„Ich für mich, du für dich, gemeinsam für uns“

Unter diesem Motto finden sich in der regionalen Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen (KISS) Zwickau die verschiedensten Selbsthilfegruppen zu regelmäßigen Veranstaltungen und Gesprächsrunden zusammen.

Nach dem ich im vergangenen Jahr mit dem Arbeitskreis „Soziales, Familie, Verbraucherschutz, Gesundheit, Inklusion, Jugend“  meiner Landtagsfraktion zu einem Informationsgespräch im Verein „Gesundheit für alle“ und der KISS war, habe ich die Einladung zu einer Gesprächsrunde mit der Selbsthilfegruppe „Gemeinsam gegen Rückschmerzen“ durch Sandy Wetzel, Selbsthilfeberaterin und Projektmanagerin der KISS, gern angenommen.

Die Selbsthilfegruppe wurde 2009 gegründet und trifft sich 14 tägig zu den unterschiedlichsten Veranstaltungen.

Nach der Begrüßung durch Sandy Wetzel und einer kurzen Vorstellung meinerseits zu meinen Aufgaben und Funktionen u.a. in der Landtagsfraktion  begann sogleich eine angeregte Diskussion.

Themen unserer Gesprächsrunde waren unter anderem: Entwickelt sich das Gesundheitssystem vom Bürger weg?, Wie wird der Boom des kommerziellen Gesundheitsmarktes eingeschätzt, welche Risiken bringt das für die Bürger*innen mit sich?, Warum werden von den Krankenkassen wirksame und gut verträgliche Arzneimittel nicht mehr verordnet und statt dessen die Verbraucher immer öfters mit neuen Arzneimitteln konfrontiert?, Warum brauchen wir so viele Krankenkassen?.

In der Diskussionsrunde mit Sandy Wetzel

Aber auch ganz konkrete personenbezoge Themen von Betroffenen wurden angesprochen. So ging es z. B. um verweigerte Anschlussheilbehandlungen nach OP’s, Krankentransporte zum Facharzt, die nicht mehr von der Krankenkasse bezahlt werden, Entlassungen aus dem Krankenhaus unter fragwürdigen Bedingungen für den Patienten.

Natürlich konnten wir nicht alle Probleme klären. Wichtig war mir trotzdem herauszustellen dass sich das Gesundheitswesen in den vergangenen Jahren durchaus positiv für die Menschen entwickelt hat. Das schließt nicht aus, dass es noch vieles zu verbessern gilt, damit die Leistungen des Gesundheitssystems allen Bürger*innen gleichermaßen zur Verfügung stehen. Und auch dass es leider immer mal wieder für den einzelnen Betroffenen zu Fehlentscheidungen kommen kann. Deshalb ist Aufklärung wichtig, und deshalb habe ich auch alle ermuntert, von ihren Rechten Gebrauch zu machen und wenn es sein muss sich mit den zur Verfügung stehenden rechtlichen Mitteln gegen solche Entscheidungen zu wehren.

Es war eine sehr offene und interessante Diskussion aus der ich viele Hinweise sowohl für meine parlamentarische als auch für meine ehrenamtliche Arbeit als Verbandsvorsitzender eines Sozialverbandes mitgenommen habe.

Ich bedanke mich recht herzlich bei Sandy Wetzel und den Mitgliedern der Selbsthilfegruppe für die Einladung und wünsche allen viel Kraft und Stärke für die weitere wichtige Arbeit für sich selbst und für andere Betroffene, die vielleicht den Weg zur Selbsthilfe noch nicht gegangen sind. Auf ein baldiges Wiedersehen.