Kategorie: Allgemein

Interkulturelles BBQ – gemeinsam grillen und chillen

Bereits im Vorjahr war es geplant, fiel dann aber wetterbedingt aus: das interkulturelle BBQ  am Grillplatz im Muldeparadies. Nun, was lange wärt, wird gut heißt es im Volksmund. Und so war es letztlich auch. Am 14. September sollte es stattfinden und noch am Morgen sah es so aus, als würde uns der Wettergott wieder einen Strich durch die Rechnung machen. Doch dann zeigte sich der Wettergott gnädig und die Regenwolken verzogen sich.

Pünktlich ab 17 Uhr fanden sich dann Menschen ein, brachten Grillgut  – vom Steak und Würstchen bis hin zu Gemüse und Grillkäse, Kartoffeln und vielen anderen Leckereien –und gute Laune mit. Während sich die einen schon mit der Zubereitung der Speisen beschäftigten, wurde gleich daneben gespielt – Fußball, Volleyball usw. Gemeinsam spielen, essen, chillen, Zeit verbringen, miteinander reden – so können in ungezwungener Atmosphäre Kontakte geknüpft werden. Später brachte noch jemand eine Gitarre mit und es entstand gemütliche Lagerfeueratmosphäre.

Dieses heutige Angebot, unterbreitet von der Gleichstellungs-, Ausländer-, Integrations- und Frauenbeauftragten der Stadt Zwickau, der Integrationsstelle und den Kinder- und Jugendfreizeitzentren der Stadt Zwickau, war ein guter Aufschlag. Ich könnte mir vorstellen und fände das mehr als wünschenswert, wenn sich daraus ein Nachbarschaftsgrillen entwickelt, welches mehrfach in der Grillsaison stattfindet. So könnten sich Kontakte festigen, mehr Verständnis füreinander entstehen und sich auch neue Freundschaften bilden. Grillen verbindet – heute war ein guter Anfang und es liegt in unser aller Hand, hier anzuknüpfen.

25 Jahre Straßenfest EigenArt in Zwickau

25 Jahre lang, also ein Vierteljahrhundert, ist das Straßenfest EigenArt fester Bestandteil des jährlichen Veranstaltungskalenders der StadtZwickau und strahlt weit in den Landkreis hinein. Deutlich wird das beispielsweise beim Blick auf die beteiligten Akteurinnen und Akteure, die nicht nur aus Zwickau sondern auch aus Werdau, Reinsdorf oder Hohndorf kamen und ein hochwertiges und vielfältiges Programm auf die Beine, respektive Bühne stellten.

Bühnenprogramm mit Gebärdendolmetscher (rechts)

Am ersten September konnten sich bei gutem Wetter die Zwickauerinnen und Zwickauer selbst vom Können der Akteure überzeugen. Etwa 1000 Besucher taten dies auch und erfreuten sich an Theateraufführungen, Tanzdarbietungen und Livemusik. Und natürlich konnte man auch selber aktiv werden beim Basteln und Gestalten, in der Matschkiste beim „Edelstein“ schürfen, am Glücksrad oder beim Versuch „in die Luft“ zu gehen. Eine besondere Erfahrung war es für „Fußgänger“, sich mal im Rollstuhl zu versuchen und Hindernisse zu bewältigen. Hierzu war ein kleiner Parcours aufgebaut. Wer es versuchte, merkte schnell, dass das gar nicht so einfach ist.

Für das leibliche Wohl sorgten verschiedene Stände mit Kuchen oder Würstchen. Und wer es lieber vegetarisch/vegan mochte, könnte sich entsprechend am Stand der Volxküche stärken. Für jeden war etwas dabei.

