Horst Wehner

Archiv für Januar 2012

In Sorge um die Demokratie

31. Januar 2012  |  Abgelegt in Allgemein

Erklärung der Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten der Partei DIE LINKE des Bundestages und der Landtage

Abgeordnete der Linkspartei, die zugleich Vizepräsidenten ihrer jeweiligen Parlamente sind, trafen sich am 30.01.2012 im Bundestag.

Ein Thema ihres umfangreichen Austausches war die schwindende Demokratie in der Europäischen Union und in der Bundesrepublik Deutschland.

Dazu verabschiedeten sie eine gemeinsame Erklärung:

“Wir erleben Entwicklungen, die uns mit demokratischer Sorge erfüllen.

EU-Kommissare sollen frei gewählte Parlamente ersetzen; die Politik unterwirft sich einem Finanzmarkt-Diktat; Oppositionsparteien werden geheimdienstlich überwacht; Bürgerinnen und Bürger werden durch den Abbau von Datenschutz wie potentielle Kriminelle behandelt.

Eine wissenschaftliche Langzeitstudie über ‘Deutsche Zustände’ diagnostiziert: Die gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit nimmt zu.

Als Ursache benennen die Forscherinnen und Forscher um Prof. Dr. Heitmeyer: Das Soziale wird ökonomisiert. Die Demokratie wird entleert. Die Solidarität schwindet. Das alles spielt Rechtsextremisten und Verfassungsfeinden in die Hände.

Wir empfehlen dem nächsten Deutschen Bundestag, eine Enquete-Kommission zur ‘Revitalisierung der Demokratie’ einzusetzen.”

1,96 Sekunden

29. Januar 2012  |  Abgelegt in Allgemein

1,96 Sekunden – das ist der aktuelle Weltrekord, mit dem ein Amerikaner drei Pyramiden aus 3–6–3 Bechern stapelte. Sport Stacking nennt sich diese Disziplin, die in Deutschland noch vergleichsweise neu ist, sich aber immer größerer Beliebtheit erfreut.

So fand am 28. Januar in der Martin-Andersen-Nexö-Mittelschule die 1. offene sächsische Sport Stacking Meisterschaft statt.
Als Pate der Schule und Schirmherr der Veranstaltung durfte ich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die Organisatoren, die Wettkampfrichter und Gäste begrüßen und allen Erfolg und spannende Wettkämpfe wünschen.

als Schirmherr bei der Eröffnung der 2. Offenen Sächsischen Sport Stacking Meisterschaften

Schon als ich vormittags ankam, war die Stimmung super. Alle hochkonzentriert bei der Sache, aber nicht verbissen. Ich wurde sofort von zwei jungen Männern in Empfang genommen, die mir nicht nur die verschiedenen Stationen in der Halle zeigten, sondern auch erzählten, dass ihre Schülerfirma das Ereignis quasi in Eigenregie über ihre Schülerfirma organisiert hat. “Wir hätten nie gedacht, was da alles dranhängt”, gaben sie zu.

zwei Schüler der Schülerfirma zeigten mir alles

Dann kam  eine Gruppe Schülerinnen der Martin-Andersen-Nexö-Mittelschule auf mich zu, die mir gern das Sport Stacking beibringen wollten. Klar war ich sofort dabei, aber wie ich es mir schon gedacht hatte: es sieht viel einfacher aus als es ist.

3-3-3, 3-6-3, Cycle ... Schülerinnen der Mittelschule "Martin-Andersen-Nexö" erklärten alles

rechts - links - rechts ... es sieht einfacher aus, als es ist!

Dabei war ich längst nicht der Älteste im Saal. Auch eine Gruppe Senioren beteiligte sich an den Meisterschaften. “Wir wollen Alzheimer vorbeugen”, begründen sie ihr Interesse am Sport. “Und die Geschicklichkeit verbessern.”

