Horst Wehner

Archiv für Mai 2012

Wieder einmal heißt es : Wie Barrierefrei ist….?

25. Mai 2012  |  Abgelegt in Allgemein

Diesmal sind wir in Glauchau. Im Rahmen der Glauchauer Seniorentage wurde am 25.05. eine Rollstuhlwanderung durch die Glauchauer Innenstadt (Marktplatz, Leipziger Straße) durch Seniorenbeirat gemeinsam mit  der Rollstuhlfahrerselbsthilfegruppe unter Leitung von Gesine Peleiski, Auszubildenden im Bereich des Sozialwesens, der Seniorenbauftragten der Stadt Glauchau, Frau Köhler und der Seniorenbeauftragten des Landkreises, Frau Werner,  organisiert. Dabei auch mein Fraktionskollege im Sächsichen Landtag, Nico Tippelt, von der FDP-Fraktion.

Vor dem Ratshof in Glauchau

Los geht es am Glauchauer Ratshof, in dem ich auch mein Bürgerbüro habe. Alles Barrierefrei – wäre da nicht die Eingangstür zum Foyer, um dessen Veränderung seit Jahren gerungen wird, eine Barriere nicht nur für Rollifahrer und Gebehinderter, sondern auch für manch eine Mutti mit Kinderwagen!

An der Eingangstür im Glauchauer Ratshof

Unser Weg führt uns weiter über den Markt in die Leipziger Straße. Auch hier können wir feststellen, einige Geschäfte sind gut zu erreichen, beachtlich viele Ladenbesitzer haben ein Schild mit einem Rolli und der Aufforderung. „Bitte klopfen, wir bedienen sie gern“ angebracht.  Die Gehwege vom Ratshof bis einschließlich der Leipziger Straße sind gut begeh- und für Rollstuhlfahrer befahrbar. Gut die Fußgängerzone in der Leipziger Straße, da so manche Auslage auf dem mittleren Fußweg umgangen werden kann – sonst wären auch hier die Straßenmöbel und Auslagen  die reinsten Barrieren!

Vor dem Geschäft Reha Aktiv in Glauchau

Was mir an der Kreissparkasse auffällt, Rollstuhlfahrer können diese nur zu den Öffnungszeiten betreten, das ließe sich aber sicher mit etwas gutem Willen schnellsten ändern.

In der Kreissparkasse Glauchau

An der Hauptpost befindet sich eine Klingel für Rollifahrer – allerdings nur für die, die sich auskennen, eine deutlichere Kennzeichnung würde das kurzfristig positiv verändern!

Unser Fazit: Auch hier vieles Gutes und so manches was der Veränderung bedarf. In einem waren sich alle einig, da zurzeit eine Diskussion zur Öffnung der Fußgängerzone für den Verkehr geführt wird, die Leipziger Straße sollte unbedingt Fußgängerzone bleiben!

Mein Dank gilt den Organisatoren und allen Beteiligten, die sich mit mir ein Bild von der Barrierefreiheit der Glauchauer Innenstadt gemacht haben. Und vielleicht klappt es demnächst auch mit einer sich selbst öffnenden Eingangstür am Glauchauer Ratshof.

Für ein Sachsen für alle – der Landesentwicklungsplan 2012

23. Mai 2012  |  Abgelegt in Allgemein

Am Montag (21.05.) begrüßte ich Genossinnen und Genossen des Landkreises Zwickau zu einer Diskussionsveranstaltung in Glauchau. Thema war der Landesentwicklungsplan, der festlegt, nach welchen Schwerpunkten der Freistaat Sachsen sich in den kommenden 10 Jahren weiterentwickeln soll. Nachdem die Staatsregierung bereits einen ersten Entwurf vorgelegt hat, erläuterte mein Landtagskollege Enrico Stange den aktuellen Stand der Diskussionen.

Ähnlich wie viele KommunalpolitikerInnen äußerte er harsche Kritik an der fehlenden Verbindlichkeit der Planziele. Was nützt die Festlegung auf eine bessere Bildungslandschaft, wenn die notwendigen Finanzmittel nicht mit eingeplant werden? Welche Konsequenzen ergeben sich, wenn die Ausstattung der Kleinstädte im ländlichen Raum weiter abgespeckt werden? (Beispielsweise ist nicht mehr überall eine durchgängig besetzte Polizeistation vorgesehen.)  Welche Berücksichtigung finden  die Vorgaben, die sich aus der UN-Behindertenrechtskonvention ergeben? Bei der Planung und Gestaltung des öffentlichen Raums (angefangen bei Straßen, über ÖPNV, Rathäuser und Schulen bis hin zu Internetseiten) müssen die Kriterien der umfassenden Barrierefreiheit ohne Wenn und Aber gelten. „Universelles Design“ – also die Planung und Gestaltung ohne Barrieren – kommt allen Menschen zu Gute: nicht nur Rollifahrern, Blinden und Menschen mit Beeinträchtigungen; auch Eltern mit Kinderwagen, Ski-Fahrern mit Beinbruch, MusikerInnen nach einem Hörsturz, MigrantInnen oder TouristInnen mit eingeschränkten Deutsch-Kenntnissen und und und…

DIE LINKE macht Politik für alle Menschen. Deshalb werden wir – gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern – weiter über die Fortentwicklung unseres Freistaates diskutieren. Eine Arbeitsgruppe unserer Fraktion arbeitet gegenwärtig an einem alternativen Vorschlag für den Landesentwicklungsplan. Die Diskussion wird dann im Spätsommer in die zweite Runde gehen. Dabei freuen wir uns schon jetzt über Ihre Meinungen und Beiträge – per E-Mail an enrico.stange@slt.sachsen.de oder persönlich auf der nächsten Diskussionsveranstaltung am 23. Juni 2012 ab 9.30 Uhr im Haus der Gewerkschaften in Dresden.

