Zu Besuch im BMW-Werk Leipzig

Schon lange hatte ich mir vorgenommen, dem BMW-Werk in Leipzig einen Besuch abzustatten.
Zum einen, um mich vor Ort zu erkundigen, wie es mit der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen aussieht und zum anderen natürlich auch, um mich mit neuesten Produktionsverfahren vertraut zu machen.

BMW Karosse aus Karbon auf dem Laufband durch das Werk

In einem 2,5 stündigen geführten Betriebsrundgang im Bereich der Serienproduktion des BMW i (mit Elektroantrieb und CFK-Leichtbaukarosserien) konnte ich viele für mich faszinierende Produktionsmethoden in dem modernsten Automobilunternehmen weltweit kennenlernen.
Modernste Verfahrenstechniken, die Verwendung nachwachsender und recycelbarer Rohstoffe, der sparsame Umgang mit kostbaren Ressourcen wie Wasser, Energie sowie arbeitnehmerfreundlich gestaltete Arbeitsplätze und Arbeitsabläufe, werden hier im Standort Leipzig hervorragend vereint.
Viel Wert wird im Unternehmen im Standort Leipzig seit Beginn auf eine möglichst ausgewogene Mitarbeiterstruktur aus Jüngeren und Älteren, Männern und Frauen geachtet. Ältere Arbeitnehmer wurden gezielt eingestellt.

Im anschließenden Gespräch mit dem Leiter Personalwesen BWM-Werk, Herrn Wottgen, interessierte mich natürlich, wie im Standort Leipzig Menschen mit Behinderungen in die Arbeitsabläufe eingebunden werden.
Dabei konnte ich erfahren, dass Menschen mit Behinderungen gezielt eingestellt werden, die Beschäftigungsquote aber nicht vollständig erfüllt wird. Deshalb werden u. a. Aufträge zur Gestaltung der Außenanlagen an Werkstätten für Menschen mit Behinderungen vergeben.
Interessant in diesem Zusammenhang ist aber auch, dass bislang noch keine Bewerbungen von Rollstuhlfahrern oder sinnesbeeinträchtigten Menschen eingegangen sind, obwohl die Bedingungen vor allem im Verwaltungsbereich gerade für solche Menschen durchaus gut sind. Vielleicht eine Anregung für diese Personengruppe, das Angebot wahrzunehmen und ihre Chance zu ergreifen.

Ich möchte mich bei Herr Wottgen für das offene und herzliche Gespräch bedanken ebenso wie bei Herrn Schmidt vom Besucherdienst für die sachkundige und interessante Führung durch die BMW i Produktionsanlagen.

die kleine Delegation im Werk: Steve, Fred Kirsch, Marina Salzwedel und ich (von links)