25 Jahre Interessenvertretung für Körperbehinderte des Muldetales e. V. – 25 Jahre ehrenamtliches Engagement

Ehrenamtliches Engagement, das zeigt sich immer wieder, ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Gesellschaft. Oft sind Aufgaben zur Betreuung oder Unterstützung nur durch eben dieses ehrenamtliche Engagement zu gewährleisten, setzt es doch dort ein, wo eigene und sozialstaatliche Möglichkeiten an Grenzen stoßen. Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer in der Flüchtlingshilfe stehen derzeit häufiger im Fokus der Öffentlichkeit. Und auch die ehrenamtliche Hilfe der Tafeln ist den meisten in Deutschland und in Sachsen bekannt. Ganz anders schaut das bei den vielen Menschen aus, die in Selbsthilfegruppen Unterstützung und Hilfe für andere organisieren und leisten. Doch so unterschiedlich die mediale, die öffentliche Aufmerksamkeit gegenüber dem Ehrenamt und damit gegenüber den ehrenamtlich Tätigen ist, es gibt wesentliche Gemeinsamkeiten: Sie alle nutzen die persönliche Freizeit für ihr Engagement und haben dabei nicht selten direkt oder indirekt mit den großen und kleinen Hürden der Gesellschaft und vor allem der Bürokratie zu kämpfen und sie alle kennen das Phänomen, dass eben dieses ehrenamtliche Engagement für selbstverständlich erachtet wird, dass in Vergessenheit gerät, dass dieses Engagement eben ehrenamtlich ist.

Ein Verein, der eben dieses ehrenamtliche Engagement für andere lebt und in den Mittelpunkt seines Wirkens stellt, ist die Interessenvereinigung für Körperbehinderte im Muldental e. V. Seine Mitglieder, selbst mit Beeinträchtigungen und durch die Gesellschaft vielfach verursachten Behinderungen lebend, engagieren sich nunmehr 25 Jahre für andere in ähnlichen Situationen. Sie beraten in rechtlichen Fragen, geben Hinweise in schwierigen Situationen und helfen so den Einzelnen stärker zu machen. Der Austausch von Erfahrungen hilft Menschen mit ähnlichen Schicksalen, trägt zur Entwicklung ihres Selbstbewusstseins und einer lebensbejahenden Einstellungen bei. Insofern ist die Selbsthilfe für die Politik ein unverzichtbarer Partner, auch wenn es mitunter aus Sicht der Betroffenen anders scheint. Deshalb sind mir gerade in meiner Funktion als zweiter Vizepräsident des Sächsischen Landtags Termine besonders wichtig, in denen ich ehrenamtlichem Engagement auch der kleinen Vereine zu der Beachtung verhelfen kann, die ihnen gebührt. Und da wo ich, auch als Vorsitzender des Paritätischen und des VdK Sachsen e. V., praktisch helfen kann, will und werde ich das weiterhin tun.