Sommerfest der Dresdner Handwerkskammer mit Preisverleihung

Bereits zum fünften Mal lobte die Dresdner Handwerkskammer den „Zukunftspreis – Handwerksbetrieb des Jahres“ aus und würdigt damit innovative Ideen und Konzepte, mit deren Hilfe Auswirkungen der demografischen Entwicklung erfolgreich entgegengewirkt werden kann. Nachwuchsförderung, Sicherung und Bindung von Fachkräften, Aktivitäten im Zusammenhang mit der Unternehmensnachfolge oder die Entwicklung altersgerechter Produkte und Dienstleistungen sind Kriterien, nach denen die sich bewerbenden Unternehmen beurteilt werden. Unternehmen, die sich um den unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten Tillich stehenden Zukunftspreis bewerben wollen, müssen aus dem Kammerbezirk Dresden kommen und bereits seit zwei Jahren erfolgreich am Markt bestehen. Der Preisträger erhält einen Preis von 3.000 Euro.

Zum diesjährigen Sommerfest der Dresdner Handwerkskammer kamen 400 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft. Diesjähriger Preisträger ist die SPS Schiekel Präzisionssysteme GmbH aus Dohna, ein Familienunternehmen mit 115 Mitarbeitern. Ihr Produkte sind sowohl beim Start einer Ariane-5-Träger-Rakete vom Weltraumbahnhof in Französisch-Guyana als auch eines Airbus A380 von New York nach Frankfurt a. M. mit dabei. 1992 mit acht Mitarbeitern gegründet, gehören heute zu den insgesamt 115 Beschäftigten auch sechs Auszubildende und 13 Fachkräfte aus Spanien, Polen, Russland, Ungarn und der Slowakei. Nicht von ungefähr würdigte Dr. Jörg Dittrich, Präsident der Dresdner Handwerkskammer das strategische Handlungskonzept, bei dem das Unternehmen neben dem Nachwuchs in der Region auch gezielt ausländische Fachkräfte anspräche und vorbildlich integriere. Das Unternehmen setzte sich gegen ein hochkarätiges Bewerberfeld von 25 Unternehmen durch und verwies HTS Haustechnik und Service Dresden GmbH und die PEWO Energietechnik GmbH aus Elsterheide auf die Plätze.

Ministerpräsident Tillich, der Schirmherr des Zukunftspreises, betonte in seiner Rede: „Einen Handwerksbetrieb über Generationen hinweg erfolgreich zu führen, erfordert Engagement und Weitblick sowie kreative und innovative Wege bei der Rekrutierung und Bindung von Fachkräften und eine vorausschauende Planung bei der Unternehmensnachfolge. Der Zukunftspreis der Handwerkskammer Dresden zeichnet genau dieses unternehmerische Denken und Handeln aus – und damit auch den Einsatz für die Zukunft des Handwerks in Sachsen. Denn es sind die vielen kleinen Familienbetriebe, die in Sachsen für wirtschaftliche Impulse und Beschäftigung sorgen. “ Hier habe ich keine andere Auffassung. Und doch: Es erscheint mir notwendig, die Rahmenbedingungen besser auszugestalten, die kleine und mittelständische Familienbetriebe unterstützen sowohl in ihrer Wirtschaftsentwicklung und bei der Kooperation mit unseren Hochschulen als auch bei der Nachfolgesuche und Unterstützung der nachfolgenden Betriebsleitung. Wir brauchen in Sachsen nicht nur Leuchttürme wie VW. Kleine und mittlere Handwerksbetriebe sind doch signifikant für unseren Freistaat und Fundament sächsischer Wirtschaftsentwicklung. Dafür lohnt es zu streiten.