Horst Wehner

Archiv für November 2012

Zu Besuch im Sächsischen Landtag

28. November 2012  |  Abgelegt in Allgemein

Am 26.11.2012 konnte ich im Sächsischen Landtag eine Besuchergruppe mit Teilnehmern aus meinem Wahlkreis Zwickau empfangen.
Nach der Führung durch den Besucherdienst im Neubau des Landtages, bei der die Gäste viel Interessantes und Wissenswertes über die Geschichte und die Architektur des Landtages sowie dessen Aufgaben erfuhren, begrüßte ich die Besuchergruppe zu einem Gespräch im Saal 2 des Neubaus.
Ganz besonders hat mich gefreut, dass der Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. im Sächsischen Landtag und zugleich Landesvorsitzender der Partei Die Linke. in Sachsen, Rico Gebhardt, die Zeit gefunden hat sich mit mir gemeinsam den Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu stellen.
Die Themen reichten von Sächsischen Wahlrecht, der Gebietsreform, dem Öffentlichen Nahverkehr, der Bildungspolitik sowohl inhaltlich als auch personell in Sachsen bis hin zu der Frage unseres Umgangs mit den anderen Parteien in Sachsen, auch hinsichtlich der im Jahr 2014 anstehenden Landtagswahlen und dem Problem wie wir besonders jungen Menschen für Politik begeistern  können.
Am Nachmittag hatten die Teilnehmer die Gelegenheit sich die umfangreichen Sehenswürdigkeiten der Landeshauptstadt Dresden anzusehen.
Ich bedanke mich bei meinen Gästen für ihr großes Interesse an unserer Arbeit im Sächsischen Landtag und für ihre Anregungen. Mir hat die Diskussion viel Spaß gemacht. Danke auch an meine Helferinnen Frau Petra Major und Frau Marina Salzwedel und dem Besucherdienst im Landtag und Sodexo für das gute Essen. Ich werde einen solchen Bildungstag bestimmt wieder durchführen.

Diskriminierung wegen Behinderung

23. November 2012  |  Abgelegt in Allgemein

Zum Beitrag „Diskriminierung wegen Behinderung“, ausgestrahlt vom MDR am 14.11.2012 in der Sendung „Exakt“:

Menschen mit körperlichen, geistigen, seelischen oder/und Sinnesbeeinträchtigungen profitieren nicht vom konjunkturellen Aufschwung. Auch wenn wir in jüngster Vergangenheit immer wieder lesen konnten, dass sich allgemein die Zahl der Arbeitslosen deutlich verringert hat, so ist die Zahl der Arbeit suchenden Menschen mit Behinderungen leider nicht gleichermaßen gesunken. Im Gegenteil! Das erscheint nun nicht mehr verwunderlich, wenn die Agentur für Arbeit und das Integrationsamt selbst Menschen mit Behinderung mit allen möglichen Tricks aus dem Arbeitsverhältnis in die Arbeitslosigkeit verdammen, was der wegen einer Muskelerkrankung auf die Nutzung eines Rollstuhls angewiesenen Herrn Roland Fiebig kürzlich in der Dienststelle Leipzig der Bundesagentur für Arbeit erleben musste (der MDR berichtete am 14.11.2012 in seiner Sendung „Exakt“). Hier wird Diskriminierung statt Inklusion gelebt. Und das von Stellen, die einen gesetzlichen Auftrag zur Umsetzung des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen haben.  Die Verantwortlichen gehören zur Verantwortung gezogen!

Und wieder schreit der Frieder „Oma!“

19. November 2012  |  Abgelegt in Allgemein

Auch in diesem Jahr habe ich mit Freude am Vorlesetag teilgenommen. Diesmal war ich in der Kindertagesstätte „Wirbelwind“  in Werdau und wieder mit  Geschichten aus „Oma und Frieder“ oder „Frieder und Oma“.

Und ich muss sagen: meine kleinen Zuhörerinnen und Zuhörer machen dem Namen ihres Kindergartens alle Ehre! Sie gingen richtig mit bei den Geschichten und erzählten im Anschluss von sich und dem Bagger auf dem Nachbargrundstück und was sie sonst alles so erleben.

