Zu Gast im AZURIT Seniorenzentrum „Alte Zwirnerei“ in Gersdorf

Am 13. Oktober 2015 besuchte ich das Seniorenzentrum, nachdem mich die Leiterin Birgit Friedemann bereits vor geraumer Zeit zur Feier anlässlich des 5. Geburtstages der Einrichtung eingeladen hatte (ich aber aus terminlichen Gründen nicht teilnehmen konnte).

Zu Beginn gab es ein fachpolitisches Gespräch zum Thema Pflege, an dem auch die Pflegedienstleiterin Silvia Seerig sowie Mitglieder des Heimbeirates, Anita Orgis, Christa Graf, Walther Berteit und Ronald Wandel teilnahmen.

Im Gespräch mit Ronald Wandel und Anita Orgis vom Heimbeirat und Birgit Friedemann (rechts)

Die Einrichtung wurde 2010 in Trägerschaft der AZURIT Gruppe übernommen. Sie hat 104 Pflegeplätze in Einzel- und Doppelzimmern. Die gemütlich gestalteten Aufenthaltsbereiche sowie die großzügige Gartenanlage werden gern und regelmäßig für ein vielseitiges und abwechslungsreiches Beschäftigungs- und Veranstaltungsangebot genutzt.

Zur Einrichtung gehören auch eine Abteilung Ergotherapie, einmal je Woche kommt der Friseur. Ein unmittelbar in der Nachbarschaft niedergelassener Hausarzt kümmert sich um das gesundheitliche Wohl der Heimgäste.

Wie Birgit Friedemann betonte, ginge es ihr und ihren Angestellten vor allem um das Wohl der Bewohnerinnen und Bewohner. Die Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,  die sie als Leistungsträger ihres Unternehmens sieht, nähme gleichfalls einen hohen Stellenwert ein.

Im Gespräch konnte ich mich davon überzeugen, dass der Heimbeirat eine engagierte Arbeit leistet und auch beachtet wird sowohl bei einzelnen Anliegen als auch bei Fragen zu den Kosten- und Pflegesatzverhandlungen und deren Auswirkungen.

Auf Anfragen verwies Birgit Friedemann sowohl auf die steigende Zahl der auf Grundsicherungsleistungen angewiesenen Bewohner_innen als auch auf das Spannungsfeld von ambulanter und stationärer Pflege.

Ständige Kontrollen von Heimaufsicht, MDK und anderer Stellen wie dem Eichamt und die bürokratisch geforderten Dokumentationen würden Zeit rauben. Zeit, die eigentlich den Bewohnern zukommen sollte.

Weitere Baustellen seien die Entlohnung und die Nachwuchsgewinnung für die Pflegeberufe.
Am Personalschlüssel müsse sich auch einiges ändern. Eigentlich so Birgit Friedemann sollte es gar keinen Schlüssel geben. Vielmehr sollte das Personal an die speziellen Gegebenheiten der Heime angepasst sein.

Im anschließenden Rundgang durch die Einrichtung sahen wir liebevoll gestaltete Räumlichkeiten. Wir erlebten engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter damit sich die Bewohnerinnen und Bewohner in ihrer Einrichtung wohl fühlen.

Beim Rundgang mit Birgit Friedemann

Herzlichen Dank Birgit Friedemann und Silvia Serie sowie Ronald Wandel für die Gastfreundschaft. Ihnen allen viel Erfolg und Freude auch weiterhin und vor allem beste Gesundheit.

Von links nach rechts: Silvia Seerig, Ronald Wandel und Birgit Friedemann