Öffentlichkeitstag der Autismusambulanz Dresden

Die Veranstaltung am 2. April begann mit Verspätung, denn auch nach 15 Uhr drängten noch zahlreiche Personen in den Saal. Das Programm war anspruchsvoll. Fachvorträge, Erfahrungsberichte und im Anschluss verschiedene Gesprächsrunden und Ausstellungen in den neuen Räumen der Ambulanz. Das Schwerpunktthema diesmal hieß „Schule“.

Ich durfte ein Grußwort halten, in dem ich darauf aufmerksam machte, dass die Akzeptanz von Behinderungen immer weiter abnimmt, je „unsichtbarer“ sie ist. Das wurde durch Betroffene und Berichte von Eltern über ihre Kinder bestätigt.

Dabei gibt es durchaus positive Beispiele der Beschulung, wie Frau König, Leiterin der Erich-Kästner-Schule für Erziehungshilfe zeigte. Siegrid Schmiedgen, Mitarbeiterin der Autismusambulanz, stellte das Schulbegleitungskonzept ihrer Einrichtung vor.

Deutlich wurde an diesem Nachmittag, dass vor allem viel Verständnis und Auseinandersetzung mit den Besonderheiten jeder Schülerin und jedes Schülers notwendig ist. „Wir brauchen eine Trickkiste für Strategien für die verschiedensten Situation als Hilfe zur Selbsthilfe“, so ein Betroffener.

In der Pause kam ich mit zahlreichen Menschen ins Gespräch. Über Anträge zur Verlängerung der Oberstufe, die nicht genehmigt wurden, obwohl einer Verlängerung ursprünglich zugestimmt worden war, über Rahmenbedingungen für Inklusion, über die Realitäten der Versorgung im ländlichen Raum.

Schülerinnen und Schüler haben ein Recht darauf, die Hilfen zu bekommen, die sie brauchen, um eine erfolgreiche Schullaufbahn zu absolvieren. Wir als LINKE werden uns im Landtag weiterhin dafür einsetzen.