Podiumsdiskussion mit den Direktkandidaten des Wahlkreises 10 zur Landtagswahl

Auf Einladung der Fraktion DIE LINKE im Stadtrat Lichtenstein trafen sich die Direktkandidaten der demokratischen Parteien des Wahlkreises 10 zu einer Podiumsdiskussion. In der ersten Runde stellten sich die Kandidaten persönlich vor. In der folgenden Fragerunde hatten wir Gelegenheit, unser politisches Statement zu den Fragen, welches Gesetz  wir als erstes in den Landtag einbringen würden, was für uns ein zukunftsfähigen Bildungsystem für Sachsen bedeutet und mit welchen Maßnahmen wir junge Menschen in Sachsen halten bzw. nach Sachsen zurückholen wollen, abzugeben.

Direktkandidaten in der Podiumsdiskussion (v.l.n.r. Horst Wehner DIE LINKE, Karl-Otto Stetter Freie Sachsen, Helmut Berner Grüne, Dr. Jürgen Martens FDP, Ines Springer CDU, Sabine Wittek SPD
Direktkandidaten in der Podiumsdiskussion (v.l.n.r. Horst Wehner DIE LINKE, Karl-Otto Stetter Freie Sachsen, Helmut Berner Grüne, Dr. Jürgen Martens FDP, Ines Springer CDU, Sabine Wittek SPD

Besonders in der Frage einer zukunftsfähigen Bildung wurde von allen Kandidaten, bis auf die der CDU, grundsätzlich für ein längeres gemeinsames Lernen plädiert, wobei es bei der Frage bis zu welcher Klassenstufe durchaus noch Unterschiede gab.

Für mich als Mitglied der LINKEN muss ein zukunftsfähiges Bildungssystem von der Kindertagesstätte bis zur Berufsbildung die gleichberechtigte Teihabe aller Kinder und Jugendlichen sichern, das schließt einen in jeder Hinsicht barrierefreien Zugang zu Bildung ein. Ich bin für Inclusion statt Insolation. Ich halte eine Schule für alle, die das mehrgliedrige, sozial und kulturell auslesende sächsische Schulsystem überwindet, als dringend erforderlich. Ich bin für Gemeinschaftsschulen und für das längere gemeinsame Lernen. Dazu gehört, dass  Eltern nichts für die Schülerbeförderung bezahlen müssen, ebenso die Kostenfreiheit für Lernmittel und für Mittagessen.  Und ich wende mich auch gegen eine weitere Kommerzialisierung und Privatisierung der sächsischen Bildungslandschaft.

 Auch in der folgenden Diskussionsrunde mit den Bürgerinnen und Bürgern stand das Thema Bildung weiter im Mittelpunkt.  So unter anderem auch die Frage nach einem einheitlichen Bildungssystem auf Bundesebene. Im Gegensatz zu den anderen Kandidaten bin ich grundsätzlich dafür, dass ein einheitliches Bildungssystem (Bildungsinhalte und Struktur der Schulen) Aufgabe des Bundes zu sein hat , wobei die Frage der Verantwortung für die Lehrerinnen und Lehrer durchaus in Länderhoheit bleiben sollte.

Für mich war es eine gelungene Veranstaltung, bei der die anwesenden Bürgerinnen und Bürger sich ein Bild von den Kandidaten und ihren politischen Vorstellungen machen konnten und ich bin mir sicher, dass sie dies bei ihrer Entscheidung zur Landtagswahl am 30.08.2009 berücksichtigen werden.