Für Sächsische Dampfschifffahrt gilt Teilhabe…

Zielvereinbarungen sind freiwillige Verpflichtungen und keineswegs vorgeschrieben. Festgeschrieben ist allerdings in der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung, „dass alle Menschenrechte und Grundfreiheiten allgemein gültig und unteilbar sind, einander bedingen und miteinander verknüpft sind und dass Menschen mit Behinderungen der volle Genuss dieser Rechte und Freiheiten ohne Diskriminierung garantiert werden muss“.

Die UN-Konvention ist das eine, ihre Umsetzung das andere. Oft hört man: hier gilt aber der Denkmalschutz, das können wir nicht barrierefrei machen. So etwas ärgert mich, vor allem wenn sich auf Nachfragen herausstellt, dass Überlegungen dazu einfach vergessen wurden.

Umso mehr freut es mich, dass die Sächsische Dampfschifffahrt sich der Herausforderung stellt und am 31.05.2011 die erste Zielvereinbarung auf der Basis des Sächsischen Integrationsgesetzes abgeschlossen hat. Partner dabei ist der Sozialverband VdK Sachsen e.V.

Geschäftsführer der SDS, Dr. Meyer-Stork, und Ralph Beckert, Sozialverband VdK Sachsen e.V. bei der Unterzeichnung der Zielvereinbarung

Ziel ist es, im Laufe der Umsetzung die Barrieren auf den Schiffen des Unternehmens soweit zu mildern, wenn nicht gar ganz abzubauen,  dass auch Menschen mit Behinderungen diese nutzen können. Dass das geht, trotz Denkmalschutz, das qhaben wir an diesem Tag erlebt. Auf der „Dresden“ fuhren wir die Elbe entlang bis  nach Pillnitz.

Die Behindertenbeauftragten des Bundes und der Länder waren mit an Bord. Der Erfahrungsaustausch war große Klasse und wir waren uns einig, ein „Geht nicht“  gibt esnicht, wenn man will, dass alle selbstbestimmt am öffentlichen Leben teilhaben können. Nur, das ist wohl ein Wunschtraum, quasi das Einfache, was schwer zu machen ist…