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Meisterschaft hatten sichtlich Spaß

Kurz nach 12 begannen dann die Final-Wettkämpfe mit den Unter-6-Jährigen und zogen sich bis in den Nachmittag hinein. In allen Disziplinen wurde sich um Bestleistungen bemüht. Und so mancher ging mit mehr als einer Medaille nach Hause.

Siegerehrung der Jüngsten

Frau Bernd und Frau Büchner, von der Martin-Andersen-Nexö-Mittelschule:
Vielen Dank für die herzliche Einladung und dass ich dabei sein durfte. Es war ein toller Tag, ich habe viel gelernt und wer noch mehr über die Meisterschaften oder das Sport Stacking erfahren will, kann das hier.

10 Jahre Jugendbauhütten

17. Januar 2012  |  Abgelegt in Allgemein

Das Freiwillige Soziale Jahr kennen die meisten, auch das Freiwillige Ökologische Jahr. Dass es so etwas auch im Bereich Denkmalschutz gibt, wissen möglicherweise nicht so viele. Damit das nicht so bleibt, haben die “Jugendbauhütten” anlässlich ihres 10. Jahres eine Wanderausstellung erarbeitet, die noch bis zum 3. Februar im Sächsischen Staatsministerium für Finanzen zu sehen ist.

Eröffnet wurde die Ausstellung am 13.01. durch den Dresdner Orstkurator der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Dr. Klaus Otto. Anschließend sprach Silvia Strauch, die Geschäftsführerin des Vereins Jugendbauhütten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Sie stellte die Projekte in all ihrer Vielfalt vor und welchen Beitrag sie sowohl zum Denkmalschutz als auch zur beruflichen Orientierung der an ihnen teilnehmenden jungen Leute leisten.

Einer von ihnen kam auch zu Wort und erzählte u.a., dass die ehemaligen Jugendbauhütten-Mitglieder gerade dabei sind, ein Projekt für Kinder zu erarbeiten. Denn (Bau-)Denkmäler als Werte zu begreifen, das müsse man lernen. “Wer einmal restauriert oder etwas instand gesetzt hat, wird nie wieder achtlos durch eine Stadt gehen. Der wird einfach mehr auf seine Umwelt achten.”, bekräftigten sowohl Frau Strauch als auch ehemalige Teilnehmer am Freiwilligendienst. Das ist doch ein guter Ansatz!

Alles Gute für 2012!

6. Januar 2012  |  Abgelegt in Allgemein

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,
liebe Genossinnen und Genossen,

auch im Jahr 2012 stehen wir vor großen Herausforderungen. Die Situation beeinträchtigter Menschen verbessert sich zwar langsam, dennoch haben wir nicht annähernd den Standard erreicht, den die UN-Behindertenrechtskonvention vorschreibt. Fortschritte gab es 2011 bei der inklusiven Schulbildung, die uns auch in diesem Jahr beschäftigen wird. Kleinere Fortschritte gab es auch auf dem Arbeitsmarkt, wenngleich Behinderte deutlich weniger vom Wirtschaftsaufschwung profitierten, als Menschen ohne Handicap.

Dennoch ist nicht alles Gold was glänzt. Die Mittel zur Eingliederungshilfe der Arbeitsagentur werden eingedampft. Die wirtschaftliche Lage trübt sich ein; Finanzpolitiker werden bei behindertenpolitischen Maßnahmen wohl wieder auf die schlechte Kassenlage verweisen. An diesen (und anderen) Punkten werden wir auch in diesem Jahr ansetzen: Menschen mit Behinderungen sind keine Kostenfaktoren – denn sie werden von der Gesellschaft behindert! Und die Gesellschaft ist es, die Behinderungen abbauen muss, nicht die Betroffenen.

In diesem Sinne wünsche ich uns beste Gesundheit, sichtbare Fortschritte in der Behindertenpolitik und viel Kraft für die vor uns liegenden Herausforderungen.

Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Ihnen und Euch auch im Jahr 2012!

Herzliche Grüße,

Horst Wehner