Gute Arbeit. Soziales Europa!

Unter diesem Thema haben die Gewerkschaften zu den 1.-Mai-Kundgebungen auch in Zwickau aufgerufen.

Alle Hauptredner – Manfred Schallmeyer (ehemaliges geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall), Bernd Riexinger (Parteivorsitzender DIE LINKE) und Thomas Knabel (zweiter bevollmächtigter der IM Verwaltungsstelle Zwickau) – bekräftigten, dass es keine Ausnahmen beim Mindestlohn geben darf.

Bernd Riexinger sagte überdies, dass DIE LINKE auch einen gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 € für zu niedrig hält. Selbst bei 10,00 € wird ein Durchschnittsverdiener im Alter keine ausreichende armutssichere Rente erhalten.

Eine der verhängnisvollsten Aussagen der letzten Jahre war: „Sozial ist – was Arbeitsplätze schafft!“ Genau das hat zu Leiharbeit, Minijobs, Niedriglohn, befristeten Arbeitsplätzen und prekären Beschäftigungsverhältnissen geführt. Schon heute ist ein Job für viele Menschen längst kein Garant mehr für eine planbare und sichere Zukunft. Das trifft vor allem die Jugend in unserem Land, aber auch in ganz Europa.

Bernd Riexinger an unserem Stand auf dem Zwickauer Hauptmarkt

Wir sagen: sozial ist, was versicherungspflichtige und dauerhafte Arbeitsplätze schafft, mit einem Lohn, von dem man ohne Sozialleistungen leben kann und der künftigen Rentnerinnen und Rentnern ein menschenwürdiges Leben mit einer ausreichenden Rente sichert.

Natürlich stand der 1. Mai auch ganz im Zeichen der am 25.05.2014 stattfindenden Europawahl.

im Gespräch mit Andreas Salzwedel, Bernd Riexinger und Sabine Zimmermann

Uns geht es um ein soziales und demokratisches Europa und ein starkes Europaparlament. Die gegenwärtige europäische Politik, die immer noch wesentlich mehr Geld in die Rettung der Banken als in die Abschaffungen der Jugendarbeitslosigkeit investiert – besonders in Griechenland und Spanien, wo diese zwischen 50 und 60 % beträgt –, schafft den Raum für das Erstarken rechtspopulistischer und faschistischer Bewegungen in Europa. Noch immer schalten und walten in Europa die Finanzmärkte nach dem Motto: Verluste verstaatlichen und Gewinne privatisieren!

Nein, der Riss in Europa geht nicht durch Deutschland, Griechenland, Spanien, Frankreich und Italien und allen anderen Ländern der EU  – der Riss geht durch Arm und Reich und den ungerecht verteilten Reichtum in den Händen weniger!

Deshalb meine Aufforderung und Bitte: gehen Sie am 25.05.2014 zur Wahl!  Geben Sie sowohl bei der Kommunal- als auch bei der Europawahl ihre Stimme gegen Sozialabbau, Jugendarbeitslosigkeit und Sparprogrammen und für ein starkes soziales Europa! Wir als DIE LINKE stehen dafür ein!