Kategorie: Allgemein

Wert der Jugendarbeit nicht unterschätzen

„In Zeiten klammer Kassen wird leider allzu oft in der Jugendhilfe Einsparpotential vermutet. Die Kinder- und Jugendarbeit musste in den letzten Jahren gravierende Kürzungen hinnehmen …. Leider fehlt jungen Menschen unter dieser Regierung die Lobby der Ministerien. Ich möchte mir vor Ort ein genaueres Bild davon machen, was landespolitisch für eine flächendeckende gute Jugendarbeit zu unternehmen ist …“, so Janina Pfau, MdL, Sprecherin für Kinder- und Jugendpolitik der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag anlässlich ihres Besuches am 9. Mai 2018 in Glauchau im Rahmen ihrer Jugendclub-Tour 2018 durch den Freistaat Sachsen.

Gemeinsam besuchten wir zwei Einrichtungen der Jugendarbeit – das Freizeitparadies Glauchau mit dem Jugendklub GC sowie das H 2 – Haus für Soziokultur.

Zuerst waren wir im Freizeitparadies zu dem auch noch der Jugendklub Würfel in der Sachsenallee gehört. Träger ist die „Kindervereinigung Glauchau e.V.“ – ein freier Träger der Jugendhilfe.

Rainer Klement, Leiter der Einrichtung stellte uns das Freizeitparadies vor. Seine Angebote sind vielfältig. Es gibt täglich offenen Angebote: die Kreativwerkstatt, das Computerkabinett, die großzügigen Außenanlagen mit Sportmöglichkeiten aber auch die Teilnahme an unterschiedlichsten Kursen stehen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in der Stadt Glauchau und darüber hinaus angeboten.

Im Gespräch (von links nach rechts) Rainer Klement (Leiter der Einrichtung) Horst Wehner, Janina Pfau (beide MdL) und Elke Jakob (Mitarbeiterin bei Janina Pfau)

Wir waren beeindruckt vor allem von den vorhandenen räumlichen Möglichkeiten der Einrichtung und der Vielzahl der unterschiedlichen Angebote. Besonders beeindruckend war in welcher Selbstverständlichkeit jüngere und ältere Besucher gemeinsam die Angebote nutzen.

In der Diskussion wurden vor allem solche Probleme wie zu viel Bürokratie, zu geringe Bezahlung von Fachkräften der Kinder- und Jugendarbeit gegenüber des öffentlichen Dienstes, fehlende Fachkräfte, nicht ausreichende finanzielle Mittel aber auch die erhöhten Anforderungen an die Arbeit – vor allem da immer mehr Kinder und Jugendliche die Einrichtung besuchen die viele komplexe Probleme aufweisen. Außerdem müssen sich die Mitarbeiter auch auf ein verändertes Freizeitverhalten einstellen.

Der zweite Besuch führte uns in das H 2 – Haus für Soziokultur mit dem Café Taktlos. Träger dieser Jugendeinrichtung ist das Diakoniewerk Westsachsen e.V.

Auch hier stellte uns die Leiterin der Einrichtung Sabine Feustel das Haus und seine Angebote vor.

Das Haus fungiert als flexible Jugendhilfestation und vereint verschiedene Angebote der Jugendhilfe wie Erziehungsbeistand, sozialpädagogische Beratung und Begleitung und das Projekt SoFJA als ein Kombinationsangebot aus aufsuchender Familientherapie und ambulanter Jugendhilfe sowie flexible Hilfen für junge geflüchtete Menschen.

Auch hier wurde im Gespräch schnell deutlich dass vor allem eine ausreichende Finanzierung der Kinder- und Jugendarbeit gewünscht wird. Allein die Erhöhung der Jugendpauschale auf das alte Niveau wäre ein Schritt in die richtige Richtung.

