25 Jahre Seniorenbeirat der Stadt Leipzig

Sollen gerade in der Entwicklung einer Kommune die Belange, Interessen und Bedürfnisse der Seniorinnen und Senioren Berücksichtigung finden, so braucht es hierfür die Seniorinnen und Senioren selbst, die dafür streiten und sich engagieren. Sachsenweit gibt es zahlreiche Seniorenvertretungen und Seniorenbeiräte, in denen sich engagierte Seniorinnen und Senioren zusammengefunden haben und Aufzeigen, wo es Veränderungen in der Stadtentwicklung braucht aber auch Ratgeber erarbeiten, wo welche Ansprechpartner zu finden sind. Sie alle arbeiten ehrenamtlich, hauptberufliche Seniorenbeauftragte sind eher selten zu finden. Die Einrichtung dieser Personalstelle obliegt den Kommunen und zumeist verweist man auf das ehrenamtliche Engagement und das damit die Interessen der Seniorinnen und Senioren ausreichend vertreten sind und Berücksichtigung finden.

In Leipzig waren es schon kurz nach der Wiedervereinigung verschiedene Vereine, die sich der Arbeit mit und für SeniorInnen widmen, die sich für die Bildung eines Seniorenbeirats stark machten. Dieser gründete sich im Frühjahr 1991 und versteht sich als überparteiliches und konfessionsunabhängiges, ehrenamtlich arbeitendes Gremium. Das ist nun 25 Jahre her und Anlass der heutigen Festveranstaltung im Neuen Rathaus zu Leipzig. Gemäß den Zielen des Seniorenbeirats konnte in den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten einiges zur Verbesserung der Lebensbedingungen für Ältere in der Stadt verbessert werden. Gleichzeitig bietet der Beirat vielfältige Unterstützung jenen Vereinen, Wohlfahrtsverbänden und Einrichtungen, die sich in der Altenarbeit engagieren. Zentrales Ziel des Wirkens des Beirates ist es, die Belange, Bedürfnisse und Interessen der Seniorinnen und Senioren der Stadt Leipzig aber auch des Umfeldes in den Fokus der Öffentlichkeit aber auch der politischen Entscheider zu rücken. Bewährt hat sich hierzu die Arbeit in Arbeitskreisen, die da wären Altenhilfe, Kultur, Bildung und Sport; Ordnung, Sicherheit und Verkehr sowie Wohnen und Soziales. Hier können sich Interessierte entsprechend ihrer thematischen Interessen einbringen. Darüber hinaus sind in den vergangenen 25 Jahren insgesamt zehn Treffpunkte in Leipzig entstanden. Diese bieten nicht nur qualitativ hochwertige Beratungs- und Informationsangebote. Die Treffpunkte sind gleichsam Begegnungsstätten mit einem vielfältigen Angebot an Freizeit-, Bildungs- und Geselligkeitsveranstaltungen. Es lohnt sich also in jedem Fall, mal vor bei zuschauen und mitzutun.

Neben diesem sehr engagierten und aktiven Seniorenbeirats hat Leipzig etwas vorzuweisen, was, wie ich eingangs schon erwähnte, in den sächsischen Kommunen durchaus nicht die Regel ist. Leipzig hat einen hauptamtlichen Seniorenbeauftragten, der für die Belange der SeniorInnen eng mit dem Seniorenbeirat zusammenarbeitet. Damit erfährt das Engagement für die Interessen und Bedürfnisse der älteren Einwohner Leipzigs und Umgebung eine zusätzliche Aufwertung seitens der Stadt, unabhängig davon, dass hauptamtlich viele Dinge einfacher und schneller zu erledigen sind als allein aus ehrenamtlichem Engagement heraus.
Betrachtet man den demografischen Wandels in Sachsen einerseits und andererseits die Tatsache, dass es immer mehr gerade auch junge Menschen zu Arbeit und Studium nach Leipzig zieht, werden die Herausforderungen an den Seniorenbeirat in den kommenden Jahren sicher nicht geringer werden und gleiches gilt für das Arbeitspensum. Dem Seniorenbeirat Leipzig wünsche ich somit für die Zukunft viele engagierte Mitstreiter, offene Ohren in Politik und Stadtgesellschaft und den Seniorinnen und Senioren viel Spaß beim Mittun und Mitgestalten. Zum 25. Herzlichen Glückwunsch!