Wer nichts tut, erreicht auch nichts!!

Gestern besuchte ich auf Einladung der Fraktion DIE LINKE im Stadtrat Hohenstein-Ernstthal das G.-E.-Lessing-Gymnasium. Gemeinsam haben wir uns mit dem Schulleiter Herrn Hoppe zu dem Thema Schulische Inklusion beschäftigt.

Mit der Fraktion (von links nach rechts) Alexander Weiß, Rositta Rammler, Barbara Müller und Dr. Gisela Prohatzky im G.-E.-Lessing-Gymnasium

Von den über 800 Schülern besuchen zurzeit das Gymnasium 12 Integrative Schüler mit unterschiedlichen Handicaps (physische Beeinträchtigungen, Sehbehinderungen, ADHS, LRS und Autismus). Schnell wurde deutlich dass hier ein engagierter Schulleiter mit einem ebenso engagierten Lehrerteam alle Möglichkeiten ausschöpft um den integrativen Schülern bestmögliche Voraussetzungen für ihr Lernen am Gymnasium zu ermöglichen. Das ist nicht immer einfach, aber Lösungen finden sich!

„Wenn alle an einem Strang ziehen und wenn alle es wollen ist fast alles machbar“ (alle das sind die Lehrer, die Mitschüler, die Eltern, der integrative Schüler selbst aber auch die Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Gesellschaft) so Herr Hoppe zum Thema Integration. Von Inklusion zu sprechen – das ist sei noch ein weiter Schritt!

Bei allem Engagement zeigt sich aber auch – dass es noch Bedingungen gibt, die nicht in der Verantwortung des Schulleiters und seinem Lehrerkollektiv liegen. Dazu gehören die Klassenstärke, die räumlichen, personellen und zeitlichen Kapazitäten

(Klassen mit integrativen Schülern sollten eine Anzahl von 20 Schülern nicht überschreiten, die Integrativverordung sieht 25 Schüler vor, leider wird diese Problematik nicht thematisiert; integrative Schüler_innen benötigen u.U. mehr  Platz;  Lehrer_innen müssen die Möglichkeit haben, sich den besonderen Bedarfen von integrativen Schüler_innen auch widmen zu können –  Weiterbildung, Betreuung). Schließlich  sind  vor allem viele bürokratische Regelungen zu kritisieren, als die Bearbeitungszeiten von Anliegen viel zu lange dauern. Hier wünscht sich der Schulleiter  mehr Vertrauen in seine Fachkompetenz.

Als unverzichtbar für den Direktor ist die Zusammenarbeit mit den Förderschulen. deren fachlichen Hinweise, was  Lehrer_innen, aber auch  Mitschüler_innen  beachten sollten, sind enorm wichtig.

Es geht „Meine Schüler_innen“ und was sie brauchen, damit sie sich gut entwickeln, dass sollen sie auch bekommen…

Ich bedanke mich  herzlich bei der Fraktion für die  Initiative, inklusive Bildung vor Ort kennen zu lernen, und zugleich für die Einladung, an dieser Gesprächsrunde teilnehmen zu dürfen und ganz besonders herzlich, dem engagierten Schulleiter Herrn Hoppe für die vielen Informationen.

Ich wünsche ihm, allen Lehrerinnen und Lehrer und natürlich allen Schülerinnen und Schülern weiterhin viel Erfolg und Freude an der Schule und beim Lernen.