Sammeln – Forschen – Zeigen. Zu Besuch in Waldenburg

Das Naturalienkabinett Waldenburg ist in Sachsen den meisten ein Begriff. Auch das Waldenburger Schloss und den Grünberger Park kenne viele. Wie schwer das alles zu erhalten ist, war Thema einer Tagung, die am 2. Mai im Schloss Waldenburg begann und einen Tag später im Naturkundemuseum in Chemnitz fortgesetzt wurde.

Eingeladen waren u.a. Naturkundler und Restauratoren und die gingen in der Eröffnungsveranstaltung der spannenden Frage nach, inwieweit man Museen modernisieren sollte. Oder ob nicht das Museum selbst Objekt des Museums werden sollte, indem man Sammlungen in ihre Urzustand lässt und damit zeigt, wie z.B. vor Jahrhunderten Ausstellungsstücke klassifiziert, beschriftet und präsentiert wurden.

Auch wurde das KuR-Projekt vorgestellt, das sich die Rettung des Naturalienkabinetts zur Aufgabe gemacht hat.

Schon bei der Eröffnung wurde sichtbar, wie weit die Standpunkte auseinandergehen in der Frage, was Museum leisten sollte und was nicht. Und was wird aus einem Museum, das zu seinem eigenen Denkmal wird?

Für mich als Rollifahrer ist das Naturalienkabinett leider nicht zu besichtigen: kein Aufzug, die Gänge zu eng… Und obwohl Barrierefreiheit kein Thema dieser Konferenz war, habe ich sie trotzdem angesprochen.

Was das Schloss Waldenburg betrifft, so kann ich sagen: ein Ausflug dorthin lohnt sich unbedingt! Ich bin immer noch ganz begeistert von den Räumlichkeiten und ich möchte mich ganz herzlich bei Ralph Zenker für seine Führung bedanken.