Im Anschluss kamen wir mit den Jugendlichen des Café Taktlos – ein von jungen Menschen mitverwalteter, sozialpädagogisch begleiteter, offener Jugendtreff – ins Gespräch. Das Café Taktlos bietet den Jugendlichen einen Café Betrieb mit Getränken und warmen Speisen, Konzertveranstaltungen mit unterschiedlichen Bands, Kulturveranstaltungen mit verschiedenen gesellschaftspolitischen Themen oder einfach nur als Treff um sich zu unterhalten oder gemeinsam  1 x die Woche vegan und vegetarisch zu kochen. Vor allem das Ringen um finanzielle Mittel für die Instandsetzung des Klubs bzw. die Erweiterung der Einrichtung für noch breite Angebote beschäftigen die Jugendlichen. Aber auch die Akzeptanz für öffentliche Veranstaltungen im Freien bei der Bevölkerung ist noch ausbaufähig.

Ich bedanke mich bei den beiden Leitern der Einrichtungen Rainer Klement und Sabine Feustel, dass wir so offen aufgenommen wurden und für ihr Engagement und für ihre bisher geleistete Arbeit. Danke auch den  Jugendlichen des Cafés Taktlos für ihre offene und kritische Diskussion.  Ich wünsche  beiden Kinder- und Jugendeinrichtungen viel Kraft und Erfolg für ihre wichtige Arbeit für und mit den jungen Menschen vor Ort. Meiner Kollegin Janina Pfau danke ich für ihren Besuch in Glauchau. Ihrer Tour wünsche ich großartigen Erfolg

 

 

 

 

Kirchberg – unterwegs im ländlichen Raum

Kirchberg, eine erzgebirgische Kleinstadt mit etwa 8500 Einwohnern, ist typisch für den ländlichen Raum: abends und am Wochenende fährt kaum noch ein Bus in die nächstgrößere Stadt, größere Industriebetriebe gibt es nicht oder nur als Niederlassung und dann geht die Gewerbesteuer wo anders hin, junge Leute ziehen weg und günstiger Wohnraum ist weniger das Problem als barrierefreier, altersgerechter Wohnraum. Der Wochenmarkt ist nicht nur Umschlagplatz für verschiedene Waren von Fisch, Obst und Gemüse, Fleisch und Backwaren bis hin zu Textilien und Taschen sondern auch sozialer Treffpunkt. Hier trifft man alte Bekannte, erfährt wer krank ist, gerade gestorben, wohin die Kinder pendeln und wer gerade Enkel bekommen hat. Hier kennt man sich, hier sehen die Leute, wo die Probleme liegen und was immer schlechter wird – die Busverbindung zum Beispiel. Und im ländlichen Raum kommen selten Politiker der Landes- und Bundesebene vorbei um mal direkt nachzufragen, wo der Schuh drückt. Wir sind da anders. Jedes Jahr ist DIE LINKE. Zwickauer Oberland zusammen mit dem regionalen Abgeordnetenbüro in Kirchberg im Frühjahr und Herbst vor Ort, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Am 15. Mai erhielten wir dabei Unterstützung von Luise Neuhaus-Wartenberg, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag und Sprecherin für Handwerk, Mittelstand und Tourismus. Mit ihrem Infomobil und Pavillon waren wir auch für die vielen Vorbeifahrenden gut sichtbar – sichtbar und vor Ort gerade auch zwischen den Wahlen. Die Themenpalette unserer Gesprächspartner auf dem Wochenmarkt war so vielfältig wie die Menschen selbst. Es ging um den Bus, der am Wochenende nur zweimal am Tag fährt und abends sowieso nicht; die ärztliche Versorgung vor Ort und die Frage, wie lange man noch in der eigenen Wohnung bleiben kann, wenn mit zunehmendem Alter die Gesundheit nicht mehr mitspielt; der Markthändler, der den Eindruck hat, dass die Ordnungsamtsmitarbeiter bei der Bemessung der Standgrößen mit unterschiedlichem Maß messen und ausländische Betreiber bevorzugen und vieles mehr.

Nächster TOP war der Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik im politiKKontor mit Mittagessen. Dabei drehte sich alles immer wieder um eine auskömmliche finanzielle Ausstattung der Kommunen.

