Die Wahl des Bundespräsidenten

Nun ist er gewählt der Bundespräsident. Ich durfte dabei sein.Ich gratuliere Herrn Wulff. Nun wird sich zeigen, wie er seine Sache macht. Es wird sich zeigen, ob er der offene Mensch mit Mut und Geschick ist, wie er in den Medien beschrieben wird. Wen wird es später noch interessieren, dass er erst im dritten Wahlgang gewählt wurde? Und doch: nicht zu übersehen war, dass die Bundeskanzlerin aus ihren eigenen Reihen einen ordentlichen Denkzettel verpasst bekommen hatte.

Wahlmann Erich Knorr (mit seinem Sohn)

Wahlmann Erich Knorr (mit seinem Sohn)

 

Stimmabgabe für die Bundespräsidentin
Stimmabgabe
Bekanntgabe des Ergebnisses nach dem dritten Wahlgang
Bekanntgabe des Ergebnisses nach dem dritten Wahlgang

Was die  Vorwürfe gegen die Linke angeht, fällt mir nur das geflügelte Wort betr. der  „Getroffenen…, die da bellen“ ein – und das Manöver wurde all zu schnell klar. Es kam doch gar nicht darauf an, J.G. durchzubringen, sondern DieLinke vorzuführen … Aber so war und so ist das eben…Ich finde ja, wir hatten uns korrekt verhalten. Natürlich hätte ich es persönlich lieber gesehen, wenn auch unsere Kandidatin sich  zu einer dritten Kandidatur entschlossen hätte, aber ich akzeptiere selbstverständlich ihre Entscheidung.  Lukrezia „Luc“ Jochimsen: ich verneige mich. Danke. Ich danke auch all unseren Wahlfrauen und Wahlmännern, insbesondere der Schriftstellerin Gisela Steineckert  und dem Widerstandskämpfer Erich Knorr (1). Beide haben bewunderungswürdig bei diesem Wahlmarathon durchgehalten.

(1) Erich Knorr, geboren am 24. Oktober 1912 in Claußnitz, Generalsekretär der Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe (VdgB), 1928 Mitglied der kommunistischen Partei, Mitglied im RFB, ab 1933 illegaler Widerstand politischer Leiter der illegalen KPD Burgstädt – Aufbau der illegalen KPD in Chemnitz; nach Verhaftung Zuchthaus Osterstein, Waldheim Strafsoldat bei 999; April/Mai 1945 Flucht; nach der Befreiung – erster Bürgermeister in Claußnitz, Landrat im Kreis Rochlitz, Mitbegründer der VVN, 1953  (als Nachfolger von Kurt Vieweg) Generalsekretär bzw. 1. Sekretär des Zentralvorstandes der VdgB; 1957  beurlaubt; Juli 1958  wegen »revisionistischer « Auffassungen abgesetzt; 1954–58  Mitglied des Nationalrates der National Front; 1958/59 Studium an der LPG-HS Meißen, Dipl.-Agronom; 1959–62  Vorsitzender des Rates des Kreises Güstrow; Absetzung wegen »Liberalismus in der Leitungstätigkeit«; 1962–72  Lehrer an den SED-Bezirksparteischulen Güstrow und Mittweida; 1973 Frührentner; geschichtspublizistische Betätigung; Dezember 1989 Delegierter zum außerordentlichen Parteitag der SED/PDS; Mitglied des Rates der Alten beim Parteivorstand der PDS.

(Quelle: http://www.linksfraktionsachsen.de/index.php?page=844; abgerufen: 01.07.2010)