Neben den künstlerischen Darbietungen und den Mitmachmöglichkeiten konnte man auch die Ergebnisse der Beschäftigten zweier Behindertenwerkstätten bestaunen und vor allem käuflich erwerben. Wer also schon frühzeitig nach kleinen Geschenken zum Beispiel für Weihnachten Ausschau halten wollte, war auf dem Straßenfest EigenArt genau richtig. Wunderschöne Kerzen, Holzspielzeug und anderes konnte bestaunt und erworben werden.

Auch zum 25. Mal war das Straßenfest EigenArt eine rundrum gelungene Sache, die alle Beteiligten und Besucher mit vielfältigen Erfahrungen und Eindrücken zurücklies. Mein herzlicher Dank gilt den Veranstaltern, den Betreuern, den Akteuren – kurz allen, die am Gelingen des Festes ihren kleinen und großen Anteil hatten. Vielen Dank und alles Gute bis zum nächsten EigenArt-Straßenfest!

Kommunalpolitik im Ländlichen Raum – Was bewegt?!

Zwei Termine standen am 8. August 2018 mit Luise Neuhaus-Wartenberg, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag und Sprecherin für Tourismus und Mittelstand, auf dem Programm.

Los ging es beim Mittagessen im Hirschgasthof mit einem Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik. Was beschäftigt unsere Kommunalpolitiker vor Ort? Welche Probleme und Herausforderungen gibt es und wo braucht es andere Lösungen seitens des Landes? Im Gespräch stellte sich heraus, dass gerade für kleine Kommunen die Fülle an Fördertöpfen und die damit verbundene Antragsproblematik schnell zur großen Herausforderung wird. So schön es ist, für vielfältige Projekte und Maßnahmen vor Ort Fördermittel vom Land bekommen zu können, so unübersichtlich ist die Fördermittellandschaft und so umständlich und aufwendig die Antragstellung. Diese Bedingungen sind für alle Kommunen gleich. Doch je kleiner eine Kommune, desto größer die Herausforderung, weil die personelle Untersetzung geringer ist und somit viel weniger Kapazität zu Verfügung steht, die entsprechenden Informationen und Vorgaben zu erfüllen. Hier wären Veränderungen wünschenswert, wie uns im folgenden Gespräch der Bürgermeister von Wildenfels, Herr Kögler, bestätigte.

Luise Neuhaus-Wartenberg mit Stadträtin Anni Porstmann

Wildenfels ist mit 3670 Einwohnern die kleinste Stadt des Landkreises, dank seines Schlosses aber weit über Landkreisgrenzen bekannt. Hier finden regelmäßig Ausstellungen und Schauen statt. Derzeit finden umfassende Rekonstruktionsmaßnahmen im Schloss statt. Später wird die Kommunalverwaltung ins Schloss umziehen und somit endlich barrierefrei zugänglich sein. Unser Gespräch mit Bürgermeister Kögler fand im Mehrgenerationenhaus gleich neben dem Schloss statt. Nach aufwendiger Sanierung des 15jahre lehrstehenden Gebäudes fand die Eröffnung erst vor wenigen Monaten am 1. Juni statt. Barrierefrei zugänglich, mit Fahrstuhl ausgestattet bietet das Mehrgenerationenhaus vielfältige Angebote für Jung und alt. Man merkt, wie stolz Bürgermeister und Mitarbeiter auf dieses Haus sind und wie tief die Enttäuschung darüber sitzt, dass zur Eröffnung alle geladenen Vertreter der Politik abgesagt hatten. Man merkt: man hatte mehr Würdigung gerade auch des ehrenamtlichen Engagements, ohne das ein solches Haus mit den vielen Angeboten nicht möglich wäre, erwartet. Zumal gerade solche Eröffnungen, das machte Bürgermeister Kögler deutlich, auch Gelegenheit für Gespräche zwischen Bürgerinnen und Bürgern und den Vertretern der Politik gibt. Vertane Chancen und enttäuschte Ehrenamtliche – können wir uns das in der heutigen Zeit wirklich leisten?!

