1. Mai in Zwickau: Gute Arbeit für Europa. Gerechter Lohn – soziale Sicherheit!

Bundesweit demonstrierten am 1. Mai 2012 unter diesem Motto zu zentralen Kundgebungen tausende GewerkschaftlerInnen und BürgerInnen für mehr soziale Gerechtigkeit. So präsentierten sich auch auf dem Zwickauer Hauptmarkt Parteien, Gewerkschaften und Vereine den Bürgerinnen und Bürgern mit ihren Diskussionsangeboten.

Horst Wehner am 1. Mai in Zwickau
Horst Wehner am 1. Mai in Zwickau

Alle Redner, unter ihnen der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel, betonten, dass dringend ein europäisches Investitionsprogramm gegen die Finanzkrise aufgelegt werden muss. Um der Krise entgegen zu wirken sind vor allem Investitionen in die Infrastruktur, Zukunftstechnologien und Bildung erforderlich. Es kann nicht angehen, dass in einem hoch entwickelten Land wie Deutschland das Bildungssystem nach wie vor die soziale Spaltung vertieft. Ein Ausdruck dafür ist, dass immernoch 1,5 Mio. junge Menschen zwischen 20 und 29 Jahren keine abgeschlossene Ausbildung haben. Wir brauchen ein Bildungssystem, das allen Kindern eine bestmögliche Ausbildung ermöglicht, statt sie auszugrenzen.
In Deutschland nehmen Leiharbeit, Minijobs und befristete Beschäftigungsverhältnisse stetig zu.
DIE LINKE fordert daher seit Jahren die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohn von 10 Euro pro Stunde.

Horst Wehner und Sigmar Gabriel am 1. Mai in Zwickau
Horst Wehner und Sigmar Gabriel am 1. Mai in Zwickau

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit in allen Beschäftigungsverhältnissen!
Das gilt besonders für Frauen. Nach wie vor gibt es hierzulande ungerechtfertigte Differenzen in der Entlohnung zwischen Männern und Frauen. Frauen verdienen im Durchschnitt 23% weniger. Diese Diskriminierung ist weder zeitgemäß noch gerechtfertigt und ist sofort zu beseitigen.
Eine große Herausforderung stellt im Zusammenhang mit der massiven Ausbreitung des Niedriglohnsektors, von dem vor allem wiederum Frauen am meisten betroffen sind, die Bekämpfung von Altersarmut dar.
Wer sein Leben lang gearbeitet hat muss im Alter von seiner Rente würdig leben können.
Rente mit 67, Niedriglöhne, prekäre Beschäftigungsverhältnisse sind falsche Zeichen in die falsche Richtung.
Ein deutliches Signal setzten alle RednerInnen in Zwickau gegen Rechts. Der 1. Mai ist kein Ort für alte und neue Nazis; nicht in Zwickau, nicht in Sachsen, nirgendwo in Deutschland!
Der 1. Mai bleibt ein Kampftag für menschenwürdige Arbeit, soziale Gerechtigkeit, Frieden und Solidarität!

1. Mai in Zwickau auf dem Hauptmarkt
1. Mai in Zwickau auf dem Hauptmarkt