Tag der Begegnungen in der Sachsenallee

Am 24.09.2016 feierte der „Verein geistig und körperlich Behinderte Glauchau e. V.“ sein 25-jähriges Bestehen. Leider war es mir aufgrund eines Präsidententermins am gleichen Tag nicht möglich, persönlich an der Veranstaltung teilzunehmen. Aber der Bitte nach einem Grußwort anlässlich der Veranstaltung an diesem Tag bin ich gern nachgekommen.

„Sehr geehrte Mitglieder des Vereins, liebe Gäste, liebe Kinder und liebe Jugendliche,

ich freue mich sehr, dass ich Ihnen und euch anlässlich des 25-jährigen Bestehens des „Vereins geistig und körperlich Behinderter Glauchau e. V.“ ein Grußwort übermitteln kann.

Als sich die Gründer Ihres Vereins – die betroffenen Eltern – nach der Wende 1990 zu einer Elterninitiative zusammengeschlossen und vor 25 Jahren Ihren Verein gegründet haben – war das für die meisten von Ihnen Neuland. Und es gehörte schon eine erhebliche Portion Mut dazu diesen Schritt zu gehen. Nicht nur das persönliche Schicksal war zu bewältigen sondern auch viele rechtliche Fragen waren zu klären.

Und sicher hat zu dieser Zeit keiner von Ihnen gedacht wie sich der Verein einmal entwickeln wird und welche umfangreichen Angebote Sie gegenwärtig in der Lage sind bereitzustellen.

„Mein Kind ist behindert“ – mit diesem Satz hat sich für viele Familien von Ihnen das Leben von einem Tag auf den anderen verändert.

Auf der einen Seite steht die Frage wo bekomme ich Hilfe her, was ist das richtige für mein Kind und auf der anderen Seite steht die Frage was kann ich selbst aktiv dazu tun diese Situation zu meistern.

Genau aus solchen schwierigen Lebenslagen heraus finden sich Betroffene zusammen und gründen Selbsthilfegruppen oder Vereine um sich selbst aber auch gegenseitig zu helfen.

Mit Ihrem familienentlastenden Dienst in der Sachsenallee haben Sie die Möglichkeit geschaffen, vor Ort behinderte Menschen, Angehörige und andere Hilfesuchende zu betreuen, zu unterstützen und zu beraten.

Oftmals ist es nur eine kleine Geste, ein freundliches Wort oder eine kleine aufmerksame Hilfe, die dazu beiträgt besser mit der Situation umgehen zu können.

Durch ihre vielfältigen Angebote wie Pflegeleistungen, Haushaltshilfen aber auch Familien- und Behindertenfreizeiten entlasten Sie zu einem die betroffenen Familien und bieten andererseits den behinderten Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit an vielfältigen Freizeitaktivitäten teilnehmen zu können.

Diese Arbeit Ihrer 60 ehrenamtlichen Mitglieder des Vereins und der 16 Mitarbeiter die sich ca. 100 Menschen mit Behinderung betreuen – ist nicht hoch genug zu würdigen.

Als einer der Botschafter der Kampagne der Sächsischen Staatsregierung „Behindern verhindern – Zeit für barrierefreies Handeln“ und selbst auf den Rollstuhl angewiesen – engagiere ich mich ganz besonders für eine selbstbestimmte Teilhabe aller Menschen mit körperlichen, geistigen seelischen oder/und Sinnesbeeinträchtigungen am gesellschaftlichen Leben. Noch sind immer Barrieren verschiedenster Art zu überwinden – das soll und das muss sich ändern.

Deshalb möchte ich mich an dieser Stelle recht herzlich bei allen die zum Erfolg der letzten 25 Jahre beigetragen haben bedanken und Ihnen für die weitere Arbeit viel Kraft, Freude und Erfolg wünschen.

Und Ihnen allen heute einen schönen, abwechslungsreichen und erlebnisreichen Tag an dem vor allen der Spaß und die Freude im Mittelpunkt stehen sollen.“

Und dass Spaß und Freude an diesem Tag den Vorrang hatten zeigt sich an den folgenden Fotos:

Laut und Lustig ging es bei der Einlage mit der Guggemusik zu
Mit Spaß und Freude zeigt die eigene Tanzgruppe "Flotten Socken" ihre flotten Tänze