Horst Wehner

Archiv für Juni 2012

Die Besseren sind weiter..

28. Juni 2012  |  Abgelegt in Allgemein

…so ist das eben! Sie haben ihre Chancen genutzt. Und es ist völlig egal bei welcher Mannschaft die Spielanteile größer waren… Das Ergebnis ist wie es ist. Natürlich hätte ich mir mehr Einfallsreichtum und mehr Engagement und Spritzigkeit usw. usf. gewünscht – da merkt man mal, dass ich keine Ahnung habe -, aber die brauche ich auch nicht zu haben, weil das Ergebnis steht. Ich bin nicht sauer. Die Besseren sind weiter. Es wird ein spannendes Finale…

Fakten auf den Tisch…!!!

21. Juni 2012  |  Abgelegt in Allgemein

Am 18. Juni 2012 trafen sich in Schwerin  Vize-Präsidenten aus dem Bundestag und Landtagen, die Mitglieder der Linken sind. Themen waren die Lage der Partei. Hauptthema aber war der Kampf gegen Rechtsextremismus. Vertreter aus Zentren für Demokratie in Mecklenburg Vorpommern berichteten über ihre Arbeit. Ich danke Herrn Landtags-Direktor , Herrn Armin Tebben, nicht nur für die Gastfreundschaft, sondern auch für seinen Bericht über die Abläufe im Parlament..

Von besonderem Interesse waren die Themen  des NSU-Untersuchungsausschusses im Bundestag.  Ich stimme mit Regine Lück, LINKE Landtagsvizepräidentin von Mecklenburg-Vorpommern sehr überein:  „Die Fakten gehören auf den Tisch! Sonst sind eine umfassende Aufarbeitung der rechtsextremen Verbrechensserie und notwendige Schlussfolgerungen nicht möglich.“ (siehe auch Pressemeldung Regine Lück)

Regine Lück am Ende des Treffens: „In den Parlamenten auf allen Ebenen ist wichtig, dass Demokratinnen und Demokraten geschlossen gegen rechtsextremes Gedankengut auftreten, ohne dabei eigene politische Ansätze und Alternativen zu vernachlässigen. Der ‚Schweriner Weg‘ kann dabei Vorbild sein, darf aber nicht auf den parlamentarischen Raum beschränkt bleiben.“

Ja – das sehe ich nicht anders. Wie wichtig das ist, zeigen die jüngsten Vorfälle im Sächsischen Landtag.

(Bildquelle: http://www.petrapau.de/gfx/bilder/120618_g-vize-treff.jpg; abgerufen 20.06.2012)

Blick nach vorn!

16. Juni 2012  |  Abgelegt in Allgemein

Am 15.06.2012 fand in Glauchau eine Gesamtmitgliederversammlung des Kreisverbandes DIE LINKE. Zwickau statt.

Mittelpunkt der Diskussion waren die Ergebnisse des Göttinger Parteitages, auf dem ich Delegierter war.

Der Kreisvorsitzende Andreas Salzwedel bei seinen Ausführungen

Nachdem in den vergangenen Monaten die Debatte um die Frage, wer unserer Partei in Zukunft führen soll, keine gutes Bild in der Außenwirksamkeit unserer Partei hinterlassen hat, gilt es nun mit unseren beiden Parteivorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger wieder verstärkt wieder Inhalte in den Mittelpunkt unserer Arbeit zu stellen.

Unsere Probleme sind riesig, aber es sind unsere: Und sie sind nicht unlösbar.

In der Diskussion zur Gesamtmitgliederversammlung wurde deutlich, dass unsere Genossinnen und Genossen bereit sind, die Partei wieder zu alter Stärke und Anerkennung in der Öffentlichkeit zu führen.

Hören wir auf, uns selbst zu misstrauen und zu bemitleiden und richten wir nun endlich den Blick mit Zuversicht und Geschlossenheit in die Zukunft! Die Bürgerinnen und Bürger brauchen eine starke Linke, damit dieses Land wieder solidarisch und sozial wird! Was denn sonst?!

