„Oma!“, schreit der Frieder…

So begannen die Geschichten, die ich letzten Freitag, am Vorlesetag, in der Kita „Geschwister Scholl“ in Hohenstein-Ernstthal vorlas. Neun Kinder aus der Vorschulgruppe waren gekommen und sie lauschten gespannt.

Frau Feuereisen, die Leiterin des Kindergartens, hatte extra den Turnraum mit Matten ausgelegt, damit wir es richtig gemütlich hatten.

Nach der Lesung zeigte sie uns die Einrichtung, in der überall zu spüren war, wie liebevoll sich darum bemüht wird, aus den Kindern kleine, selbständige Persönlichkeiten zu machen. Gar keine so leichte Aufgabe bei 103 Kindern, von denen 20 einen besonderen Betreuungs- und Förderungsbedarf haben. „Natürlich sind bei uns alle zusammen, so muss das doch sein“, bekräftigte Frau Feuereisen und beweist damit einmal mehr, dass Inklusion in dieser Einrichtung schon seit Jahren gelebt wird.

Vielen Dank an Frau Feuereisen für den informativen Rundgang

Sehr viel Unterstützung erhalte die Kita dabei von der Stadt, die Mittel aus dem Konjunkturpaket II für einen Aufzuges bereitgestellt hat. „Jetzt müssen wir die körperlich behinderten Kinder nicht mehr tragen. Das macht es für uns einfacher.“

Als wir den Kindergarten verließen, kamen die Vorschulkinder gerade aus dem Garten zurück. „Wann liest Du uns mal wieder vor?“, fragten sie. Ich denke mal, im nächsten Jahr. Dann vielleicht in der Grundschule.