Wir erfuhren, dass sich in Wildenfels mit seinen fünf Ortschaften ein Jugendbeirat gebildet hat, der – ganz ohne rechtlichen Rahmen und Korsette – eine ganze Menge auf die Beine stellt und mit zwei Vertretern an jeder Stadtratssitzung teilnimmt. Vor der Sitzung berät der Beirat die Themen der Tagesordnung vor und diese hat immer einen Tagesordnungspunkt „Jugendbeirat“, wo dann gezielt Belange der Jugendlichen zur Sprache kommen. So erhielten Stadtrat und Verwaltung auf diese Weise Kenntnis davon, dass der Schulbus nicht immer alle Haltestellen anfährt und Schüler laufen mussten und konnte das schnell klären. Wir finden, die Stadt Wildenfels hat einen guten Weg gefunden, engagierte Jugendliche einzubinden und so für politische, insbesondere kommunalpolitische Entscheidungen zu interessieren. Sie erleben ganz praktisch, dass sie etwas verändern können!

BM Tino Kögler bei der Begrüßung im Mehrgenerationenhaus

Und was braucht es, um ländlichen Raum lebenswert zu machen? Wie schaut es mit der Mobilität aus, war da eine Frage. Viele Jugendliche nutzen den Moped-Führerschein ab 15 um mobil zu sein. Diese Möglichkeit wurde nun um zwei weitere Jahre verlängert, wichtig wäre aber eine dauerhafte Regelung. Denn ohne Moped sind junge Leute kaum in der Lage sich zu organisieren und ihr Leben eigenverantwortlich zu gestalten. Der fehlende ÖPNV trifft die junge Generation ebenso wie die ältere. Wer nun erwartet, dass ein flächendeckender ÖPNV hier als großes Heil gesehen wird, irrt jedoch. Bevorzugt werden individuelle Lösungen, eine Art Ruftaxi/Bürgerbus, der für bestimmte Zeit vorbestellt wird und dann die Leute zum gewünschten Termin bringt und wieder abholt. Man wünscht sich eine Lösung über einen Trägerverein, der dann aber auch eine entsprechende Finanzausstattung braucht. Finanzausstattung ist überhaupt ein großes Thema, nicht nur für die Kommune an sich. Auch Vereine, insbesondere den Trägerverein von Mehrgenerationshäusern, brauchen nicht nru eine auskömmliche Finanzausstattung sondern dabei auch Sicherheiten, die über den aktuellen Bewilligungszeitraum von einem Jahr hinausgehen. Sinnvoll, so hörten wir mehrfach, wären Bewilligungszeiträume für Projekte von drei bis 5 Jahren, weil halt jedes Projekt eine gewisse Anlaufzeit braucht und sich manche Anschaffungen eben nur über einen gewissen Zeitraum wirklich rentieren. Zum Beispiel würde sich so ein VW-Bus nur möglich sein, wenn ein entsprechendes Projekt über mehrere Jahre Sicherheiten in der Finanzierung hat. Tja und dann sind wir wieder bei der Wertschätzung des Ehrenamts. Da gibt es eine Aufwandsentschädigung von Euro für  zu leistende Stunden im Monat. Doch davon können nicht einmal die Fahrtkosten beglichen werden. Eine Anpassung wäre also dringend angezeigt, um Ehrenamt auch zukünftig auch jenen möglich zu machen, die sich die Fahrkosten wegen geringer Einnahmen sonst nicht leisten können.

Es waren spannende Stunden, die wir in Wildenfels mit unseren Kommunalpolitikern, Bürgermeister Kögler, dem Team vom Mehrgenerationenhaus und der Vertreterin des Jugendbeirats verbringen durften. Viele Anregungen und Hinweise haben wir mitgenommen und versprochen, wiederzukommen. Denn dieses vielfältige und ehrenamtliche Engagement kann man nicht hoch genug wertschätzen!

