Besuchergruppen

Gleich zwei Besuchergruppen waren  in der letzten Woche bei mir zu Gast.

Am Dienstag empfing ich „meine“ Klasse aus Lichtenstein. Wir hatten uns im letzten Jahr in ihrer Schule kennen gelernt und schon damals war ich begeistert von dem Zusammenhalt und dem Umgang unter den Schülern miteinander. Den Schülerinnen und Schülern hat es offensichtlich gut gefallen, denn ohne die sonst so übliche anfängliche Schüchternheit haben wir auch dieses Mal kräftig diskutiert. Vor allem, was Petitionen sind und was man mit ihnen erreichen kann, wollten Schüler und Lehrer wissen. Und wie man sich gegen drohende Schulschließungen wehren kann.


Wir haben aber auch über Engagement für die Gesellschaft gesprochen, welche Einflussmöglichkeiten jeder Einzelne hat. Außerdem berichteten die Schüler von ihren Projekttagen, die sie planen. Diesmal soll es um „Teilhabe“ gehen und ich wurde herzlich eingeladen, mich daran zu beteiligen. Die Idee eines Stadtrundganges, wie ich ihn erst kürzlich mit einigen Stadträten unternommen hatte (einen Artikel dazu finden Sie hier auf meiner Seite) stieß gleich auf großes Echo. Mit dem Rolli durch Lichtenstein – das fänden alle spannend. Aber die Jugendlichen hatten noch andere Ideen, was man da so machen könnte, sich z.B. mal die Augen zu verbinden, um eine Sehbehinderung oder Blindheit erfahrbar zu machen.

Dass mich die Schülerinnen und Schüler auch im nächsten Jahr im Landtag besuchen kommen, ist schon ausgemachte Sache.

Erläuterungen am Modell des Landtagsgebäudes

Einen Tag später hatte ich Besuch vom VdK. Über 30 Leute waren gekommen, die meisten zum ersten Mal im Landtag. Zunächst bekamen auch sie die übliche Führung, bei denen viel über das Gebäude und die Arbeit des Landtages erzählt wird. Im anschließenden Abgeordnetengespräch wollten sie vor allem genauer wissen, wie parlamentarische Prozesse ablaufen: Wer bringt die Gesetze ein, welchen Weg nimmt ein Entwurf? Wie viele Entwürfe der LINKEN wurden in dieser Legislatur schon angenommen (leider kein einziger), worin bestehen die Schwierigkeiten in der parlamentarischen Arbeit, wie groß ist der Einfluss eines einzelnen Abgeordneten?

Auch das Thema Barrierefreiheit kam zur Sprache: inwieweit es mich bei meiner Arbeit behindert, wenn sie fehlt. Und warum der Behindertenbeauftragte während der Plenumssitzung keinen Platz im Plenarsaal hat, wurde ich u.a. gefragt.