Vor Ort in Lichtenstein

Am 12. November besuchte ich in Lichtenstein die Heinrich-von-Kleist-Mittelschule und das Pflegezentrum Beate Schöne. Für den Tagesablauf zeichnete verantwortlich Stadtrat Andres Müller (Fraktion DieLinke), der mich auch begleitet hatte.

Die Visite begann in der Mittelschule, wo wir zunächst herzlich vom Direktor Herrn Glaß und von der stellvertretenden Direktorin Frau Schmidt begrüßt wurden. Bei dem Rundgang, an dem auch Frau Hamann, Beigeordnete der Stadt Lichtenstein sowie Herr Pallent vom Schulverwaltungsamt teilnahmen (für diese Wertschätzung bedanke ich mich sehr), gab es viele Informationen: die Schule wurde 1966 eingeweiht, 2002 umfassend saniert,  2008 erfolgte der Anbau einer Turnhalle und eines Gebäudes mit modernen Funktionsräumen. Diese Gebäudeteile sind über einen Verbindungstrakt mit dem über vierzigjährigen Schulgebäude verbunden. Meine Skepsis hinsichtlich der Barrierefreiheit der Schule verflog schnell, denn ich konnte tatsächlich alle Räumlichkeiten des neuen Gebäudes erreichen, allerdings auch nur mit Unterstützung des Direktors, da er die Schlüsselgewalt über die Benutzung der Aufzüge hatte. (Aufzüge sind eben nicht nur ein hilfreicher Gebrauchsgegenstand, sondern auch ein ideales Spielzeug)   

Im Gespräch mit Frau Hamann, Herrn Pallent, und dem Direktor Herr Glaß
Im Gespräch mit Frau Hamann, Herrn Pallent, und dem Direktor Herr Glaß

 

Ich konnte mich davon überzeugen, dass unter sachgerechtem Einsatz von Fördermitteln sowohl für Schülerinnen und Schülern als auch für das Lehrerkollegium gute Lehr- und Lernbedingungen vorhanden sind. Dazu trägt auch das Engagement aller Pädagogen bei. Viel Wert wird aber auch auf das kreative Schaffen der Schülerinnen und Schüler gelegt, wofür beispielweise die Homepage der Schule steht oder die Solarblume, die im Rahmen des Projektes „Denk mal an die Zukunft“ in der AG Physik der Schule in Zusammenarbeit mit dem Solaris Förderzentrum für Jugend und Umwelt in Chemnitz entstanden ist.

 

Höhepunkt war: Ich nahm am Gemeinschaftskundeunterricht der Klasse 9a teil und stand den Jugendlichen Rede und Antwort. Ich war mindestens genauso aufgeregt wie sie. Die Fragen  der Schüler waren bunt gemischt und gingen von: „Warum sind Sie gerade bei der Linksfraktion im Landtag?“, „Was ist Ihre Aufgabe als Vizepräsident?“ über „Was halten Sie von Hartz IV?“, bis zu „Wie stehen Sie zur Integration von Ausländern?“ „Welchen Abschluss braucht ein Abgeordneter?“.  Begeistert hat mich, wie aufmerksam die junge Leute aktuelles, politisches Geschehen verfolgen!   

Im Gemeinschaftskundeunterricht der Klasse 9a
Im Gemeinschaftskundeunterricht der Klasse 9a

Zum Abschluss nahmen wir alle gemeinsam am Schulessen teil (der Speisesaal ist übrigens für Rollstuhlfahrer nicht zugänglich). Fazit: Lichtenstein ist für Bildung ein ausgezeichneter Standort und es ist viel möglich, wenn engagiert und an der Sache orientiert Ziele verfolgt werden. Das betrifft auch die Entscheidung, Schülerinnen und Schülern aus sozial schwachen Familien ein gebührenfreies Mittagessen auszureichen. (auf Antrag der Fraktion DIE LINKE im Stadtrat Lichtenstein)

 

Als nächstes stand der Besuch im Pflegezentrum Beate Schöne auf dem Programm. Das Angebot umfasst ambulante Pflege sowie Tages- und Kurzzeitpflege. Frau Schöne (parteilose Stadträtin, CDU-Fraktion) führte uns zunächst durch ihre Einrichtung, ein  äußerlich altes Gebäude, das im Innern ein mit viel Liebe und Funktionalität eingerichtetes Pflegezentrum beherbergt. Sehr schnell wurde deutlich: hier erfahren die Patienten und Patientinnen viel Aufmerksamkeit und Herzlichkeit. Und wieder einmal sind es die kleinen Dinge, die große Wirkung zeigen: freundliche Farben, Aufenthaltsräume mit gemütlichen Sitzecken, große Zimmer und immer wieder die Freundlichkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Persönliche Zuwendung ist der Maßstab für fachlich gute Pflege. Die engagierte Leiterin der Einrichtung lebt dies vor.    

Besichtigung der Pflegeeinrichtung mit Frau Schöne (links) und Frau Hamann
Besichtigung der Pflegeeinrichtung mit Frau Schöne (links) und Frau Hamann

Herzlichen Dank an alle, die sich die Zeit genommen haben und mir den Besuch in den Einrichtungen ermöglichten. Einen ganz besonderen Dank auch an Frau Hamann und Herrn Pallent von der Stadtverwaltung Lichtenstein sowie an Ute Hoch und Andreas Müller, die den Tag so großartig vorbereitet haben. Natürlich auch an Marina Salzwedel (meine wissenschaftliche Mitarbeiterin) und Katrin Pritscha (meine Assistenz) und Michael Voigt (mein Fahrer).