Horst Wehner

Archiv für Dezember 2016

Fröhliche Weihnachten und ein glückliches 2017!

22. Dezember 2016  |  Abgelegt in Allgemein

Liebe Leserin, lieber Leser,

das Jahr 2016 neigt sich dem Ende zu und es ist wieder mal Zeit, Bilanz zu ziehen. Die wird wohl für jeden etwas anders ausfallen, aber irgendwie hat man das Gefühl, dass das Jahr besonders schnell vergangen ist!

Das Jahr 2017 wird auch wieder einige Überraschungen parat haben.

Ich werde weiter für soziale Gerechtigkeit streiten und dafür, dass alle Menschen gleichberechtigt am Leben teilhaben haben können. Ein wichtiger Beitrag wird sein, nach und nach noch vorhandene Barrieren zu beseitigen. Das möchte ich gern mit Dir,  mit Ihnen gemeinsam tun. Darauf freue ich mich schon jetzt.

Nun ist es  Zeit für Besinnung, für Erholung und Entspannung.
Fröhliche Weihnachten Ihnen allen und ein großartiges Jahr 2017! Eine Portion Glück! Die Erfüllung aller Wünsche! Zeit für schöne Dinge! Spaß und Gesundheit! Und Frieden auf unserer Erde!

Ihr Horst Wehner, MdL

Foto: Jörg Brinckheger über pixelio.de

Fröhliche Weihnacht überall – überall?

9. Dezember 2016  |  Abgelegt in Allgemein

Bereits im Frühjahr war die Idee entstanden, die Einladung zum Jahresauftakt im politiKKontor in Kirchberg nicht nur auf den herkömmlichen Wegen öffentlich zu machen sondern am Nikolaustag zusammen mit einer kleinen süßen Aufmerksamkeit unter die Leute zu bringen. Gesagt, geplant und auf den Wochenmärkten in Kirchberg und Wilkau-Haßlau umgesetzt und dabei die Frage, wie wird die Aktion wohl aufgenommen.

Bei der Verteilung

Die Reaktionen waren unterschiedlich. Einige ganz wenige wollten die Aufmerksamkeit nicht annehmen, auch ihnen galt natürlich unser Wunsch für eine besinnliche Adventszeit. Mit einigen entspann sich ein intensives Gespräch zur aktuellen Politik. Doch die Mehrheit war einfach total überrascht und schaute uns ungläubig an. Wie bekamen Sätze wie “das hab ich ja noch nie erlebt” oder “wie komme ich denn dazu” zu hören. Die Überraschung war gelungen und brachte Augen zum Strahlen und ein Lächeln auf die Lippen der Menschen. Doch es gab auch die nachdenklichen Momente. Etwa die Seniorin die sich freute, so doch noch eine Kleinigkeit zum Nikolaus für den Enkel zu haben. Oder die Seniorin, die in wenigen Worten ihre Geschichte schilderte und damit berührt und nachdenklich macht.

Vorder- und Rückansicht unserer kleinen Aufmerksamkeit

Die alte Dame hatte völlig ungläubig auf die Überraschung geschaut und gestammelt: wie komm ich denn dazu? Schließlich nahm sie die kleine Aufmerksamkeit an und es verging ein wenig Zeit – ein oder zwei Minuten vielleicht. Dann kam sie uns nach und hielt uns zurück und bedankte sich noch einmal. Sie erzählte, dass sie schon lange keine Geschenke mehr bekommen habe. Der Mann sei viele Jahre Tod, die Kinder berufsbedingt weit weggezogen. Die Gesundheit sei auch nicht mehr zum Besten und so käme sie kaum noch raus, im Winter noch weniger. Und Besuche der Kinder gäbe es nicht. Sie verdienen zu wenig für die Reise und Hotel, denn ihre Wohnung sei zu klein für Übernachtungsgäste. Nach einer kleinen Pause bedankte sie sich nochmals und meinte: Werden Sie bloß nicht alt. Das Alter macht krank und einsam!
Wie vielen mag es wohl ähnlich gehen wie dieser alten Dame? Wie viele, egal ob jung oder alt, sitzen allein zu Hause in Gedanken bei Angehörigen, die nicht mehr da sind oder weit weg wohnen? Wie viele werden auch in diesem Jahr alleine Weihnachten feiern, weil der Partner nicht mehr lebt, Freunde und Familie weit weg sind oder der Kontakt einfach nicht mehr besteht? Sie alle vermissen nicht teure Geschenke, wie uns die Werbeindustrie mit ihren Angeboten für die neusten Computerspiele oder teure Unterhaltungstechnik suggerieren will. Sie vermissen die Menschen, die ihnen im Herzen wichtig sind. Sie vermissen, dass mal jemand fragt wie es geht oder – auch aus der Ferne – mit kleinen Gesten zeigen, dass man an sie denkt. Ein Foto, vielleicht gerahmt, selbstgebackene Plätzchen oder auch die Lieblingspralinen vermag bei anderen, egal ob räumlich nah oder weit entfernt, ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.
Wir alle kennen den einen oder anderen Menschen in unserer Nachbarschaft, der allein ist – gerade in der Weihnachtszeit. Wie wäre es mit einem freundlichen Gruß zu den Feiertagen, einer kleinen Aufmerksamkeit persönlich überbracht oder auch an der Tür hinterlassen? Eine kleine Aufmerksamkeit, die ein Lächeln zurückbringt und in dieser kalten Zeit ein wenig Wärme verbreitet.
In diesem Sinne wünsche ich uns allen eine besinnliche Adventzeit!