Chorfest auf der Moritzburg

Bereits zum 14. Mal fanden sich am 24. Juni Sächsische Chöre zum Chorsingen in Moritzburg zusammen, organisiert vom Erlebnis Moritzburg e. V. und dem Ostsächsächsischen Chorverband. Doch dieses Mal hatte das traditionelle Chorsingen etwas ganz Besonders. Denn es war gleichzeitig das 1. Chorfest des Sächsischen Chorverbandes. Andreas Hauffe, Vizepräsident des Sächsischen Chorverbandes und Präsident des Ostsächsischen Chorverbandes sagte dazu: „Wir haben in den zurückliegenden Jahres bereits 13 Mal Sängerinnen und Sänger nach Moritzburg eingeladen. Wir freuen uns nunmehr, im 14. Jahr des Chorfestes in Moritzburg dieses zugleich als das 1. Sächsische Chorfest unseres Landesverbandes auszurichten.“

Der Sächsische Chorverband e. V., der über 8.500 Mitglieder, organisiert in über 260 Chören, zählt und in die vier Regionalverbände Leipziger Chorverband, Musikbund Chemnitz, Westsächsischer Chorverband und Ostsächsischer Chorverband gegliedert ist, wird ab jetzt jedes Jahr das Sächsische Chorfest mit organisieren. Dieses soll dann abwechselnd in den Regionalverbänden stattfinden und bietet nun den Chören eine weitere große Bühne sich zu präsentieren. Jedes Chorfest gibt unseren sächsischen Chören die Möglichkeit zu zeigen, wie modernes Chorsingen in Sachsen aussieht, wie heimatverbunden, traditionsreich und facettenreich die Repertoires der Chöre sind.

Am 24. Juni 2018  konnte man nun Männerchöre, Frauenchöre und gemischte Chöre in Moritzburg erleben, die auf Bühnen im Hof des Käthe-Kollwitz-Museums, auf der Festwiese bei Adams Gasthof und auf der großen Hauptbühne am Moritzburger Schloss ihr Können unter Beweis stellten. Höhepunkt des 14. Chorfestes war zweifelsohne das gemeinsame Singen von 14 Chören zusammen mit dem Publikum um 15 Uhr  vor dem Schloss, ehe das gleichzeitig 1. Chorfest des Sächsischen Chorverbandes um 18 Uhr vor dem Moritzburger Schloss mit dem großen Abschlusssingen von sieben Chören sein Ende fand. Es war wieder ein gelungenes Fest mit wunderbaren Darbietungen ganz großartiger Chöre. Und so bleibt mir einmal mehr nur der herzliche Dank an die Organisatoren und KünstlerInnen dieses musikalischen Sonntags und die Vorfreude auf kommende Veranstaltungen des Sächsischen Chorverbandes und seiner Regionalverbände.

 

Querbeet – Lesung mit Franz Sodann

Donnerstag, 21. Juni um 18 Uhr in der ehemaligen Gaststätte der Kleingartenanlage Am Schmelzbach in Wilkau-Haßlau: Stühle stehen in Reih und Glied und nichts deutet auf sonst übliche Versammlungen, Bewirtungen oder Festivitäten hin. An diesem Tag steht Kultur auf dem Plan, gemeinsam organisiert vom Ortsverband DIE LINKE. Zwickauer Oberland und meinem Kirchberger Abgeordnetenbüro.

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Zu Gast ist der Schauspieler und Politiker (kulturpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag) Franz Sodann, Sohn von Peter Sodann. Auf dem Programm standen Texte verschiedener Autoren von Erich Kästner bis Stefan Heym aber auch vieler unbekannter Autoren. Mal lustig, mal ernst, mal gesellschaftskritisch – für jeden Geschmack war etwas dabei und die humorvollen Erzählungen zwischen den Texten rundeten das Programm ab. Viel zu schnell war der Abend mit dem kurzweiligen Programm vergangen und wird allen Gästen noch lange in Erinnerung bleiben.