Verleihung des Jakob-Muth-Preises

Vergangenen Montag war ich zur Verleihung des Jakob-Muth-Preises für inklusive Schulen eingeladen. Zwar musste ich dazu nach Berlin fahren, aber für das, was ich dort erleben durfte, hat sich der Weg gelohnt!

Denn sie ist doch möglich, die Schule, in der behinderte und nichtbehinderte Kinder zusammen lernen können! Und nicht nur das: es sind beide Seiten, die davon profitieren, wie das dargebotene Kulturprogramm eindrucksvoll belegte. Die Schüler sprühten nur so vor Energie und Lebensfreude!

Im letzten Jahr hat die Bundesrepublik die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen unterzeichnet, in der unter Artikel 24 (Bildung) festgeschrieben ist:

(1) Die Vertragsstaaten anerkennen das Recht von Menschen mit Behinderungen auf Bildung. Um dieses Recht ohne Diskriminierung und auf der Grundlage der Chancengleichheit zu verwirklichen, gewährleisten die Vertragsstaaten ein integratives Bildungssystem auf allen Ebenen und lebenslanges Lernen mit dem Ziel,

a) die menschlichen Möglichkeiten sowie das Bewusstsein der Würde und das Selbstwertgefühl des Menschen voll zur Entfaltung zu bringen und die Achtung vor den Menschenrechten, den Grundfreiheiten und der menschlichen Vielfalt zu stärken;

b) Menschen mit Behinderungen ihre Persönlichkeit, ihre Begabungen und ihre Kreativität sowie ihre geistigen und körperlichen Fähigkeiten voll zur Entfaltung bringen zu lassen;

c) Menschen mit Behinderungen zur wirklichen Teilhabe an einer freien Gesellschaft zu befähigen.

Wir fordern ein inklusives Schulsystem – die ausgezeichneten Schulen machen Mut, dass ein solches in absehbarer Zeit zu erreichen ist!