„Ärztepfusch…“

Ich finde, es kann nicht darum gehen, die Arbeit der Ärztinnen und Ärzte zu verteufeln, wie dies in den aktuellen Medienberichten getan wird.
Von den  4.070 festgestellte Behandlungsfehlern bei mehr als 40 Millionen Behandlungen im Jahr ist zwar jeder Fehler einer zuviel, doch daraus zu schlussfolgern, dass die Ärzte schlechterdings pfuschen, finde ich verantwortungslos. Der Druck, unter dem Mediziner heute stehen, ist hoch. Die deutlich gestiegene Bürokratie lässt immer weniger Zeit für die eigentliche Behandlung von Patientinnen und Patienten. Das soll Fehler nicht entschuldigen, die bedauerlicherweise immer wieder passieren. Wir müssen uns fragen, stimmen die Rahmenbedingungen noch?  Die Politik ist gefragt.  Es werden Regelungen gebraucht, um die Rechte der Patienten zu stärken und für den Fall des Behandlungsfehlers Entschädigungsleistungen zu regeln.  Aber auch  Ärztinnen und Ärzten muss die Möglichkeit gegeben werden, sich den Patientinnen und Patienten stärker noch als bisher zuwenden zu dürfen. Aber mehr Sachlichkeit in dieser Situation würde ich mir wünschen.