Bundesteilhabegesetz: Schwerbehindertenvertretungen stärken/Inklusion umsetzen!”

2. Dezember 2016  |  Abgelegt in Allgemein

Der DGB-Bezirk Sachsen und ARBEIT UND LEBEN Sachsen e.V. hatten zum 1.12. 2016 zur zweite Konferenz zu diesem Thema nach Dresden eingeladen.

Am gleichen Tag wurde im Deutschen Bundestag das sogenannte und umstrittene Bundesteilhabegesetz beschlossen.

Zu Beginn der Konferenz beeindruckten THE HAPPY DRUMMERS – ein Kooperationsprojekt der Lebenshilfe für geistig Behinderte e.V. und dem Heinrich-Schütz-Konservatorium Dresden – mit heißen Rhythmen.

THE HAPPY DRUMMERS bei ihrem Auftritt

Zentraler Bezug der Konferenz: das Bundesteilhabegesetz (BTHG) und seine Auswirkungen auf die Menschen mit körperlichen, geistigen, seelischen oder/und Sinnesbeeinträchtigungen.

“Nichts über uns-ohne uns” mahnte Dr. Ilja Seifert, Vorsitzender des Allgemeinen Behindertenverbandes Deutschland e.V. Das BTHG sei weit entfernt von den Maßgaben der UN BRK, selbstbestimmte Teilhabe sei ein Menschenrecht, Menschen mit Beeinträchtigungen seien insoweit zur Ausübung des Menschenrechts Nachteilsausgleiche zu gewähren.

Im Gespräch mit Dr. Ilja Seifert

Stefan Albert von ARBEIT UND LEBEN Sachsen e.V. berichtete über ein Modellprojekt in Nordsachsen vor. Ich fand es beeindruckend wie es in Kooperation zwischen der Agentur für Arbeit, dem Jobcenter und dem Unternehmerverband Nordsachsen gelingt langzeitarbeitslose schwerbehinderte Menschen im Alter von 35 bis 60 Jahren in Arbeit zu bringen. Bleibt nur zu hoffen das diese Modellprojekt keine Ausnahme bleibt und viele Nachahmer findet.

Mittlerweile erreichte uns auch die Nachricht dass das BTHG im Bundestag mit den Stimmen von CDU/CSU und SPD beschlossen wurde – unter Enthaltung der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen und gegen die STIMMEN der Fraktion DIE LINKE.

Auch wenn noch am Vorabend Änderungen am Gesetzesentwurf vor allem auf Grund der zahlreichen öffentlichen Proteste von Menschen mit Behinderungen und ihren Organisationen vorgenommen wurden – stimmt die Richtung des BTHG nicht. Diese Einschätzung wurde auch in der folgenden Podiumsdiskussion von (fast) allen Teilnehmern und den anwesenden Schwerbehindertenvertretungen getragen.

In der Podiumsdiskussion von links nach rechts: Alexander Kraus (MdL, CDU), Ursula Dörfelt (Arbeitgeberservice Agentur für Arbeit Dresden), Dr. Ilja Seifert, Horst Wehner (MdL, DIE LINKE), Stefan Pöhler (Beauftragte der Sächsischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen), Volkmar Zschocke (MdL, Bündnis 90/Die Grünen), Johannes Gyarmati (Schwerbehindertenvertreter) und Ulrike Stansch (ARBEIT UN LEBEN Sachsen e.V.)

Menschenrechte unter Haushaltsvorbehalt – die Durchsetzung von Menschenrechten gehört nicht unter Haushaltsvorbehalt! Eine inklusive Gesellschaft geht nicht ohne die Herstellung umfassender Barrierefreiheit. Die Verwirklichung des Rechtes auf selbstbestimmte Teilhabe wird in bestimmbaren Einzelfällen nicht ohne individuelle sogenannte behinderungsbedingte einkommens- und vermögensunabhängige Nachteilsausgleiche verwirklicht werden können.

Die Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag wird die Sächsische Staatsregierung auffordern, wenn am 16.12.2016 das BTHG im Bundesrat verhandelt wird, dem BTHG in der vom Bundestag beschlossenen Fassung nicht zuzustimmen und Nachbesserungen vorzunehmen.

Mein Dank gilt allen Referenten und Podiumsteilnehmern sowie allen anwesenden Schwerbehindertenvertretungen für ihre aktive Teilnahme aber vor allem für ihr unermüdliches Engagement in den Einrichtungen und Unternehmen des Freistaates Sachsen. Sie leisten dort eine hervorragende ehrenamtliche Arbeit.

Mein besonderer Dank gilt den Vertretern des DGB-Bezirk Sachsen und ARBEIT UND LEBEN Sachsen e.v. – Werner Schuh als 1. Stellv. Vorsitzender der DGB-Gesamtschwerbehindertenvertretung, Dr. Heidi Becherer vom DGB-Bezirk Sachsen sowie Ulrike Stansch von ARBEIT UND LEBEN Sachsen e.V.  - ohne die diese Veranstaltung nicht zustande gekommen wäre.