Demonstration gegen die Sparpläne der Bundesregierung in Zwickau

Es ist Ferienzeit, die schönste Zeit des Jahres. Sie sollte es sein. Doch wenn man sich anschaut, welchen Inhalts das Sparpaket ist, das die Bundesregierung kurz vor der Sommerpause, im Schatten der Fußballweltmeisterschaft, geschnürt hat, kann manch einer oder einem schon die Lust an Sonne, Strand und Urlaub vergehen…

So sahen es wohl auch die Teilnehmer der Demonstration gegen die schwarz-gelben Sparpläne der Bundesregierung, die am Nachmittag des 27. Juli 2010 in Zwickau stattfand. Aufgerufen hatten aus den Zwickauer Strukturen der DGB und die Arbeitsloseninitiative „Gegenwind e.V.“ sowie DIE LINKE.

„Armut macht Angst. Angst macht krank.“ Das wird nicht  gewollt!

Kerstin Lauterbach, gesundheitspolitische Sprecherin der LINKEN Landtagsfraktion
Kerstin Lauterbach, gesundheitspolitische Sprecherin der LINKEN Landtagsfraktion
Als Redner auf der Demo gegen die schwarz-gelben Sparpläne 2010
Als Redner auf der Demo gegen die schwarz-gelben Sparpläne 2010

Die Demonstranten äußerten ihren Unmut darüber, dass Unternehmen, Banken, Aktionäre vor der Finanz- und Wirtschaftskrise Gewinne erwirtschaften konnten, während der Krise durch Rettungsschirme geschützt wurden und jetzt an den Kosten der Krise nicht beteiligt werden, sondern, im Gegenteil, schon wieder profititeren.

"Gegen die schwarz-gelben Sparpläne", Zwickau, 27.07.2010
"Gegen die schwarz-gelben Sparpläne", Zwickau, 27.07.2010

Es ist ein heißer Sommer und nicht nur temperaturmäßig! Macht die Hitze müde? Verlieren sich die Pläne der Bundesregierung in  die Bedeutungslosigkeit oder nutzen die Bürgerinnen und Bürger ihre verfassungsmäßig verbrieften Rechte zur Sicherung ihrer  unantastbaren Würde …? Zum  Ausdruck kam mit Blick auf die Regierenden: „Was Ihr da macht, das wollen wir nicht!“ Die Demonstranten wollen bei  Tagungen der Stadträte, der Kreistage, des Landtages, überall da, wo entschieden wird, wo Sparpläne zu Lasten der Steuergerechtigkeit und der sozialen Ausgewogenheit beschlossen werden sollen,  laut und deutlich sagen: „So geht das nicht! Mit uns nicht! Im Mittelpunkt steht der Mensch! “

Und ich füge hinzu: na klar! Das ist auch möglich, wenn eine Ausgewogenheit in den Bereichen Einnahmen und Ausgaben der Staatsfinanzen geschaffen wird!!! Quo vadis???