Mehr als nur ein Neujahrsempfang

Für den 3. Februar 2017 hatte der Kamenzer Oberbürgermeister Roland Dantz zum Neujahrsempfang ins Rathaus eingeladen. Zu den erwarteten Gästen gehörten Bürgerinnen und Bürger der Stadt Kamenz, Mitglieder des Bundestages, Mitglieder des Sächsischen Landtages, Stadträte, Gewerbetreibende, Vereinsmitglieder und Kulturschaffende. Doch wer nun einen üblichen Neujahrsempfang mit den üblichen Reden und Bilanzen erwartete, wurde enttäuscht. Letztere lag als Broschüre vor. Gleichzeitig gab es für einige der Anwesenden eine besondere Überraschung.

So nutzte der Kamenzer Oberbürgermeister die Gelegenheit, das ehrenamtliche Engagement in seiner Stadt zu würdigen. Viele Aufgaben in der Stadt könnten gar nicht oder nicht in der vorhandenen Qualität erfüllt werden, gäbe es nicht vielen ehrenamtlich engagierten, die ihren unschätzbaren Beitrag dazu leisten die Stadt lebens- und liebenswert zu machen. Die Einsatzmöglichkeiten sind dabei so vielfältig wie das tägliche Leben. Gleich ob in Sportvereinen, in Chören, in der Senioren- und Kinderarbeit, bei der Unterstützung von Geflüchteten – überall werden ihre fleißigen Hände gebraucht. Als Dank für ihr unermüdliches Engagement wurden 20 Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt für ihren besonderen Einsatz im Ehrenamt mit der Ehrenmedaille der Stadt ausgezeichnet. Die so gewürdigten Ehrenamtlichen wirken in ihren Kirchgemeinden, in Chor oder Blasorchester, in der Suchtkrankhilfe und vielen anderen Bereichen. Ich kann mich dem Dank von Oberbürgermeister Dantz nur anschließen und allen Ehrenamtlichen auch weiter viel Freude bei ihren Aufgaben wünschen.

Persönlicher Höhepunkt für mich war die erstmalige Verleihung des Inklusionspreises in Kamenz, gestiftet vom ortsansässigen Ergotherapeuten Michael Schiewack. Den Inklusionspreis erhielten die 2. Oberschule und die Johann-Gottfried-Bönsch-Förderschule. Die Schülerinnen und Schüler organisierten in der Vergangenheit neben einem Inklusionslauf noch viele weitere inklusive Veranstaltungen immer nach dem Motto „Verschiedenheit ist normal“. Hierfür gilt ihnen Respekt und Anerkennung. Dem Stifter des Preises Michael Schiewack möchte ich auch an dieser Stelle herzlich für diese Initiative und sein Engagement danken. Möge es Schule machen!