Wie wichtig eine gute Finanzausstattung der Kommunen ist, bestätigte schließlich auch Bürgermeisterin Dorothee Obst, die zum Gespräch ins politiKKontor kam. Um die Wirtschaftsförderung kümmert sie sich selbst, weil es dafür keine Personalstelle und auch kein Budget für eine solche gibt. Aber das habe auch Vorteile, weil sie zuerst schauen könne, was sie umsetzen wolle und danach, wie das machbar ist. Verwaltungsmenschen schauen immer erst danach, was geht. So bleibt auch die strategische Ausrichtung, was die Stadt im Großen und Kleinen voranbringt, Chefsache. Fachpersonal, so ließ uns die Bürgermeisterin wissen, sei ein Problem. Für den frisch sanierten Jugendclub gibt es aktuell keinen Mitarbeiter, auf verschiedene Ausschreibungen habe es keine Bewerber gegeben. Man würde die Stelle auch als Stadt finanzieren, jedoch fehlt das Geld. Als Mitarbeiter der Stadt würde man vielleicht eher jemanden finden, als wenn ein Träger die Stelle mit den jährlichen Befristungen ausschreibt. Und wieder geht es ums Geld, um die Höhe der Jugendpauschale, die Spielraum auch für solche Stellen gäbe, um die Vorteile eines Regionalbudgets, über das die BM frei verfügen können. Dann die Ausgaben mittels Belege entsprechend nachzuweisen, sei doch überhaupt kein Problem, so die BM. Aber man könne die Ausgaben wirklich da tätigen wo nötig, und müsste nicht „Fördertopfhopping“ betreiben und zuerst schauen, für was gibt es Geld. Tourismus, so erfuhren wir, liegt der Bürgermeisterin des kleinen Erzgebirgsstädtchens sehr am Herzen. So erfährt das alte Meisterhaus gerade eine Aufwertung, in dem dort verschiedene Museen (Textilmuseum, Modeleisenbahnmuseum) sowie die Stadtbibliothek einziehen. So erhält gleichzeitig die Schule, die bisher die Bibliothek beherbergte, freie Räume, um den Mehrbedarf für Schüler zu decken und die Museen haben tourismusfreundlichere Öffnungszeiten.

Gesprächsrunde im politiKKontor v. l. n. r.: Sabine Scheidhauer (Stadträtin), Bürgermeisterin Dorothee Obst, Frank Schmidt (Stadt- und Kreisrat) Simone Hock, Luise Neuhaus-Wartenberg (MdL)

Es war ein spannender Tag mit vielen Eindrücken. Wir haben erfahren, wie wichtig die kommunale Selbstverwaltung sowie eine gute, auskömmliche Finanzausstattung für die Kommunen sind. Und wir haben erlebt, wie eine engagierte, kreative und selbstbewusste Bürgermeisterin so manches erreichen kann. Denn das Prädikat „familienfreundliche Stadt“ bekommt man nicht mal ebenso geschenkt.

Millionärssteuer – Lösung oder Schnapsidee?

Dr. Axel Troost (DIE LINKE) und Dr. Jürgen Martens (FDP) im Streitgespräch

Ein Streitgespräch sollte es am 2. Mai 2018 zwischen Dr. Jürgen Martens (FDP) und Dr. Axel Troost (DIE LINKE) zum Thema Millionärssteuer werden. Und geschenkt haben sie sich wirklich nichts. Wer nun glaubt, es wäre so unübersichtlich zugegangen wie in so mancher Talkshow, wo keiner den anderen ausreden lässt und der Ton zunehmend lauter und rauer wird, der irrt. Es geht auch anders, hart in der Sache aber dennoch mit gegenseitigem Respekt.

v. l. n. r.: Dr. Axel Troost (DIE LINKE), Joseph Wenzel, Dr. Jürgen Martens (FDP)

Und so erlebten wir eine spannende Diskussion, welche die grundsätzlich verschiedenen Ansätze beider Politiker darlegte, an einigen Punkten Übereinstimmungen offenbarte und zeigte, dass die deutsche Steuerpolitik ein weites und spannendes Thema ist. Die Diskussion, die hier nachgesehen werden kann, gerade auch mit dem Publikum zeigte, dass die deutsche Steuerpolitik in ihrer Kompliziertheit viel Stoff für weitere Veranstaltungen dieses Formats bietet. Wir werden im Kontakt bleiben und das Format bei Gelegenheit wiederholen.

