf dem Glauchauer Marktplatz lädt von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr ein großes Straßencafé mit Hüpfburg, „Güterabwägungs-Waage“ und Zuckerwatte zu Gesprächen ein.

das Straßenkaffee - hier aufgenommen in Döbeln Foto: Conny Richter

Am 24.08.2016 besuchen die Abgeordneten Horst Wehner und Mirko Schultze, Sprecher für Feuerwehr, Rettungswesen und Katastrophenschutz der Linksfraktion, die Stadt Werdau. Um 14.00 Uhr treffen sie sich zu einem Fachgespräch im Katastrophenschutzzentrum Werdau. Auch an diesem Tag ist die LINKE mit einem Straßencafé, einem interaktiven Spiel für Jung und Alt, einer Hüpfburg und weiteren Überraschungen von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr auf dem Marktplatz in Werdau.

Am 25.08.2016 rückt die Kultur in den Fokus. Dafür besuchen die Abgeordneten Horst Wehner und Franz Sodann, kulturpolitischer Sprecher der Fraktion, die Stadt Lichtenstein/Sachsen und wollen sich um 14.00 Uhr in einem Fachgespräch mit dem Bürgermeister der Stadt Lichtenstein über die Situation des DAETZ-Centrums austauschen. (Red.)