20 Jahre LSKS – Gratulation!!!

Auch in diesem Jahr gibt es viele 20. Jubiläen. Eines ist die Gründung des Landesverbandes Selbsthilfe Körperbehinderter Sachsen e.V. (LSKS) im Mai 1991.

Der LSKS ist Teil des Bundesverbandes Selbsthilfe Körperbehinderter und zugleich der mitgliederstärkste mit ca. 1000 Einzelpersonen, die sich in Kreis-, Regional- und Ortsvereinen engagieren. Außerdem unterhält der LSKS 3 Kontaktstellen und bietet, wenn auch in begrenztem Umfang, Hilfe und Unterstützung bei persönlichen Problemen an und arbeitet u.a. eng mit der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe Sachsen e.V. und dem Paritätischen Wohlfahrtsverband – Landesverband Sachsen e.V. zusammen. Der Vorsitzende des Paritätischen Sachsen, Peter Schindzielorz, war Schirmherr der Geburtstagsfeier und erster Gratulant.

Ein großes Anliegen ist dem LSKS ein barrierefreier öffentlicher Nahverkehr. Viele Treffen mit Verantwortlichen haben auch schon das eine oder andere bewirkt, gerade in Dresden, aber reicht das?

Natürlich nicht! Solange Bauherren auf einen Paragraphen verweisen können, der besagt, dass sie die Barrierefreiheit nicht beachten müssen, weil es zu teuer ist, solange Kinder, die eine integrative Kindertagesstätte besuchen, mit dem Schuleintritt eine Sondereinrichtung besuchen müssen, solange können und dürfen wir nicht nachlassen, eine chancengleiche Teilhabe einzufordern!

Sehr häufig  wird inzwischen von Inklusion gesprochen – dabei sind wir schon mittendrin! Wir, die Menschen mit körperlichen, geistigen, seelischen und/oder Sinnesbeeinträchtigungen sind  Teil der Gesellschaft.  Um nichts anderes geht es. Also weg mit den Barrieren, die uns an der Teilhabe hindern!

Nur dass es uns an vielen Stellen schwer gemacht wird – trotz der UN-Konvention über die Rechte der Menschen mit Behinderung. Immer wieder muss nachgefragt werden, wie Regelungen und Gesetze umgesetzt werden, ob sich wirklich um Lösungen bemüht wird oder eher nach Ausreden gesucht, um ja nichts ändern zu müssen.

Gemeinsam ist man immer stärker, weshalb es gut ist, wenn sich möglichst viele Menschen mit ähnlichen Problemen organisieren. Natürlich will nicht jeder gleich Mitglied in einem Verband werden oder nicht in diesem oder jenem, sondern lieber einem anderen beitreten. Wichtig ist bei aller Vielfalt, dass wir zusammenstehen, wenn es darauf ankommt, dass wir alle am gleichen Ende des Strickes ziehen. Das ist uns, bei aller Unterschiedlichkeit, in der Vergangenheit gut gelungen.

In meiner Eigenschaft als Vorstandsmitglied des Paritätischen und als Landesvorsitzender des Sozialverbandes VdK Sachsen e.V. hoffe ich natürlich auf immer wieder gute Gespräche und ein kraftvolles Miteinander, als Vizepräsident des Sächsischen Landtages wünsche ich dem LSKS weiterhin viel Erfolg bei seiner Tätigkeit.