2. Chemlympics im Sportforum

14. Mai 2012  |  Abgelegt in Allgemein

Am 5. Mai, dem Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen, wurde in der Leichtathletikhalle des Chemnitzer Sportforums gekämpft: um Bestzeiten in Rolli-Sprint und Rolli-Parcour, um Treffgenauigkeit beim Bogenschießen und um Weiten beim Medizinballstoßen und im Weitsprung.

Die Chemlympics, das Sportfest für Menschen mit körperlichen und/oder geistigen Behinderungen fand 2011 zum ersten Mal statt. Und auch in diesem Jahr nahmen wieder sehr viele SpoVrtlerinnen und Sportler daran teil.

Den Höhepunkt erreichte das Fest gegen 13 Uhr, als die Staffelläufe stattfanden. Lautstark wurden die Läufer angefeuert, es wurde geklatscht und gerufen – man merkte: man ist in einem Stadion!

Geschenkt wurde sich nichts bei diesen Wettkämpfen und manch einer wuchs förmlich über sich hinaus, sodass am Ende viele nicht nur eine Teilnehmerurkunde erhielten, sondern auch die eine oder andere Medaille mit nach Hause nehmen konnten. Auch wechselte der Wanderpokal der Oberbürgermeisterin für den Staffellauf das erste Mal den Besitzer.

Ich denke, auch die 2. Chemlympics waren für alle wieder ein tolles Erlebnis. Mir hat es jedenfalls großen Spaß gemacht, als Zuschauer dabei zu sein und diese großartige Atmosphäre zu erleben.

1. Mai in Zwickau: Gute Arbeit für Europa. Gerechter Lohn – soziale Sicherheit!

1. Mai 2012  |  Abgelegt in Allgemein

Bundesweit demonstrierten am 1. Mai 2012 unter diesem Motto zu zentralen Kundgebungen tausende GewerkschaftlerInnen und BürgerInnen für mehr soziale Gerechtigkeit. So präsentierten sich auch auf dem Zwickauer Hauptmarkt Parteien, Gewerkschaften und Vereine den Bürgerinnen und Bürgern mit ihren Diskussionsangeboten.

Horst Wehner am 1. Mai in Zwickau

Horst Wehner am 1. Mai in Zwickau


Alle Redner, unter ihnen der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel, betonten, dass dringend ein europäisches Investitionsprogramm gegen die Finanzkrise aufgelegt werden muss. Um der Krise entgegen zu wirken sind vor allem Investitionen in die Infrastruktur, Zukunftstechnologien und Bildung erforderlich. Es kann nicht angehen, dass in einem hoch entwickelten Land wie Deutschland das Bildungssystem nach wie vor die soziale Spaltung vertieft. Ein Ausdruck dafür ist, dass immernoch 1,5 Mio. junge Menschen zwischen 20 und 29 Jahren keine abgeschlossene Ausbildung haben. Wir brauchen ein Bildungssystem, das allen Kindern eine bestmögliche Ausbildung ermöglicht, statt sie auszugrenzen.
In Deutschland nehmen Leiharbeit, Minijobs und befristete Beschäftigungsverhältnisse stetig zu.
DIE LINKE fordert daher seit Jahren die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohn von 10 Euro pro Stunde.
Horst Wehner und Sigmar Gabriel am 1. Mai in Zwickau

Horst Wehner und Sigmar Gabriel am 1. Mai in Zwickau


Gleicher Lohn für gleiche Arbeit in allen Beschäftigungsverhältnissen!
Das gilt besonders für Frauen. Nach wie vor gibt es hierzulande ungerechtfertigte Differenzen in der Entlohnung zwischen Männern und Frauen. Frauen verdienen im Durchschnitt 23% weniger. Diese Diskriminierung ist weder zeitgemäß noch gerechtfertigt und ist sofort zu beseitigen.
Eine große Herausforderung stellt im Zusammenhang mit der massiven Ausbreitung des Niedriglohnsektors, von dem vor allem wiederum Frauen am meisten betroffen sind, die Bekämpfung von Altersarmut dar.
Wer sein Leben lang gearbeitet hat muss im Alter von seiner Rente würdig leben können.
Rente mit 67, Niedriglöhne, prekäre Beschäftigungsverhältnisse sind falsche Zeichen in die falsche Richtung.
Ein deutliches Signal setzten alle RednerInnen in Zwickau gegen Rechts. Der 1. Mai ist kein Ort für alte und neue Nazis; nicht in Zwickau, nicht in Sachsen, nirgendwo in Deutschland!
Der 1. Mai bleibt ein Kampftag für menschenwürdige Arbeit, soziale Gerechtigkeit, Frieden und Solidarität!
1. Mai in Zwickau auf dem Hauptmarkt

1. Mai in Zwickau auf dem Hauptmarkt