Annen-Medaille

Seit 1995 wird sie jährlich vergeben, die Annen-Medaille, doch wissen die Wenigsten welchen Hintergrund sie hat. Sie geht zurück auf Anna von Dänemark, Kurfürstin von Sachsen (1532 – 1585). Diese betrieb unter anderem Landwirtschaft, beschäftigte sich mit Medizin und Pharmazie, bildete junge Mädchen in Kräuterheilkunde aus und betreute Migranten, Schwangere und Kranke. Sie erhielt schon zu Lebzeiten den Beinamen „Mutter Anna“. In Gedenken an die wohltätige Anna von Dänemark, Kurfürstin von Sachsen, stiftete die Sächsische Staatsregierung 1995 die Annenmedaille, die seither jährlich an bis zu 20 Menschen verliehen wird, die mindestens fünf Jahren lang ehrenamtlich in der Sozial- und Familienarbeit tätig sind.

Für die diesjährige Verleihung auf Schloss Albrechtsberg  hatten sich die Laudatoren und wieder Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse des Gymnasiums Dresden-Bühlau, für die Ausgezeichneten etwas Besonderes einfallen lassen. Auch die musikalische Umrahmung der Veranstaltung wurde von den Schülerinnen und Schülern gestaltet.

Sozialministerin Barbara Klepsch

Vorgenommen wurde die Auszeichnung durch Sozialministerin Barbara Klepsch, die sagte: „Mit Ihren Händen und mit Ihrem Herzen tun Sie Gutes für unser Gemeinwesen und damit für uns alle. Sie engagieren sich bereits viele Jahre für andere Menschen. Sie machen uns und unseren Freistaat um so vieles reicher. Damit sind sie Teil des besonderen sächsischen bürgerschaftlichen Engagements.“

Die 20 ausgezeichneten Sächsinnen und Sachsen kommen wieder aus den verschiedensten Bereichen. Sie organisieren Veranstaltungen, bieten Rat und Hilfe bei den verschiedensten Problemlagen und sind unermüdlich im Einsatz, um anderen Gutes zu tun. Sie alle, so sagte es Barbara Klepsch ganz richtig „… bauen Brücken der Menschlichkeit innerhalb unserer Gesellschaft.“

Alle Ausgezeichneten verdienen unseren Dank und höchsten Respekt vor ihrem Engagement, dennoch sei mir gestattet, einige besonders hervorzuheben. Da ist zum Beispiel Mario Lippold aus Wittgendorf, der sich insbesondere für Betroffene von Nierenerkrankungen engagiert und regelmäßig Vorträge zu Nierenerkrankungen, Dialyse, Transplantation und Organspende hält. Da in diesem Jahr  der Sächsische  Dialyseverband e. V. sein 25jähriges Bestehen feiert, ist mir dies besondere Erwähnung wert.

alle Ausgezeichneten zusammen: Herzlichen Glückwunsch!

Gefreut habe ich mich über die Tatsache, dass vier der Ausgezeichneten aus dem Landkreis Zwickau kommen, in dem ich ja den Schwerpunkt meiner politischen Arbeit habe. Marianne Kramer aus Werdau, die sich besonders der Organisation und Ausgestaltung von Seniorenveranstaltungen widmet; Ronny Müller aus Crimmitschau, der im DRK besonders aktiv ist; Brigitte Rissmann aus Glauchau, die sich besonders als Hospizhelferin im ambulanten Hospiz- und Palliativdienst der Diakonie engagiert und Menschen auf ihrem letzten Weg begleitet und auch deren Angehörigen Trost und Beistand bietet; und Ingrid Meisel aus Zwickau, Sprecherin der Seniorenvertretung Zwickau, die in diesem Jahr ebenfalls ihr 25jähriges Bestehen feiert und sich durch viel Einsatz für die Belange der Seniorinnen und Senioren der Stadt Zwickau verdient gemacht hat.

Ihnen und allen anderen Ausgezeichneten herzlichen Glückwunsch. Sie alle haben diese Auszeichnung mehr als verdient und stehen gleichzeitig für unzählige ehrenamtlich engagierte Menschen in Sachsen, deren Einsatz nicht hoch genug geschätzt werden kann. Ihnen allen herzlichen Dank und weiterhin viel Kraft, Leidenschaft  und Enthusiasmus bei und für ihre Aufgaben!