Komm mit: Inklusiv leben und lernen – was heißt das eigentlich?

So lautete der Titel der Abendveranstaltung am 4. Mai 2017 im Rahmen der Tage für Demokratie und Toleranz im Schützenhaus in Wilkau-Haßlau. Schon das Objekt selber zeigte, dass Barrierefreiheit und die Möglichkeiten der Inklusion schnell an Grenzen stoßen können. Das Schützenhaus ist barrierefrei erreichbar und auch der Gastraum ist zumindest teilweise für Rollstuhlfahrer geeignet. Auch eine behindertengerechte Toilette ist vorhanden, hat allerdings Einschränkungen. Mit einem E-Rollstuhl ist sie nicht nutzbar und auch mit einem kleineren Rollstuhl muss man sich auf engstem Raum bewegen können. Günstig ist das nicht und eben nicht für alle geeignet. Und wer glaubt, im Hotel gleich mit übernachten zu können, wird enttäuscht, soweit er auf einen Fahrstuhl angewiesen ist, um in die Zimmer in den höher gelegenen Etagen zu gelangen. Wirkliche Alternativen gibt es jedoch in Wilkau-Haßlau nicht und in Sachen Gastlichkeit und Qualität der Küche gibt es nichts zu meckern. In Sachen Barrierefreiheit jedoch ist noch Luft nach oben, obgleich das augenscheinlich Mögliche getan wurde. Insgesamt jedoch ist im Ländlichen Raum und in Wilkau-Haßlau im Besonderen noch viel zu tun auf dem Weg zur inklusiven Gesellschaft.

Die Diskussion selber entwickelte sich mit Blick auf die Anwesenden zum Fachgespräch, hatten doch alle in irgendeiner Art und Weise mit dem Thema Barrierefreiheit und Inklusion zu tun. Die Berichte aus dem eigenen Arbeitsumfeld mit konkreten Beispielen im Positiven wie weniger Positiven ergaben einen interessanten Erfahrungsaustausch mit gegenseitigen Hinweisen zu Hilfsmöglichkeiten, Ansprechpartnern und vieles mehr. Und so danke ich herzlich für die gewährten Einblicke und wünsche allen weiterhin viel Erfolg bei der täglichen Arbeit.