Zu Besuch im DAETZ-Centrum Lichtenstein

Am letzten Tag meiner Tour war ich zu Gast im DAETZ-Centrum Lichtenstein.  Auf Einladung des Bürgermeisters der Stadt Lichtenstein, Herrn Thomas Nordheim, fanden wir uns zu einem Gespräch gemeinsam mit dem Fachleiter Mario Schubert über die weitere Zukunft der Einrichtung zusammen.

Vor dem Haupteingang im Daetz-Centrum

Dies war nicht mein erster Besuch. Bereits zu einigen Gelegenheiten hatte ich die Möglichkeit die Dauerausstellung „Meisterwerke in Holz“ sowie einige der Sonderausstellungen zu besuchen.

1998 ging die Stadt Lichtenstein mit der Daetz-Stiftung eine privatrechtliche Partnerschaft ein. Die Stiftung stellte ihrerseits die Kunstwerke zur Verfügung und wollte damit erreichen, dass den Besuchern etwas von dem Lebensgefühl und den Denkweisen anderer Völker nahe gebracht wird. Andererseits stellt die Stadt Lichtenstein den wunderbaren Schlosspalaiskomplex mit Neubau zur Verfügung.

Daraus entstand eine einzigartige Erlebnisausstellung „Meisterwerke in Holz“ die mit mehr als 550 Exponaten aus fünf Kontinenten weit über unsere Region hinaus bekannt und geachtet ist. Das zeigt sich nicht zuletzt darin, dass seit der Eröffnung im Sommer 2001 mehr als 500.000 Besucher aus dem In- und Ausland sowohl die Dauerausstellung, als auch die Sonderausstellungen besucht haben.

Zu einer Sonderausstellung im Jahr 2013 - im Gespräch mit dem Fachleiter Mario Schubert

Aber nicht nur die einzigartigen Exponate begeistern mich seit vielen Jahren sondern auch, dass diese Einrichtung ein Beispiel dafür ist, wie Kunst und Barrierefreiheit in Einklang gebracht werden kann.

Die Dauerausstellung sowie die wechselnden Sonderausstellungen im Hauptgebäude sind durchgehend barrierefrei mit Aufzügen erreichbar. Behindertenparkplätze befinden sich direkt vor dem Haupteingang. Für Rollstuhlfahrer werden eigens Führungen durch das Haus angeboten. Ebenso stehen spezielle Führungen für Blinde und Sehbehinderte auf dem Programm. Seit 2009 gibt es eine Führung in Gebärdensprache durch die Dauerausstellung. Ergänzt werden die Angebote auch durch buchbare Führungen in Leichter Sprache.

Mit der Sonderausstellungsreihe „Berührungen“ im Jahr 2011 wurde ein Projekt ins Leben gerufen das Kunst im wahrsten Sinne des Wortes greifbar macht. Alle Kunstwerke dieser Ausstellungen können nicht nur sondern sie sollen berührt und mit den Händen erkundet werden.

Ein Beispiel das durchaus viele Nachahmer in Sachsen finden sollte.

Aus diesen Grund – aber nicht nur deshalb –  war es für mich wichtig, mich mit dem Bürgermeister und Herrn Schubert zum Daetz-Centrum zu verständigen.

Ich bedanke mich für das offene Gespräch und möchte nicht versäumen, alle die die diese Einrichtung noch nicht besucht haben darauf hinzuweisen, dass ein Besuch sehr lohnenswert und interessant ist.