Ausstellungseröffnung bei der Bundesknappschaft in Chemnitz

Ausreichend Bewegung und Sport ist gesund, lernen wir von klein auf. Das gilt für alle Menschen, auch für Menschen mit Behinderungen und ist wichtiger Ausgleich zur sonst so häufigen Bewegungsarmut im Alltag.

Gerade die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See zeichnet eine vorbildliche Unterstützung der Belange des Reha- und Behindertensports aus. Kern ist dabei das Verbundsystem, dessen zentrale Idee im bis heute einzigartigen Zusammenwirken der Leistungsbereiche, beispielsweise als Kranken- und Rentenversicherung im Rahmen der Gesundheitsversorgung bei Rehabilitationsleistungen, besteht. Zu diesem Verbund gehören auch zehn Reha-Kliniken, in Sachsen die Knappschafts-Klinik Warmbad. Darüber hinaus werden zahlreiche Vereine, darunter auch Reha- und Behindertensportvereine, im Rahmen der Selbsthilfeförderung unterstützt.

Empfang zur Ausstellungseröffnung

Mit diesem Wissen über die Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See verwundert nun auch nicht mehr der Titel der Ausstellung, die am 23. September in den Räumen  der Chemnitzer Regionaldirektion, Jagdschänkenstraße 50 eröffnet wurde. „Sport überwindet Grenzen“ lautet das Motto dieser Ausstellung, die noch bis zum 30. November zu den üblichen Öffnungszeiten besichtigt werden kann. Sie zeigt über 40 Fotografien des Harthaer Fotografen Dr. Ulrich Bethge, der zunächst als Landschafts- und Naturfotograf  nun seit vier Jahren sein fotografisches Können dem Behindertensport widmet. Mehrmals im Jahr ist er bei Sportveranstaltungen dabei, so zum Beispiel bei den Paralympics 2012 in London. Zu sehen sind aussagefähige Momentaufnahmen unterschiedlicher Sportarten, die das Engagement, den Ehrgeiz, Fleiß und die Professionalität von Sportlerinnen und Sportlern mit Handicap eindrucksvoll widerspiegeln.

Horst Wehner mit Marina Eichhorn beim Tanz

„Sport überwindet Grenzen“ ist in mehrfacher Hinsicht richtig, spielen doch der kulturelle, religiöse oder soziale Hintergrund des Sportlers oder der Sportlerin keine Rolle. Es zählt die erbrachte Leistung, gemessen an den individuellen Möglichkeiten und ist verbunden mit Werten wie Fairplay, Respekt und Teamgeist. Gerade für die Integration von Migrantinnen und Migranten spielt der Sport eine ganz besondere Rolle und wirkt als Integrationsmotor. In vielen Vereinen trainieren Sportlerinnen und Sportler mit und ohne ausländischen Wurzeln zusammen, bilden ein Team und verfolgen gemeinsame Ziele. Dabei sind nicht nur die Gewinner die Helden. Beharrlichkeit weiter zu trainieren, sich neue Ziele zu stecken, sich selbst zu überwinden und die Grenzen des Machbaren auszuloten sind wichtige Eigenschaften Vieler und macht sie zu Vorbildern und Integrationsfiguren. Das gilt besonders für Menschen mit Behinderungen. Dabei ist Sport ein idealer Treiber für Inklusion, hat sich doch gerade im Behindertensport in den vergangenen Jahren viel bewegt und erfährt er inzwischen deutlich mehr Aufmerksamkeit und Anerkennung. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass noch viel zu tun ist, um ungehinderten Zugang zu allen Sportanlagen zu bekommen. Denn barrierefreie Einrichtungen sind längst noch nicht überall eine Selbstverständlichkeit.