Zum Abschluss wurden sogar mehrere Lieder gesungen und ich bekam als Dank ein gebasteltes Schutzengelchen geschenkt.

Bedanken möchte auch ich mich beim Team der Kita „Wirbelwind“. Auf bald … Es hat sehr viel Spaß gemacht.

Kein Anschluss unter Nummer 0172/ …!

17. November 2012  |  Abgelegt in Allgemein

Es gibt ein Hörspiel von Axel Hacke, in dem er beschreibt, wie es ist, eine Telefonnummer zu übernehmen, in seinem Fall die von einem Arzt. Immer noch rufen Menschen bei ihm an, die den Herrn Doktor sprechen wollen …

In der Literatur oder auf der Bühne mag das lustig sein. Im wirklichen Leben ist es das nicht!

Deshalb bitte ich ALLE, die eine Handynummer von mir haben, die mit „0172“ beginnt, Kontakt mit mir aufzunehmen, um meine aktuelle Nummer zu erhalten.*

Herzlichen Dank.

*wie Sie mich erreichen können, finden Sie u. a. hier.

Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte

14. November 2012  |  Abgelegt in Allgemein

„Wie herrlich ist es, daß niemand eine Minute warten muß, um damit zu beginnen, die Welt langsam zu ändern.“ Diese Worte schrieb Anne Frank 1944 als 14-Jährige in ihr Tagebuch.

Zu sehen ist dieses berühmte Dokument noch bis zum 7. Dezember in der Stadtbibliothek Pirna in einer multimedialen Ausstellung. Das Besondere: sie richtet sich vor allem an junge Menschen. Doch nicht nur das:  die zweistündigen Führungen werden von Schülerinnen und Schülern in Annes Alter durchgeführt.

Schülerinnen stellen ihre Mitarbeit an der Ausstellung vor *

Schon die Eröffnung, an der ich in Vertretung des Landtagspräsidenten am 9. November  2012 sehr gern teilgenommen habe, war ein Erlebnis. Auch wegen des Generalkonsuls der USA, Marc Powell, und wegen Thomas Heppener, Direktor des Berliner Anne-Frank-Zentrums. „Ich finde es bemerkenswert, dass hier deutsche Volkslieder gespielt werden“,  so in etwa begann er seine Rede, und er bezog sich damit auf die musikalischen Beiträge von Felix Räuber. „Für gewöhnlich höre ich bei solchen Anlässen immer Klezmer-Musik. Und da frage ich mich dann schon: wo fangen die Schubladen an?“ Schließlich sei Anne ein deutsches Mädchen gewesen, das Greta Garbo und Heinz Rühmann toll fand. Aber sie war eben auch Jüdin, deshalb wurde sie verfolgt.

Eingeladen hatte der Aktion Zivilcourage e.V., der die Ausstellung ein Jahr lang vorbereitet hatte und bereits am Eröffnungsabend viel positive Resonanz erhielt. „Es ist erstaunlich, dass Anne Frank noch immer so populär ist, gerade bei jungen Leuten.“, hörte ich eine Besucherin sagen. Warum das so ist, beantworteten die Schülerinnen und Schüler, die sich am Projekt beteiligen, selbst: „Eigentlich war (ist) Anne wie wir. Oder wir sind wie Anne.“ Vor allem aber versicherten sie: „Wir wollen noch viel mehr wissen über diese Zeit. In der Schule kommt das viel zu kurz!“

Felix Räuber spielt u.a. deutsche Volkslieder *

Ich kann nur sagen: „Weiter so!“ Und wer die Gelegenheit hat, sollte sich die Ausstellung keinesfalls entgehen lassen!

Führungen können über Aktion Zivilcourage gebucht werden. Ansonsten ist der Eintritt zu den Bibliotheksöffnungszeiten kostenlos.

* vielen Dank an Herrn Sebastian Reißig für die freundliche Begleitung und für die Bilder; alle Bildrechte bei Aktion Zivilcourage e. V.