150 Jahre Berufsfeuerwehr Chemnitz

Sie sind ständig im Einsatz. Egal ob die Katze nicht mehr vom Baum runterkommt, der Hund in einem engen Schacht feststeckt, eine Massenkarambolage die Autobahn verstopft und zahlreiche teils schwer Verletzte vermuten lässt, Flüsse und Bäche über die Ufer treten oder starke Regenfälle für Überschwemmungen sorgen, das Essen angebrannt und für enorme Rauchentwicklung sorgt oder es wirklich brennt – sie sind zur Stelle und helfen, nicht selten Leben zu retten. Ein Leben ständig in Bereitschaft an 24 Stunden des Tages, sieben Tagen in der Woche auch an Sonn- und Feiertagen – so schaut der Alltag der Frauen und Männer der Feuerwehren aus. Das verdient unser aller Respekt und Anerkennung und was liegt näher, als diesen gerade auch zu einem besonderen Anlass zum Ausdruck zu bringen.

Ein solcher Anlass bot sich in Chemnitz zum 150jährigen Bestehen der Chemnitzer Berufsfeuerwehr, die aktuell für ein Gebiet von 220 Quadratkilometern zuständig ist. Hier leben rund 240.000 Menschen, die sich ebenso auf die schnelle Hilfe verlassen können wie die zahlreichen Gäste und Pendler der Stadt. Doch der Zuständigkeitsbereich wird wachsen. Zukünftig wird die Chemnitzer Feuerwehr mit der integrierten Rettungsleitstelle ein noch größeres Gebiet mit dann etwa einer Million Menschen betreuen müssen. Das ist eine riesige Herausforderung für die drei städtischen Feuerwachen und das Rettungszentrum, die Unterstützung durch 15 ehrenamtliche aktive Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr erhalten.
Insgesamt gehören zur Chemnitzer Feuerwehr neben der Berufswehr und der Freiwilligen Feuerwehr auch die Jugendfeuerwehr sowie der Veteranenverein. Sie alle sorgen nicht nur für den Schutz der Menschen in der Stadt und Umgebung sondern tragen auch zum gesellschaftlichen Leben bei. Besonderes Augenmerk verdient natürlich die Nachwuchsförderung, für die gerade die Jugendfeuerwehr einen wichtigen Beitrag leistet. Aktuell ist es in Sachsen leider so, dass die aktiven Mitglieder der Wehren immer Älter werden und zu befürchten ist, dass wir in zehn oder fünfzehn Jahren bei den Feuerwehren ein ähnliches Personalproblem haben werden wie aktuell bei den Lehrerinnen und Lehrern. Hier muss schleunigst gehandelt werden.

u. a. mit MdL Susanne Schaper

Umso wichtiger ist daher auch die Anerkennung und Würdigung des unermüdlichen Einsatzes der Feuerwehrleute. Meinen Kolleginnen und Kollegen aus dem Sächsischen Landtag Susanne Schaper, Klaus Bartl, Nico Brünler, Petra Zais, Ines Saborowski-Richter, Alexander Dierks und mir war es Bedürfnis und Freude zugleich, bei der Festveranstaltung dabei zu sein und auch persönliche Glückwünsche zu überbringen. Mögen alle Einsätze ohne gesundheitlichen Schaden ablaufen!