Verleihung des Inklusionspreises im Sächsischen Landtag.

„Das „Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen“ (Convention on the Rights of Persons with Disabilities – CRPD) ist ein Menschenrechtsübereinkommen der Vereinten Nationen, das am 13. Dezember 2006 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen beschlossen wurde und am 3. Mai 2008 in Kraft getreten ist.
Die UN-Behindertenrechtskonvention beinhaltet – neben der Bekräftigung allgemeiner Menschenrechte auch für behinderte Menschen – eine Vielzahl spezieller, auf die Lebenssituation behinderter Menschen abgestimmte Regelungen.“ So steht es als Einleitung auf der Homepage der UN-Behindertenkonvention

Seit Inkrafttreten sind acht Jahre vergangen und noch immer liegt eine ganze Menge im Argen, wenn man schaut in welchem Umfang die Konvention umgesetzt wurde. Auf Landesebene wird derzeit ein sächsischer Landesaktionsplan erarbeitet. Dieser wird als wichtiger Schritt auf dem Weg zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Sachsen gesehen. Zunächst soll der Landesaktionsplan einen Überblick verschaffen, was bisherige Anstrengungen hierzu bewirkt haben. Des Weiteren geht es darum aufzuzeigen, was zukünftig angegangen werden muss und wie die Sächsische Staatsregierung vorgehen will.

Stephan Pöhler, Beauftragter der Sächsischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen sagte dazu:  „Der Landesaktionsplan ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg in eine Gesellschaft, in der Menschen mit und ohne Behinderungen gemeinsam leben, lernen, wohnen, arbeiten, – kurz: inklusiv leben. Vor diesem Hintergrund steht der Sächsische Inklusionspreis 2016 unter dem Leitmotiv Inklusive Gesellschaft im Sozialraum.“

Der Sächsische Inklusionspreis wurde in diesem Jahr zum zweiten Mal verliehen für ausgewählte Schwerpunkte und Zielgruppen in den Kategorien Bildung, Arbeit, Freizeit und Kultur, Demografie und Barrierefreiheit. Dabei will der Inklusionspreis jene Praxisbeispiele in den Mittelpunkt rücken, in denen eine inklusive Gesellschaft bereits gelebt wird; Beispiel die zeigen, wie das gelungene Zusammenleben von Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen funktionieren kann. Gleichzeitig soll der Sächsische Inklusionspreis helfen, eine breite Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren und zur Nachahmung zu motivieren.

Gruppenbild mit allen Preisträgern

Über das Preisgeld von je 1000 Euro können sich in den Kategorien „Bildung“ das Kinderhaus „Sonnenschein“ – Integrative und heilpädagogische Kindertagesstätte Bautzen, „Freizeit und Kultur“ das  RBB Team NINERS mit Rollstuhlbasketball und vielen zusätzlichen Aktivitäten, „Demografie“ das Projekt – „Arzberg baut barrierefrei“, „Barrierefrei“  – Barrierefreies Wildwasser- Kanu/Rafting in Markkleeberg freuen. Der Sonderpreis der Jury  ging an den MDR für Barrierefreiheit in den trimedialen öffentlich-rechtlichen Angeboten/MDR. Allen Preisträgern herzlichen Glückwunsch und viele Nachahmer!