NPD wollte LINKE provozieren

Infostand in Glauchau am 19.08.2009
Infostand in Glauchau am 19.08.2009

Es war wohl Zufall, dass einen Tag nach der Lesung mit den Landtagsabgeordneten Horst Wehner und Kerstin Köditz, der antifaschistischen Sprecherin der Fraktion DIE LINKE zu ihrem Buch „Und morgen?“ in Glauchau, die NPD auf Wahltour in dieser Stadt war.

Kein Zufall war es, dass sich der Wahlbus und die Wahlhelfer der NPD, nachdem sie den Informationsstand von Horst Wehner, unserem Direktkandidaten im Wahlkreis 10 entdeckt hatten, sich in dessen unmittelbarer Nähe aufbauten und die Wahlhelfer der LINKEN verbal attackierten.

Besonders Herr Pastörs, der Fraktionsvorsitzende der NPD im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern, der offenbar den Einsatz leitete, wurde besonders laut und deutlich:

„Schaut her wie sich die Kommunisten wieder breit machen und wie sie aus ihren Löchern kriechen …wer uns wählt kann sicher sein, dass wir das beenden werden.“

In dieser Art und Weise versuchten sie fast eine Stunde lang, das Wahlteam um Horst Wehner zu provozieren.

Dieses blieb ruhig und setzte dem Nazi-Spuk neben Argumenten auch die schönsten Rockballaden von Silly, City, Karat, Puhdys und Holger Biege über seine Lautsprecheranlage entgegen.

Viele Bürgerinnen und Bürger waren erschrocken, manche auch beeindruckt von den Hasstiraden, aber einige aus allen Altersschichten ließen sich auch Wahlmaterial der NPD in die Hände drücken und von Herrn Pastörs dafür auf die Schulter klopfen.

Dass die Wahlhelfer der NPD auch Schulkindern Material in die Hand gaben und anmerkten, man solle sich mal auf den Internetseiten der NPD umschauen, macht deutlich, wie aggressiv ihr Wahlkampf geführt wird.

Also einloggen und schon öffnet sich die „braune Wunderwelt“ von Herrn Pastörs und Kameraden.

Unlängst berichtete „spiegel.online“, dass der NPD-Spitzenkandidat für Mecklenburg-Vorpommern, Udo Pastörs, zugegeben hat, die umstrittene Sekte „Colonia Dignidad“ in Chile besucht zu haben. Er berichtete von fleißigen und glücklichen Menschen und er habe eine Menge von ihnen lernen können. Was er verschwiegen hat ist, dass deren Leiter erst kürzlich wegen Kindesmissbrauchs verurteilt wurde.

Herr Pastörs besitzt in Mecklenburg-Vorpommern ein 50 Hektar großes Grundstück und wünscht sich, dass dort „deutsche Familien „ hinziehen.

Wir müssen wachsam sein, an der Küste wie in Sachsen.

as