Kreisvorsitzender Andreas Salzwedel mit Sabine Zimmermann

Herzlichen Glückwunsch Sabine Zimmermann (MdB) zu ihrer Wahl in den neuen Bundesvorstand. Sie hat selbstverständlich unsere Unterstützung.

Glauchau spielt zusammen!

15. Juni 2012  |  Abgelegt in Allgemein

Am 2. Juni 2012 fand in Glauchau der 12. Spieletag der Stadtwerke Glauchau Dienstleistungsgesellschaft mbH statt. Bei herrlichem Wetter fanden sich tausende Kinder und Jugendliche mit ihren Eltern oder Großeltern an der Sachsenlandhalle ein, um an den 66 Ständen der anwesenden Vereine und Gruppen ausgelassen zu spielen und ihr Können auf die unterschiedlichste Weise anzuwenden.

Ein Blick auf die Stände

Auf der Bühne wurde Groß und Klein ein abwechslungsreiches Programm unter der bewährten Moderation von Rainer Clement, dem Leiter des Freizeitparadieses Glauchau, geboten.

Auch der Ortsververband DIE LINKE Glauchau war mit einem eigenen Stand anwesend. Lange Reihen von Kinder und Jugendlichen warteten vor dem Pferdeparcours um ein paar Runden auf dem Rücken der Pferde drehen zu können.

Um die Wartezeiten nicht zu lang werden zu lassen, konnte zwischenzeitlich das Wissen über und um die Pferde mit einem Quiz überprüft  werden oder sich beim Büchsen- und Ringewerfen betätigen. Natürlich gab es auch für alle kleine Preise zu gewinnen.

Mein Dank gilt dem Ortsverband Glauchau, besonders der Genossin Ursula Stein, der mit viel Liebe und Engagement diesen Stand vorbereitet und betreut hat.

Und natürlich möchte ich mich ganz herzlich bei dem Veranstalter, den Stadtwerke Glauchau und allen aktiven Mitwirkenden bedanken, die  2012 wieder den Spieletag ermöglicht haben. Bester Ausdruck und Lohn für die Mühe waren die begeisterten Kinder und Jugendlichen an diesem Tag, dafür lohnt es sich auch 2013 wieder zu engagieren, wir werden auf jeden Fall dabei sein!

Wie barrierefrei ist Lugau?

6. Juni 2012  |  Abgelegt in Allgemein

Das wollte am 29. Mai 2012 der Bürgermeister der Stadt Lugau, Thomas Weikert (DIE LINKE.) vor Ort erkunden. Gemeinsam mit Vertretern der Stadtverwaltung, des Behindertenverbandes, des Behindertenbetreuungsdienstes und Stadträten, unter ihnen mein Fraktionskollege im Sächsischen Landtag, Klaus Tischendorf, nahmen wir als erstes das im Jahre 2004 komplett sanierte Rathaus in Augenschein. 
Der Erdgeschossbereich ist gut frei erreichbar, ein neues Behinderten-WC ist vorhanden. Die weiteren Etagen bleiben allerdings unerreichbar. Unglaublich aber wahr, der am Seiteneingang angebrachte Lift ist seit kurz nach der Übergabe nicht betriebsbereit. Nun wird geprüft, inwieweit der Bürokratie ein Schnippchen geschlagen werden kann.

Begrüßung durch Oberbürgermeister Thomas Weikert (2.v.r.)

Unser Rundgang beginnt an der Chemnitzer Straße, das eigentliche Stadtzentrum, aber als Durchgangsstraße leider von Verkehr stark frequentiert.
Um ein Gefühl dafür zu bekommen, welche Barrieren ein Rollstuhlfahrer zu überwinden hat, haben sich der Bürgermeister Thomas Weikert und mein Fraktionskollege, Klaus Tischendorf, selbst in einem Rollstuhl begeben.
Mein Fazit der ersten Strecke: Gut befahrbare Fußwege, viele Ampelübergänge, wenn auch bei einigen die Grün-Phasen deutlich verlängert werden sollten.

