69. Jahrestag der Befreiung von Hitlerfaschismus

Das Jahr 2014 ist ein besonderes Jahr.

Vor 100 Jahren begann der 1. Weltkrieg und vor 75 Jahren brach der 2. Weltkrieg aus. Beide Jahrestage verpflichten zum Handeln gegen Krieg und Intoleranz, Rassismus und Antisemitismus.

Eingebettet in diese historischen Ereignisse ist der 8. Mai ein Tag der Befreiung und des Sieges für alle vom deutschen Faschismus bedrohten Völker, für die Widerstandskämpfer in allen Ländern, für alle Opfer und Verfolgten des faschistischen Terrors.

Dieser Tag war das Ende einer menschenverachtenden Diktatur, die politische Gegner und Andersdenkende verfolgte, inhaftierte und ermordete. Dieser Tag war das Ende des millionenfachen Mordes an Juden, Slawen, Sinti und Roma.

Dieser Tag ist und bleibt auch der Tag der Befreiung des deutschen Volkes von der Terrorherrschaft der Nazis.

Es waren die Angehörigen der Streitkräfte der Alliierten, die das Nazi-Regime in harten Kämpfen an allen Fronten militärisch zerschlugen.

Ich erinnere, dass es die Völker der Sowjetunion waren, die die größten Opfer zu beklagen hatten. – 27 Millionen Menschen verloren ihr Leben –

DIE LINKE. Zwickau führt jedes Jahr auf dem Hauptfriedhof in Zwickau am sowjetischen Ehrenmal eine Kranzniederlegung durch, um daran zu erinnern.

Auch in diesem Jahr nahmen daran wieder ca. 60 Bürgerinnen und Bürger daran teil.

Es war mir ein Bedürfnis, neben der Oberbürgermeisterin der Stadt Zwickau, Dr. Pia Findeiß, und dem Konsulatsverweser am Generalkonsulat der Russischen Föderation in Leipzig, Herrn Andrey Vladimirovitsch Bondarov, den Opfern zu gedenken und alle demokratischen Kräfte aufzufordern, ihr Andenken zu bewahren.

Während dieses Gedenkens dürfen wir nicht außer Acht lassen: Die Welt schaut auf die Ukraine. Die dramatische Lage und der dort drohende Bürgerkrieg zeigen, wie wichtig es ist, gerade mit Blick auf die Geschichte: Staaten und Interessengruppen müssen Konflikte friedlich lösen können. Die Auseinandersetzungen heute sind heute sehr komplex, es gibt nicht mehr „den Verantwortlichen“. Deshalb steigen auch die Anforderungen an Regierungen, die in der Verantwortung stehen, zur Deeskalation beizutragen. Die deutsche Regierung macht dabei keine gute Figur.

Wir sind in einem bedeutenden Wahljahr. Ich wünsche uns allen viel Kraft im weiteren Kampf gegen jene, die den heutigen Tag nicht als den Tag der Befreiung sehen, sondern ihn zum Tag der Niederlage, vielleicht sogar der Schande umdeuten wollen. Lassen wir diesen Tag Mahnung sein und die Verpflichtung, weiterhin gegen Neonazis, Rassisten und rechte Tendenzen in der Gesellschaft vorzugehen. Ich wünsche uns allen einen dauerhaften Frieden. Dafür gilt es zu kämpfen, an jedem Tag, und nicht nur heute!