25 Jahre Dr.-Päßler-Schule Meerane

Sehr gern war ich der Einladung der Schulleiterin und des Vorsitzenden des Fördervereins der Dr.-Päßler-Schule für geistig behinderte Kinder und Jugendliche in Meerane anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Einrichtung am 5. Oktober 2015 gefolgt.

Am Eingang begrüßte uns Helga Päßler, die Ehefrau von Dr. Päßler, dessen Namen die Schule trägt.

Von links nach rechts:Andreas Kribble, Leiter der Sparkasse Meerane, Helga Päßler, Prof. Dr. Lothar Unserer, Bürgermeister der Stadt Meerane, Horst Wehner

Zu Beginn trafen wir uns im Morgenkreis mit allen Schülerinnen und Schülern.

Schülerinnen und Schülern der 1. Klasse sangen ein Morgenlied. Sie zeigten uns was sie in den ersten Wochen gelernt haben. Mit großer Begeisterung stellten sie uns in Wort und Bild ihren Tagesablauf vor.

Bei der Vorstellung mit der Schulleiterin Ina Kamerknecht im Morgenkreis

An der Schule werden zurzeit 67 Kinder von 24 Pädagogen unterrichtet. 34 Kinder davon gehören zum sogenannten Personenkreis mit Mehrfachbehinderungen.

Im anschließenden Rundgang gewannen wir schnell die Überzeugung: die Schule ist funktionell gut eingerichtet und schön gestaltet. Die Pädagogen stehen mit Engagement, Herz und viel Liebe ihren Schülerinnen und Schülern zur Seite. Es gibt ein umfangreiches, abwechslungsreiches und vielseitiges Ganztagsangebot.
Sportliche Betätigung ist Schwerpunkt. Zahlreiche Pokale und Auszeichnungen dokumentieren den Erfolg dieser Arbeit.

Beim Rundgang von links nach rechts: Helga Päßler, Horst Wehner, Ines Springer MdL, Ina Kamerknecht, Andreas Riese, Andreas Kriebel, Prof. Dr. Ungerer

Im Gespräch mit der Schulleiterin und dem Vorsitzenden des Fördervereins wurde deutlich, es gibt zu wenige ausgebildete Sonderpädagogen. Im Freistaat Sachsen wurde über viele Jahre versäumt, dieser Ausbildungsrichtung einen deutlich höheren Stellenwert einzuräumen. Viel zu wenige ausgebildeten Sonderpädagogen wollen in den ländlichen Raum. Die Situation ist bekannt: in den letzten Jahren wurden oft schulfremde Lehrer (z. B. Berufsschullehrer) eingesetzt. Ein Zustand, der so nicht akzeptabel sein kann.

Große Hoffnung wird auf das im Freistaat Sachsen erwartete neue Schulgesetz gelegt. So muss auch die Bezeichnung „Schule für geistig behinderte Schüler“ eine „Schule für geistige Entwicklung“ werden.

Ich möchte mich recht herzlich bei Ina Kamerknecht und Andreas Riese für die Einladung sowie allen Pädagoginnen und Pädagogen der Einrichtung für ihr Engagement für die Entwicklung der Schülerinnen und Schüler danken. Ebenso danke ich Helga Päßler, die sich über viele Jahre mit großem Einsatz für die Schule eingesetzt hat.

Ich wünsche insbesondere den Schülerinnen und Schülern Kraft, Erfolg und Spaß sowohl beim Lernen als auch im weiteren Leben nach der Schulzeit.