Zusammenleben – aber barrierefrei!

So der Titel einer Veranstaltung im politiKKontor, bei der Uwe Adamczyk, Vorsitzender des Kreisverbandes Zwickau des Sozialverbandes VdK Sachsen e.V., die VdK – Kampagne „Weg mit den Barrieren“ vorstellte.

Was sind Barrieren? Was bedeutet Barrierefreiheit? Wem nützt sie? – – all das waren Fragen an diesem Nachmittag. Bereits am Vormittag war Uwe Adamczyk in Kirchberg unterwegs und hatte mich bei meinem Rundgang mit örtlichen Kommunalpolitikern und weiteren Interessierten unterstützt. Anhand der dabei entstandenen Fotos konnte er sehr anschaulich zeigen, wo Gefahrensituationen bestehen und wie die Herstellung von Barrierefreiheit allen nützt. Etwa der Blumenladen, der mit seinen Auslagen einen Großteil des Fußweges belegt oder die schmalen Fußwege, die zumindest an einigen Tagen in der Woche den die Passanten zu waren Slalomläufern werden lassen. Anschaulich erklärte er, dass höher gelegte Bushaltestellen allen das Aus- und Einsteigen erleichtern. Bisher ist dies für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen beispielsweise an der Haltestelle „Post“ eine Herausforderung. Selbstbestimmtes Agieren ist nahezu unmöglich.

Die Kampagne „Weg mit den Barrieren“ will alle Menschen einladen, mit offenen Augen durch ihre Umgebung zu gehen und Barrieren auf der Website einzutragen. Es geht darum, für das Thema insgesamt zu sensibilisieren und aufzuzeigen, wo Handlungsbedarf zur Beseitigung von Barrieren besteht. Die Schwach-, d.h. schwarzen Stellen, gilt es aufzuzeigen! Und gegenüber der Bundes- und Landes- und Kommunalpolitik ein entsprechendes Zeichen zu setzen.

Es wurde darüber informiert, verschiedene Förderprogramme sollen helfen, Barrierefreiheit herzustellen. Allerdings, und auch darauf wurde hingewiesen: bestehende Bausubstanz barrierefrei umzubauen ist immer schwieriger und teurer. Es ist günstiger von Anfang an Barrierefreiheit mitzudenken und die entsprechenden Fachleute zum Beispiel der Betroffeneverbände sowie Behindertenbeauftrage der Kommunen schon bei der Planung mit einzubeziehen. Was bleibt ist die Einladung an alle, also auch an Sie liebe Leserinnen und Leser, sich einzumischen und auf Barrieren in ihrer Stadt, Gemeinde oder in ihrem Wohngebiet hinzuweisen.: www.weg-mit-den-barrieren-de.
Schon jetzt vielen Dank!
Und herzlichen Dank an Uwe Adamczyk für sein Engagement!