Verleihung der Annen-Medaille für ehrenamtliches Engagement

Ehrenamtliches Engagement begegnet uns an vielen Stellen im täglichen Leben. Da sind die vielen ehrenamtlichen Übungsleiter in Sportvereinen, die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in den Sozialverbänden die beraten, helfen, begleiten oder in Selbsthilfegruppen Hilfe zur Selbsthilfe geben. Die Felder des ehrenamtlichen Engagements im Familien- und Sozialbereich sind weit gefächert und viele Angebote würde es ohne die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer gar nicht geben. Doch liegt das Wirken der Ehrenamtlichen meist im Verborgenen, wird von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen – meist erst dann wenn ein Angebot wegbricht – und dennoch als selbstverständlich entgegengenommen. Dabei haben unsere Ehrenamtlichen viel mehr Aufmerksamkeit und Würdigung verdient.

Bei der Verleihung der Annen-Medaille

Eine Möglichkeit dieser Würdigung ist die alljährliche Verleihung der Annen-Medaille an bis zu 20 Sächsinnen und Sachsen, die mindestens fünf Jahre ehrenamtlich in der Sozial- und Familienarbeit tätig sind. In diesem Jahr durfte ich als zweiter Vizepräsident der Verleihung auf Schloss Albrechtsberg, einem der drei Elbschlösser am rechten Elbufer in Dresden beiwohnen. Die hier vorgestellten und ausgezeichneten ehrenamtlich Tätigen leisten großartiges und stehen gleichzeitig stellvertretend für all die anderen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in den vielen Bereichen unserer Gesellschaft. Ihnen gebührt unser Dank und unser Respekt auch und gerade jenseits solcher Auszeichnungsfeierlichkeiten. Und Respekt nötigten mir auch die Schülerinnen und Schüler des Bühlauer Gymnasiums ab, die die Lobreden hielten.

Gruppenbild der diesjährig Ausgezeichneten

Ein Wort noch zur Annen-Medaille selbst. Sie geht zurück auf Anna von Dänemark, Kurfürstin von Sachsen (1532 – 1585). Diese betrieb unter anderem Landwirtschaft, beschäftigte sich mit Medizin und Pharmazie, bildete junge Mädchen in Kräuterheilkunde aus und betreute Migranten, Schwangere und Kranke. Sie erhielt schon zu Lebzeiten den Beinahmen „Mutter Anna“. In Gedenken an die wohltätige Anna von Dänemark, Kurfürstin von Sachsen stiftete die Sächsische Staatsregierung 1995 die Annenmedaille. Seither wird sie jährlich an bis zu 20 Menschen verliehen, die mindestens fünf Jahren lang ehrenamtlich in der Sozial- und Familienarbeit tätig sind.
Noch einmal herzlichen Dank allen Ehrenamtlichen für ihr Engagement und herzlichen Glückwunsch den in diesem Jahr Ausgezeichneten!