Rundgang im Staatsschauspielhaus Dresden nach Abschluss der Sanierung

Gern bin ich der Einladung des Staatsbetriebs Sächsisches Immobilien – und Baumanagement (SIB) gefolgt und habe am 25. Oktober 2016 am Presserundgang durch das Staatsschauspielhaus teilgenommen.

Die letzte umfangreiche Sanierung des Theaters, welches am 13. September 1913 eröffnete, liegt im Jahr 1995 noch nicht in allzu weiter Ferne, jedoch waren wichtige Sanierungen (z. B. Bühnentechnik, Elektroverteilung, Kälteanlage) notwendig, um die Spielfähigkeit des Theaters zu erhalten, erklärte Herr Roland Oertel, Leiter Technischer Dienst und Gebäudemanagement des Schauspielhauses.

Blick in den Zuschauerraum

Vor allem der Zuschauerraum des Schauspielhauses erstrahlt im neuen Glanz. So wurden u. a. die 797 Stühle neu gepolstert und aufgearbeitet, um eine verbesserte Raumakustik zu erhalten, das Parkett abgeschliffen, die Wände gemalert und die Wandmalereien restauriert. Für den Besucher nicht zu sehen, für das Theater aber umso wichtiger, ist die neue Bühnentechnik. Herr Ludwig Coulin, Niederlassungsleiter SIB, und Herr Oertel sprachen in höchsten Tönen davon.

Des Weiteren wurden Wasserrohre und –leitungen erneuert, der Brandschutz an die aktuell geltenden Richtlinien angepasst, neue Toiletten –auch behindertengerechte Toiletten gebaut, das Theaterrestaurant hat einen eigenen Zugang erhalten, und ist somit nicht mehr vom Spielbetrieb abhängig. Für diese und noch weitere Arbeiten im Haus waren genau 18 Wochen Zeit – eine sehr beeindruckende und beachtliche Leistung, die hier von allen Beteiligten bewerkstelligt wurde.

Im Gespräch mit Herrn Roland Oertel, Leiter Technischer Dienst des Schauspielhauses

Zum Ende des Rundganges führte uns Herr Oertel noch zu dem in 11 Meter Tiefe gelegenen Bühnenboden. Aufgrund der beengten Lage an der Ostra-Allee, kam es damals zur Konstruktion eines Bühnenbodens mit hydraulisch betriebener Hebemechanik, da es keinen Platz für Seiten- oder Hinterbühnen gab.

Es war ein sehr spannender und interessanter Besuch. Ein herzliches Dankeschön an Frau Gertrud Aringer, Leiterin Presseabteilung Schauspielhaus, Herrn Ludwig Coulin und Herrn Roland Oertel für die Möglichkeit, Orte des Theaters zu sehen, die normalerweise für den Besucher nicht zugänglich sind. Nun wünsche ich allen Mit-wirkenden für die Premiere der Tragödie Othello am Samstag „Toi-Toi-Toi“.