Sport frei!

Ganz im Zeichen des Sports stand das letzte Wochenende. Los ging es am Samstag mit den 3. Chemlympics. 130 Sportlerinnen und Sportler maßen sich in den Disziplinen Medizinballweitstoßen, Sprint, Bogenschießen, Weitsprung.

Wie auch im letzten Jahr war die Stimmung grandios und beim Staffellauf bebte die Halle. Der Pokal ging diesmal an die Sportlerinnen und Sportler der Heim gGmbH Wohnstätte Altendorf.

Sie verwiesen damit den Vorjahressieger, die Werkstätten für Menschen mit Behinderung aus Burkhardtsdorf, auf Platz 2. Den dritten Platz holte das SFZ Förderzentrum gGmbH aus Chemnitz.

Die Staffel der Sponsoren und Helfer gewann der Gebärdenchor Monael, der auch das kulturelle Rahmenprogramm lieferte und dessen Mitglieder an den Stationen die Wettkämpfer betreuten.

Am Sonntag gab ich beim Blütenlauf in Kamenz den Startschuss für den ersten Handicap-Lauf im Rahmen dieser alljährlichen Veranstaltung. Die Sportlerinnen und Sportler gaben auf der zwei Kilometer langen Strecke alles.

Danken möchte ich an dieser Stelle vor allem Herrn Schiewack, dem Kamenzer Ergotherapeuten, der die Idee für den Handicap-Lauf hatte, sowie der Ostsächsischen Sparkasse, die das Ganze großzügig unterstützte.

Unterstützung erfuhr die Idee aber auch durch Bürgermeister Roland Dantz, mit dem ich ja schon seit geraumer Zeit im Gespräch zur Barrierefreiheit bin, unter anderem weil das meiner Landtagskollegin Marion Junge (danke, Marion!) als stellvertretender Bürgermeisterin ein besonderes Anliegen ist.

Im Anschluss hatte ich noch Gelegenheit, in Dresden bei der »Parade der Vielfalt« vorbeizuschauen, die jedes Jahr anlässlich es Aktionstages für Menschen mit Behinderung stattfindet.

Als ich ankam, hatte die Demonstration gerade den Fürstenzug durchquert. Rhythmisch geführt durch das Orchester der Samba Schule Dresden ging es zur Brühlschen Terrasse, um zu demonstrieren, was Barrieren sind – zur großen Treppe gibt es keine Alternative, d. h. Rollifahrer und Menschen mit eingeschränkter Gehfähigkeit müssen einen langen Umweg in Kauf nehmen, um einen schattigen Platz mit Blick über die Elbe oder eines der dort ansässigen Cafés zu erreichen. Die Schaffung von Barrierefreiheit an dieser Stelle scheitert schon seit Jahren aus Gründen des Denkmalschutzes.

An diesem Problem werden wir natürlich weiter arbeiten, denn