Ampelübergänge sind mitunter ein Problem

Einige der Geschäfte sind für Rollstuhlfahrer erreichbar, bei anderen wo dies nicht der Fall ist, kamen die Geschäftsinhaber auch heraus.
Klasse ist bzw. wird das Kulturzentrum „Facius Villa“ nach der endgültigen Fertigstellung der Außenanlagen. Alle Einrichtungen (Stadtbibliothek, Museum) sind auf jeder Etage zu erreichen. Und nicht nur deshalb sehenswert!
Unser vorletzter Programpunkt führte uns zum Behindertenverband des Erzgebirgskreises. Die Einrichtung beherbergt neben der Geschäftsstelle eine ambulante Pflege, eine Ergotherapie und Möglichkeiten für die Aktivitäten der 7 Ortsgruppen. Daneben betreibt der Verband noch zwei Kindertagesstätten und eine Eirichtung mit 11 behindertengerechten Wohnungen.

vor der Villa "Facius"

Während unseres Abschlussgespräches in den „Kammgarnstuben“ stellte Harald Heinz vom Lugauer Betreuungsdienst dessen Arbeit vor. Ca. 1.300 Rollstuhlfahrer leben im Landkreis Erzgebirgskreis. Er schätzt ein, dass über den Betreuungsverein betriebenen Fahrdienst täglich 500 Personen, vor allem Kinder und Jugendliche transportiert werden. Eines seiner Probleme sind die stetig steigenden Kraftstoffpreise, die nicht mehr ausgeglichen werden können. Zumal durch Preisbindungen von mindestens 2 Jahren, keine aktuellen Angleichungen möglich sind.
Das Fazit unserer zwei vorübergehenden Rollstuhlfahrer: Es sind im wahrsten Sinne des Wortes vollkommen neue Blickwinkel. Barrieren, sind sie auch noch so klein, werden aus der Perspektive eines Rollstuhlfahrers völlig anders wahrgenommen. Und ein Vorteil so waren sich beide einig, sie wussten, dass sie den Rollstuhl jederzeit wieder verlassen können.

"eine völlig neue Perspektive" eröffnete sich Bürgermeister Thomas Weikert und meinem Kollegen Klaus Tischendorf

Mein Fazit:
1. Ich bin auf sehr aufgeschlossene und engagierte Menschen getroffen. Vor allem den Behindertenverein und dem Lugauer Betreuungsdienst danke ich für ihre bisher geleistete Arbeit, die nicht hoch genug geschätzt werden kann.
2. Lugau kann sich durchaus sehen lassen, vieles wurde in Sachen Barrierefreiheit getan sowohl von seitens der Stadtverwaltung als auch von privaten Geschäftsleuten.
3. Es sind oft die Kleinigkeiten, die eher aus Unachtsamkeit entstehen und deren Beseitigung nicht immer mit einem hohen Kostenaufwand verbunden ist.
Eine Klingel an der Stadtverwaltung, die für Rollstuhlfahrer schwer erreichbar, weil ein Türstopper ihn behindert. Die Klingel an der Städtischen Wohnungsgesellschaft, die erst über Treppen erreichbar ist. Ein Handtuchhalter im Behinderten-WC der zu hoch angebracht wurde. Kleinigkeiten die von der Stadtverwaltung, so der Bürgermeister Thomas Weikert, umgehend abgestellt werden.
Auch will die Stadtverwaltung künftig bei öffentlichen Bauvorhaben im vorab die Behindertenverbände einbeziehen und privaten Investoren sollen stärker in Sachen Barrierefreiheit beraten werden.
Mein Dank gilt dem Bürgermeister Thomas Weikert, den Vertretern der Stadtverwaltung, den Vertretern des Stadtrates sowie den Verbänden für ihre Einladung und ihre Aufgeschlossenheit im Sinne aller Behinderten.