Selbstbestimmte Teilhabe auch beim Kirchbesuch

Barrierefreiheit ist die Voraussetzung für selbstbestimmte Teilhabe aller Menschen am täglichen Leben in allen Bereichen. Dabei geht es bei den Fragen der Barrierefreiheit meist um Haltestellen und Fahrzeuge des öffentlichen Nahverkehrs, um Zugänge zu öffentlichen Gebäuden und Kultur- und Sportstätten und selbstverständlich um barrierefreien Wohnraum und Wohnhäuser. Und in all diesen Bereichen ist noch immer eine ganze Menge zu tun. Allein die barrierefreien Haltestellen sind gerade im ländlichen Raum eine riesige Herausforderung. Dennoch gibt es einen Bereich, der in der öffentlichen Debatte um Barrierefreiheit und selbstbestimmte Teilhabe für Menschen mit Beeinträchtigung kaum oder gar nicht vorkommt: Ausübung des Glaubens. Nun mag manch einer sagen, Glaube ist Privatsache, warum soll man da auf Barrierefreiheit achten und außerdem betrifft das nur wenige. Doch auch ins Theater oder ein Stadion geht nicht jeder, dennoch wird Barrierefreiheit hergestellt, damit auch Menschen mit Beeinträchtigungen selbstbestimmt entscheiden können, ob sie ins Theater/Stadion gehen wollen oder nicht. Gleiches sollte aus meiner Sicht für den Besuch von Gottesdiensten in der Kirche gelten. Zumal viele Gemeinden auch Konzerte und andere Veranstaltungen in ihren Kirchen anbieten, welche nicht nur für Gläubige sondern für alle Interessierten offen sind. Doch schaut man sich um, so scheitern Menschen mit einer Gehbehinderung gerade bei alten Kirchen oft schon an den Stufen zum Eingang. Der Dom in Zwickau etwa – Veranstaltungsort zahlreicher Konzerte auch des Theaters Plauen Zwickau –  hat im Eingangsbereich einige Stufen und um hinein zu gelangen, muss man sich etwa als Rollstuhlfahrer anmelden, damit eine mobile Rampe angelegt wird. Ohne Begleitperson geht da also nix, selbstbestimmt ist Fehlanzeige. Anders schaut das bei jüngeren Kirchbauten aus, wie etwa St. Franziskus in Zwickau-Planitz oder auch der Heiligen Familie in Zwickau Marienthal. Beide verfügen über einen ebenerdigen Eingangsbereich und auch im Inneren gibt es keine Hindernisse.

Eingangsbereich der Kirche Heilige Familie

Ein besonderes Beispiel für Teilhabe lässt sich in der Heiligen Familie erleben, die viermal im Jahr Treffpunkt für Hörgeschädigte aus Zwickau und Umgebung ist. Einmal im Jahr feiern die Hörgeschädigten im Anschluss an ihr Treffen gemeinsam mit der Gemeinde die Heilige Messe am Samstag um 17 Uhr, bei der dann ganz selbstverständlich eine Gebärdendolmetscherin den Gottesdienst begleitet. Ein tolles Angebot wie ich finde, welches sicher bei entsprechendem Bedarf ausgebaut werden kann.

Was den Zugang zur Kirche im Allgemeinen betrifft, möchte ich an der Stelle auch noch mal auf den Fördertopf „Lieblingsplätze“ verweisen, über den das Land Sachsen Baumaßnahmen zur Herstellung von Barrierefreiheit mit bis zu 25.000 Euro fördert. Hier können auch Kirchgemeinden einen entsprechenden Antrag stellen. Einige haben das auch schon getan, damit auch Menschen mit Beeinträchtigungen die Möglichkeit haben selbstbestimmt an Gottesdiensten und Veranstaltungen teilzunehmen oder einfach als Besucher sich die beeindruckenden Kirchbauten anschauen zu können. Doch was nützt es, wenn Kirchen barrierefreie Zugänge haben, wenn dies nicht deutlich sichtbar auf der jeweiligen Homepage vermerkt ist. So haben etwa die Lutherkirche in der Bahnhofsvorstadt und die Pauluskirche in Zwickau-Marienthal barrierefreie Zugänge für Menschen mit Gehbehinderung geschaffen, auf der Homepage findet man hierzu jedoch nichts. Anders bei der Heiligen Familie, wo ein eigens hierfür gefertigtes Piktogramm auf die Barrierefreiheit für Gehbehinderte hinweist. Das dürfte insbesondere für jene von Interesse sein, die am 4. Mai 2018 in der Nacht der offenen Kirche die Gelegenheit nutzen möchten, die Kirchen der Stadt zu besuchen. In zahlreichen Angeboten stellen sich die Gemeinden vor, gibt es Gelegenheit zum Gebet, Musik zu hören oder mehr über jene zu Erfahren, die die Kirche gestaltet haben – beispielsweise die Greizer Künstlerin Elly-Viola Nahmmacher, die Mitte der 1970er Jahre die Pfarrkirche der Heiligen Familie umgestaltete. Hier geht’s zum Programm der „Nacht der offenen Kirche“, die für Interessierte ein vielfältiges und interessantes Angebot bereit hält. Es lohnt sich also mal reinzuschauen in die Zwickauer Gotteshäuser – nicht nur für Gläubige!

7. Internationales Chorfestival in Dresden – Ein Raum für Begegnung

Alljährlich bietet das internationale Kinderchorfestival nicht nur Gelegenheit für musikalischen Hochgenuss sondern auch für Begegnungen mit Menschen anderer Länder und Kulturen. Und so war es mir ein Vergnügen einmal mehr dabei zu sein.

Bereits am Nachmittag des 27. April 2018 fand im Plenarsaal des Dresdner Rathauses der Empfang der Landeshauptstadt statt. Bereits hier konnte man die Chöre des Festivals erleben, so den Children’sChoir „Zvezdice“ aus Serbien, Little Singers of Armenia, Shumaleya aus Kanada, Tipfuxeni Youth Project aus Südafrika und TutarchelaChoir aus Georgien. Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) und Mit-Gastgeber Prof. Gunter Berger, Leiter des Philharmonischen Kinderchores Dresden eröffneten das nunmehr 7. Internationale Chorfestival. Höhepunkt des Empfangs war zweifelsohne das gemeinsam gesungene „Dona nobis pacem“ (Gib uns Frieden).

Der musikalische Auftakt zum 7. Internationalen Chorfestival fand dann am Abend im Dresdner Kulturplast statt. Alle teilnehmenden Chöre stellten sich mit ihrer landestypischen Chormusik vor und gaben so einen Einblick in die jeweilige Kultur ihrer Herkunftsländer. Gerade in der heutigen Zeit, wo alles Fremde von vielen Menschen als etwas Bedrohliches wahrgenommen wird, sind solche Begegnungen von unschätzbarem Wert. Dies um so mehr als Kinder sehr viel unbefangener mit scheinbar Fremdem umgehen und so viel aufnahmebereiter und interessierter sind als Erwachsene. Somit stellt das Internationale Chorfestival nicht nur ein musikalisches Zusammentreffen meisterlicher Chöre mit künstlerischem Hochgenuss für alle Beteiligte und Besucher dar. Es bietet Raum für Begegnungen und gegenseitigem Kennenlernen und für die Entstehung neuer Freundschaften. Zum Auftakt präsentierte der Philharmonische Kinderchor Dresden, der sich aus Dresdner Schulchören zusammen setzt, unter der Leitung von Prof. Gunter Berger Ergebnisse aus den Workshops. Mit dabei waren der Children’sChoir „Zvezdice“ aus Serbien, Little Singers of Armenia, Shumaleya aus Kanada, Tipfuxeni Youth Project aus Südafrika und TutarchelaChoir aus Georgien. Ein sehr gelungener Abend, der neugierig auf die kommenden Tage machte. Das Chorfestival dauert noch bis zum 1. Mai 2018 und freut sich auf viele interessierte Gäste.